Neues in der Kategorie Wirtschaft

Schlecker kündigt kurzfristig Insolvenz an. Am Montag möchte das Unternehmen eine sogenannte Planinsolvenz stellen. Das bedeutet, man kann aktuell seine Lieferanten  nicht bezahlen. Auch die Mietverträge der Filialen können nicht mehr bedient werden.

Geht ein Unternehmen in eine Planinsolvenz, können alte Verträge früher beendet werden und gegebenenfalls gegen neue mit besseren Konditionen ausgetauscht werden.

Im letzten Jahr schloss Schlecker Hunderte von Filialen. Da die Mietverträge jedoch teilweise sehr lange noch liefen, hielten sich die Spareffekte in Grenzen.

Und Sparen muss Schlecker. Denn die Kunden haben mit den Füßen abgestimmt und blieben den Läden fern, da der Drogerist in den letzten Jahren durch schlechte Arbeitsbedingungen auffiel. Außerdem waren die Läden eng, dunkel und das Personal oft schlecht gelaunt. Bei den Arbeitsbedingungen von Schlecker auch kein Wunder.

Seit ca. drei Jahren schrieb Schlecker rote Zahlen. Ein kurzfristiger Übergangskredit konnte nicht erschlossen werden. Pleite.

Doch es bestehen Chancen, das Unternehmen mit ca. 30.000 Mitarbeitern in Deutschland und ca. 17.000 Mitarbeitern außerhalb Deutschlands, weiter bestehen zu lassen. Natürlich wird das nicht durch scharfe Einschnitte passieren. Es werden wohl weitere Filialen geschlossen werden. Ob beide Schlecker-Läden in Müncheberg erhalten bleiben, ist dabei ungewiss.
 
Ein einiges Europa ist ein großartige Idee. Einheitlicher Währungsraum, keine Umrechnungsverluste, grenzenloser Warenverkehr, homogenisierte Verbraucherrechte, weitestgehend gleiche Rechtsprechung.

Gegen Europa sprechen nationale Egoismen, Neid und kleingeistige Borniertheit.

Doch wenn ein einiges Europa so toll ist, warum steht diese Idee dann vor dem Scheitern?

Weil die Idee nicht zu ende gedacht wurde, weil die Politiker dachten, mit einer einheitlichen Währung würde sich der Rest schon von alleine ergeben.

Und so wurde der Euro eingeführt ohne dem europäischen Parlament mehr Rechte zu geben, ohne das schon beim sozialistischen Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) gescheiterte überwinden nationalstaatlicher Kleininteressen kann es nichts werden.  Einstimmigkeit ist um so unwahrscheinlicher, je mehr Stimmen vorhanden sind.

Eine alte Weltmacht wie Großbritannien, die bis heute nicht überwunden hat, dass ihre besten Zeiten schon mehr als 100 Jahre her sind, die sich immer gegen alles und jeden aus Europa quer stellt, muss ein Traum scheitern.

Auch in Deutschland nimmt die Europaskepsis immer mehr zu.

Es wird geglaubt, dass der Euro scheitert. Doch der Euro ist nur ein Währung, ist nur Papier und ein wenig Metall. Der Euro taugt nicht einmal als Symbol für ein einiges Europa.

Doch genau dahin will die Politik den Euro drücken, als Sinnbild für Europa. Und ein scheitern des Euros ist dann natürlich ein scheitern Europas.

Merkel und Sarkozy gehen es richtig an: Als erstes gehören die Staatsfinanzen stabilisiert. Und genau hier ist absolut unverständlich, warum hier Old-England nicht mitmachen möchte.

Der Volksmund sagt nicht ohne Grund, Reisende soll man nicht aufhalten, wen die Briten gehen wollen, lasst sie ziehen. Die verbleibenden Länder können sich mit jedem Wegzug schneller und sicherer einigen. Und wenn am Ende nur noch wenige Staaten im Wirtschafts- und Währungsverbund verblieben sind, kann man auch leichter funktionierende Mechanismen einbauen.

Denn Europa muss sich nur wieder selbst finden, selbst wenn es heißen muss: Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zu gewandt.

Europa ist eine gute Idee, die nur vollständig umgesetzt werden muss. Die Politiker müssen nur couragiert den Weg bis zum Ende gehen und nicht auf halbem Weg stehen bleiben.

Vorwärts immer, Rückwärts nimmer.

Komisch, wie Altes doch immer wieder kommt... 

Kaum eine Branche hat soviel Macht über das Wohl und Wehe ganzer Volkswirtschaften zu entscheiden, wie die Rating-Agenturen.

Ihr Rating entscheidet über Anlageempfehlungen, Kreditwürdigkeit und Wirtschaftskraft. Ein Rating-Downgrade kann Weltwirtschaftskrisen auslösen, aber auch ein falsches Rating, kann zu schwersten wirtschaftlichen Verwerfungen führen. Beispiele für eine verfehlte Ratingpolitik waren 2008 die hochgejubelten Ratings für Schrottpapiere oder kürzlich die irrtümliche Herabstufung der Bonität Frankreichs. Insbesondere bei letzterem darf allerdings bezweifelt werden, dass dies wirklich irrtümlich geschah.

Die Europäische Union selbst tut sich schwer damit, eine schlagkräftige europäische Alternative zu den amerikanischen Kristallkugelbeschwörern zu etablieren.

Denn eines muss einem immer bewusst sein, es sind amerikanische Institute, mit einer parteiischen Ausrichtung. Denn eigentlich müsste die US-Bonität schon seit Jahren noch weniger als Schrott wert sein. Ist es natürlich nicht, getreu dem Motto: Wessen Brot ich fress...

Doch was machen Ratingagenturen eigentlich?

Sie lesen Zeitung, schauen TV, hören Radio, klappern einschlägige Seiten im Internet ab (und damit sind ausnahmsweise nicht die xxx Seiten gemeint).

Sie machen nichts, was nicht der normale Mensch auch machen könnte. Sie lesen, rechnen und orakeln.

Und wenn diese Agenturen auf dieser Basis meinen, andere bewerten zu können, können auch die einfachen Menschen auf dieser Basis die Ratingagenturen bewerten.

Und eines sei schon vorneweg verraten, die Amerikaner landen kurz vor Schrottwert. Die Handlinienleserin vom Jahrmarkt um die Ecke wird vermutlich bessere Vorhersagen treffen.

Ratingagenturen benötigen eine staatliche Anerkennung. In Deutschland hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht folgende Ratingagenturen anerkannt:

  • Creditreform Rating AG (Neuss)
  • Dominion Bond Rating Service (Toronto)
  • Fitch Ratings (New York)
  • Japan Credit Rating Agency Ltd. (Tokyo)
  • Standard and Poor's Ratings Services (New York)
  • Moody's Investors Service (New York)

Die Europäische Zentralbank selbst zieht nur die drei amerikanischen Agenturen und die Dominion Bond Rating Service zu Rate. Ohne Genehmigung durch die EU kann in Europa keine Ratingagentur gegründet werden.

Doch es gibt noch jede Menge weitere Agenturen, die in anderen Ländern Empfehlungen geben.

In China ist die Dagong Global Credit anerkannt, eine Rating Agentur, die die USA schon längst nicht mehr mit der Höchstnote AAA einstuft, sondern allenfalls noch mit A+.

Doch nun zur Bewertung der Agenturen, wir beschränken uns der Einfachheit wegen auf die drei US-Amerikaner.

Ausgangspunkt ist ein AAA Rating für alle drei Agenturen.

Erster Minus Punkt: Die Bewertung der Papiere mit Bestnoten, die zum Auslöser der US-Hypothekenkrise wurde. Agentur Vertreter gaben später vor dem US-Kongress zu, dass die Annahmen sich als falsch herausstellten. Abwertung auf AA.

Die Pleiten der US-Giganten Enron und Worldcom sahen die Ratingagentur nicht kommen. Abwertung auf A und BAA.

Auch den Absturz und die Pleite des italienischen Nahrungsmittelkonzerns Parmalat sahen die Agenturen nicht kommen. Abstufung auf BA.

Noch 2008 setzte Standard and Poor's die Pleitebank Lehman Brothers auf die Liste von sicheren Anlagen. Und gerade einmal eine Woche vor der Pleite wurde diese Bank auf eine negative Beobachtungsliste gesetzt. Abwertung auf B.

Im August als die USA abgewertet wurden, wurde Standard and Poor's ein kleiner Rechenfehler von lumpigen 2 Billionen Dollar vorgeworfen, in Ziffern 2.000.000.000.000. Abwertung auf CAA.

Im Juli zog S&P bereits vergebene Noten für hypothekenversicherte Papiere  wieder zurück. Eine Begründung wurde nicht genannt. Abstufung auf CA.

Und unlängst wurde "aus Versehen" Frankreich abgewertet. Damit sackt zumindest S&P auf C ab.

Moody's und Fitch sind damit auf BA einzustufen. Das bedeutet: Hoch Spekulativ.

S&P landest sogar nur auf CA und das ist eine Stufe vor Schrott.

Und solchen Kurpfuschern vertraut die Wirtschaft, vertraut die Politik?

 

(vgl. Ratingstufen der Wikipedia)

 

 

 

 

Griechenlands Regierungschef ist es leid, sich jedes mal von Abstimmung zu Abstimmung bei den Rettungspaketen hangeln zu müssen.

Er will es jetzt wissen: Trägt sein Volk seine Politik mit oder nicht.

Doch was bedeutet es wirklich, wenn Griechenland gegen Eurohilfspakete stimmt (die nebenbei gesagt schon längst keine Hilfe mehr sind, sondern nur dafür sorgen,dass die Banken noch reicher werden)?

In vielen Medien wird nun darüber spekuliert, dass Griechenland dann aus der Eurozone fliegen wird, vielleicht sogar aus der EU ausgeschlossen wird.

Achtung, fallen Sie nicht auf solche Berichte herein! Griechenland kann NICHT aus der Eurozone fliegen oder anderweitig ausgeschlossen werden. Nicht einmal austreten können sie.

Denn der EU-Vertrag von Lissabon ist hier eindeutig: Eine Mitgliedschaft in der Währungszone ist unwiderruflich! 

Doch wie soll man nun mit den Griechen umgehen?

Falsche Frage. Die richtige Frage sollte lauten, warum müssen die Steuerzahler Europas die Gier der Banken befriedigen?

Denn von den Milliarden Hilfspaketen fließt kaum ein Cent in die Stabilisierung der Wirtschaft. Doch genau da gehört das Geld hin! Nur mit einer gut florierenden Wirtschaft kann der Binnenkonsum wieder anlaufen. Denn nur wenn die Griechen Geld verdienen um es wieder ausgeben zu können, wird es Wohlstand für (naja, fast) alle geben.

Doch um die Banken befriedigen zu können wird Griechenland gezwungen, Euro um Euro aus dem Volk zu quetschen: Arbeitslosigkeit, schrumpfende Renten, schrumpfender Sozialstaat allgemein.

Es gibt nur eine Lösung: Harter Schuldenschnitt. Den 50%-Schnitt haben die Banken in ihrer Gier verpasst, mehr als 65% müssen es jetzt schon sein!

Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

Liebe Griechen, stimmt für Europa, stimmt gegen die sogenannten Hilfspakete. Denn wahre Hilfe kommt allen zugute, nicht nur den Kapitalsammelmonopolen.

UPDATE: April April. Die Abstimmung ist abgesagt.

Plötzlich, doch nicht unerwartet, ist Steve Jobs, charismatische Ikone des Hightech-Konzerns Apple gestorben.

Als einer der drei Gründer von Apple 1976 war er für die Visionen zuständig.

1984 stellte Jobs den ersten Macintosh vor.

Doch berits ein jahr später verlor er einen internen Machtkampf bei Apple und mußte gehen.

Mit Jobs Weggang ging es mit Apple steil bergab. Die Firma stand kurz vor der Pleite.

Doch Jobs war ein Stehaufmännchen. Er gründete die Firma Next und brachte mit der Next-Workstation einen Computer heraus, der seiner zeit Jahre vor raus war. Ein kommerzieller Erfolg blieb ihm aber verwehrt.

Doch mit einer anderen Firma sollte er wieder Geschichte schreiben: 1986 wurde die Animationsfirma Pixar gegründet. Der erste große Erfolg war der Zeichentrickfilm Toy Story. Mit diesem Film erhielt Jobs den ersten seiner insgesamt sieben Oscars in der Kategorie Bester Animierter Spielfilm.

2006 übernahm Disney Pixar, für 7,4 Mrd Dollar. Zum Vergleich: Jobs kaufte Pixar von Lucasfilm für 5 Mio Dollar und investierte "nur" weitere 5 Mio!

1996 kaufte Apple die Firma Next. Dies war der Zeitpunkt der Heimkehr von Steve zu Apple. Er wurde Berater. Und ein Jahr später Vorstandsmitglied und Vorstandsvorsitzender.

Vor Jobs stand eine Mammutaufgabe. Apple mußte vor der Pleite gerettet werden.

Der erste Paukenschlag war die Einführung des iMac. Mit diesem Computer gelang die Rückkehr in die Gewinnzone.

Mit dem iPod, iTunes, dem iTunes-Store und dem iPhone katapultierte sich das Unternehmen ganz nach oben und stand ab sofort für digitalen Lifestyle.

Sein letzter großer Wurf war die Einführung des iPad.

Doch mit dem iPad begann der schleichende Abschied des wirklich genialen Apple-Chefs.

Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich rapide.

Dieses Jahr im August trat Steve als Apple-Chef zurück.

Und am 5.10.11 erlag Jobs seinem Krebsleiden.

Bei Apple und seinen Fans wird er eine riesige Lücke hinterlassen.

Mach's gute Steve! 


Der Streit zwischen dem Zahlungsanbieter Paypal aus den USA und deutschen Online-Händlern schwelt schon eine ganze Weile.

Paypal ist der Meinung, auch außerhalb der USA deren Recht durchsetzen zu müssen. Konkret geht es um das Handelsembargo der USA gegen den Karibik-Staat Kuba. Philippinenhof.net berichtete.

Trotz aktuell laufender Gerichtsverfahren setzt Paypal nun noch einen drauf und forderte Rossmann in einem recht ruppigen Brief auf, innerhalb von 3 (in Worten: DREI) Tagen kubanische Produkte aus dem Angebot zu nehmen, da man sonst die Zusammenarbeit einstellen werde.

Rossmann empfand diese Vorgehen zu recht als blanke Erpressung und kündigte seinerseits die Zusammenarbeit mit Paypal auf. Seinen Kunden gegenüber begründete Rossmann diese Entscheidung ausführlich.

An der Stelle kann weiterhin nur dazu aufgerufen werden, als Verkäufer die Finger von Paypal zu lassen. Die Bankenlizenz die Paypal besitzen soll, ist offensichtlich nicht das Papier wert, auf die es ausgestellt ist.

Wer sein Konto bei Paypal schließen möchte, der Weg ist relativ mühselig:

1. bei Paypal einloggen
2. im Menüpunkt "Mein Profil" auf "Mehr..." klicken
3. Links unter dem Kasten mit diversen Menüfunktionen den Link "Klassisches Profil anzeigen" anklicken.
4. Im linken Block "Kontoinformationen" den Link "Konto schließen" anklicken
5. Die Sicherheitsfragen beantworten
Wenn man die Antworten jedoch nicht mehr genau weiß, hat man leider verspielt, dann hat man kaum noch eine Chance, das Konto mittels Online-Funktion zu schließen.

In einem solchen Fall, ist es am besten, Paypal künftig einfach zu ignorieren.


Als Nintendos WII-Konsole auf den Markt kam, löste sie eine Revolution aus (deshalb sollte sie ursprünglich auch Revolution heissen). Auf einmal bekannten sich Menschen zum Spielen, für die Spielkonsolen eher die Ursache für schlechte Noten bei ihren Kindern waren. Der Begriff des sogenannten Gelegenheitsgamers war geboren.

Während die Konkurrenz bestehend aus Sony mit der Playstation und Microsoft mit der X-Box (Sega hatte sich schon lange vorher mit seiner Dreamcast aus dem Konsolenhardwarebereich verabschiedet) noch herzlich über die schwachen technischen Eigenschaften der neuen Konsole lachten, scheffelte Nintendo die sprudelnden Einnahmen. 86 Mio verkaufte Konsolen gaben den Japaner letztlich recht und demonstrierten, dass Spielspass und -spannung technische Superlative locker in den Schatten zu stellen weiss.

Doch in letzter Zeit scheint die WII ihren Horizont überschritten zu haben. Die Verkaufszahlen geben nach und die Gelegenheitsspieler spielen lieber mit ihren Mobiltelefonen, deren Spiele sind für einen Bruchteil des Preises der WII-Spiele zu haben und machen mindestens genausoviel Spass.

Zeit, eine neue Generation an Konsole einzuläuten.

Und auch dieses Mal hat sich Nintendo etwas einfallen lassen, um die anderen Hersteller ganz schön alt aussehen zu lassen.

Zum einen ist die Konsole natürlich HDTV geeignet. Zum anderen sollen die als sichere Einnahmequelle bekannten Actionspieler zurück ins Boot geholt werden.

Ausserdem ist die Steuereinheit ein Tablett mit eigenem Bildschirm, mit Touch-Bildschirm, versteht sich!

Damit wirkt der Controller wie eine Konsole in der Konsole und ähnelt stark der neuen tragbaren Konsole von Sony. Man soll sogar unabhängig von Fernsehgeräten damit spielen können.

Verschmilzt Nintendo hier Mobilkonsole mit stationärer Konsole?

Nicht ganz. Die Steuereinheit kann zwar als Bildschirm verwendet werden, wenn jemand anderes z.B. den Fernseher anderweitig nutzen will, aber eine eigenständige Konsole ist das Gerät dabei nicht. Es ist auf die Verbindung zur Basisstation angewiesen.

Ganz wichtig, stellt Nintendo klar, sei die nahtlose Integration in die bisherige Nintendo-Familie. Alte WII-Controller sollen weiterhin funktionieren. Auch für die WII angeschaffte Spiele sollen mit der neuen WII U (Wiiju gesprochen, das U steht dabei für You, also Du oder Ihr, die Konsole heisst also Wir Ihr oder Wir Du) weiterhin funktionieren.

Geplant ist weiterhin, dass die neue mobile Konsole 3DS eingebunden werden kann.

Bis die neue Konsole ausgeliefert wird, wird noch mindestens ein Weihnachtsfest vergehen. Geplant ist irgendwann 2012. Nintendo spricht hier etwas schwammig von zwischen April und Dezember. 

Microsoft, Marktführer bei Betriebsystemen (Windows XP, Windows 7) und führender Office-Anbieter (Microsoft Office) hat sich den Voice over IP-Anbieter Skype für gute 8 Milliarden Dollar gekrallt. Skype ist vor allem für die gleichnamige Telefonie-Anwendung bekannt, mit der man neben Telefonaten auch Textnachrichten austauschen und Videophonieren kann, neuerdings sogar mit mehreren Teilnehmern gleichzeitig.

Beliebt ist diese Anwendung insbesondere dadurch, dass Anrufe zwischen verschiedenen Skype-Teilnehmern kostenlos waren.

Welche Pläne Microsoft mit dem Neuerwerb hat, ist noch nicht bekannt. Aber Microsoft ist in letzter Zeit dafür bekannt, die Geschäftsfelder breiträumig zu streuen. Betriebsysteme (PCs und Notebooks), Standard-Office-Programme, Handy-Betriebsystem (Kooperation mit Nokia), Entertainment (X-Box-Spielkonsole), Business-Softwarelösungen (ERP Programme wie Dynamics NAV), Beteriebsysteme für Autos, kaum ein Bereich, der nicht von Microsoft bedient werden kann.

Und nun auch Internet-Telefonie.

UPDATE: Microsoft bestätigte mittlerweile die Übernahme. Die Kosten liegen bei 8,5 Mrd Dollar. MS will Skype schnell ins Unternehmen integrieren. Das bedeutet erst einmal, dass es auf die XBox kommt, mit Kinect zusammenarbeiten wird, Windows Mobil bekommt einen Skype-Clienten spendiert und es soll ebenfalls in Outlook, der Informationsschaltzentrale des Office-Paketes, integriert werden.

Eigentlich kennen Öl und Gold beim Preis nur eine Richtung: Vorwärts immer, rückwärts nimmer.

Doch nach der Preisauftriebsralley der letzten Zeit deutet sich nun eine Kehrtwende an. In nur wenigen Tagen sackte der Preis um über 15% ab. Und es ist mit weiter nachgebenden Preisen zu rechnen.

Ursache soll die abflauende Konjunktur in den USA sein. Weniger Konjunktur, weniger Ölverbrauch, niedrigere Preise.

In Wirklichkeit ist der Markt voll gepumpt mit Spekulanten.

Irgendwer hat irgendow irgendwie verquer gehustet. Das löste die ersten Verkaufsorder aus. Der Herdentrieb des Fluchttiers Rohstoffspekulant bewirkt ein weiteres Verkaufen.

Und Ruuuuuuuummmmmmssss rauschen die Preise in den Keller.

Ja, so leicht kann Wirtschaftswissenschaft sein.

Und genauso leicht kann man vorhersagen, dass der Abwärtstrend nur von kurzer Dauer sein wird. Denn solange wir nichts besseres zu tun haben, als die kostbaren Kohlenwasserstoffe zu verbrennen und dadurch nebenbei noch unsere Umwelt zu zerstören, wird der Ölpreis immer neue Höchstwerte austesten.

Wer sich heute noch eine Ölheizung einbauen läßt, verdient es nicht anders, als dass er nach Strich und Faden ausgepresst wird.

Und die Autoindustrie soll endlich bezahlbare Verbrennungsmotoralternativen auf den Markt werfen!

Die SPD fordert wieder einmal, dass es nicht sein dürfe, dass man nachdem man bereits eine halbe Stunde beim Arzt gewartet hat, jemand rankommt, der gerade erst das Wartezimmer betreten habe. In der Regel dürfte dies ein Privatpatient gewesen sein. Und wenn man einen Termin haben möchte, wird man zumeist erst gefragt, wie man denn versichert sei. Antwortet man hier mit gesetzlich, hat man verspielt und der Termin rückt oft in weite Ferne.

Der Unmut der gesetzlich Versicherten über diese Art der Zweiklassenmedizin ist damit nur zu verständlich.

Die SPD will diese Ungleichbehandlung nun abschaffen. Ärzte sollen verpflichtet werden, gesetzlich Versicherte nicht schlechter zu stellen als privat Versicherte.

Dabei wird eines vergessen, privat Versicherte zahlen in der Regel das 2,3fache dessen, was Ärzte von den gesetzlichen Krankenkassen erhalten. Für die gleiche Leistung, versteht sich! Dazu kommt, dass Ärzte auch am Quartalsende von einem privat Versicherten immer ihre Leistung bezahlt bekommen, während bei der GKV schnell das Budget für bestimmte Leistungen schon deutlich vor Quartalsende erschöpft ist.  

Privat versicherte haben damit jedes Recht der Welt, bevorzugt behandelt zu werden

Möchte man die Ungleichbehandlung abschaffen, muss als erstes die Ungleichbehandlung bei den Kosten abgeschafft werden.

Denn eines ist völlig klar: Wer mehr zahlt, hat mehr Rechte. Das ist übrigens auch in der großen Politik so. Zum Beispiel im IWF oder der Weltbank, wer dort mehr einzahlt, hat auch ein größeres Stimmrecht.

Entweder die GKV wird abgeschafft oder die PKV. Oder beide sind völlig gleichberechtigt und unterliegen den gleichen Bedingungen. Denn es ist ein Unding, dass bestimmte notwendige Leistungen ins nächste Quartal verschoben werden, nur weil irgendwelche Budgets erschöpft sind.

Gesundheit kostet Geld, viel Geld. Es ist die Aufgabe des Staates, dafür zu sorgen, dass auch im Gesundheitssektor ein freier Markt existiert. Denn dann würden etliche Verwerfungen geglättet werden, Medikamentmondpreise würden der Vergangenheit angehören, unrentabel wirtschaftende Krankenkassen müssten aufgeben. Gesundheitsbeiträge weniger in die Verwaltung fließen.

Solange es keinen freien Markt gibt, muss der Staat den Markt regeln: Medikamentpreisbindung, gleiche Beiträge für gleiche Leistungen.

Das aktuelle Herumlavieren mit feststehenden Beiträgen und einem beliebig hohen Aufschlag geht dabei am Ziel eines freien Marktes völlig vorbei. Höhere Zahlungen müssen auch mehr Leistungen implizieren. Doch das Gegenteil ist der Fall: Leistungen werden gestrichen. Wer hat nicht schon sogenannte IGEL-Rechnungen zu bezahlen gehabt?

Die Bundesregierung wollte mit der Gesundheitsreform für mehr Wettbewerb sorgen. Doch wie soll bei festgeschriebenen Beitragssätzen Wettbewerb entstehen? Noch dazu, wo der (Mindest-) Leistungskatalog ebenfalls feststeht?

Bisher ist nicht erkennbar, was die Bemühungen unseres aktuellen Gesundheitsministers bezwecken sollen.

Auf der einen Seite möchte er, das ist offensichtlich, das gesetzliche Versicherungssystem abschaffen.

Auf der anderen Seite möchte er aber auch soziale Härten vermeiden: Zu hohe Belastungen sollen aus dem Steueretat beglichen werden. Damit hüpft er aber wieder defakto in die gesetzliche Versicherung zurück. Die Basis der GKV ist die Solidargemeinschaft. Jeder zahlt für den anderen mit. Wer ein höheres Gehalt hat, zahlt höhere Beiträge und stützt damit sozial Schwächere.

Rösler will dieses System auf der einen Seite aushebeln und auf der anderen Seite doch wieder einführen.

Ist das Konzept einer Bürgerversicherung, propagiert von SPD und Grünen, besser? Vielleicht. Zumindest setzt dieses Konzept weiterhin auf die Solidargemeinschaft.

Doch eine Antwort auf die explodierenden Gesundheitskosten ist die Bürgerversicherung ebenfalls nicht.

Also werden GKV und PKV weiter gegeneinander kämpfen und die privat Versicherten werden weiterhin den gesetzlichen vorgezogen.

Unter der Hand munkeln die niedergelassenen Ärzte schon seit Jahren, gäbe es die PKV nicht, die Praxen würden reihenweise dicht machen. Und deshalb haben die privat Versicherten einen Anspruch auf bevorzugte Behandlung.

Im Krankenhaus Köpenick werden hier sogar Nägel mit Köpfen gemacht. Es wird ein völlig neuer Trakt aufgebaut, der nur privat Versicherten zur Verfügung steht. Mit besseren Zimmern, besserer Verpflegung und individuellerer Betreuung, Manifestierung der Zwei-Klassen-Medizin.

Penny und Rewe haben unlängst die Macht des Umweltschutzes für sich entdeckt: "Der Umwelt zuliebe verzichten wir ab sofort auf den Ausdruck von Kassenbons".

Na endlich hat eine Firma die Bedeutung des Umweltschutzes erkannt und rückt den gigantischen Papierbergen, die durch unzählige unnötige Kundenbons entstehen, zuleibe. Sagenhafte 700 g Papier, 2 Rollen, werden dadurch pro Tag in einer durchschnittlichen Penny-Filiale eingespart. Das ist Nachhaltigkeit, das ist gelebter Umweltschutz! 700 g!

Leider bleibt dabei der Kunde auf der Strecke, denn ohne Kundenbon kann er z.B. verdorbene Ware nicht mehr zurückgeben. Dummerweise klagen gerade bei Discountern vermehrt Kunden über übel riechendes Fleisch, sobald die Packung geöffnet wird.

Ausserdem kann man kaum noch kontrollieren, ob die Ware gemäß Preisauszeichnung berechnet wird.

Und so ist es sicherlich kaum eine Unterstellung, wenn man behauptet, der Umweltschutz ist nichts weiter als ein Alibimäntelchen, die wahre Stossrichtung ist das Eindämmen missliebiger Kundenbeschwerden!

Denn würde man es wirklich ernst meinen mit dem Umweltschutzgedanken, würden Penny und Co. aufhören die Briefkästen mit ihrer Papierwerbung zu verstopen. Denn hier fallen nicht nur Gramm sondern Tonnen an Papier an!

Kundenbons sind kein Geschenk, kein Entgegenkommen an Kunden, sondern die verdammte Pflicht eines jeden Ladens!

Also: Kein Verzicht auf Kundenbons, ohne Bon kein Geld!

 

Arbeitsfreie Zeiten waren für Arbeitgeber schon immer ein Ärgernis.
Sie gehen nach dem Motto: Wir leben um zu arbeiten! Diese Philosophie beißt  sich da natürlicch mit dem Motto der Arbeitnehmer: Wir arbeiten um zu leben!

In fast jahrhundertelangen Auseinandersetzunggen haben sich deutsche Arbeiter, Bauern und Werktätige sich einen komfortablen Urlaubsanspruch erkämpft. Doch der Gegner gibt nicht auf, er schlägt zurück.

Dieses Mal in Form von Ursula Frerichs, Vorstandsvorsitzende des Unternehmerverbandes der mittelständischen Wirtschaft.

Nach ihren Worten reichen vier Wochen völlig aus. Ausserdem würden dann die Arbeitnehmer einen Beitrag zum konjunkturellen Aufschwung leisten: "Wir müssen unsere Besitzstände zurückschrauben, könnten die Vier-Wochen-Regelung 2011 auf Probe einführen, um den Aufschwung zu unterstützen."

Zur Erinnerung, auf Probe einführen bedeutet, a) für immer und b) das ist erst der Anfang.

Frerichs, bekannt geworden durch Ihre Forderung nach Einführung einer Deopflicht am Arbeitsplatz, begründet ihren Vorstoss damit, dass Deutschland bei den Urlaubstagen an der Spitze läge. Liebe Uschi, das ist eine glatte Lüge. Deutschland hat durchschnittlich 27 Tage Urlaub, Frankreich kommt auf 37!

Frerichs bekommt Unterstützung vom Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft. Eine Absenkung sei auch wegen des Fachkräftemangels erdorderlich, so der BVMW-Präsident Mario Ohoven.

Alles Klar, Fachkräftemangel, bei immer noch mehr als 3 Mio Arbeitslosen.
Arbeitnehmer, passt auf! Man will Euch Eure Errungenschaften nehmen!

PS: Das Sommerloch ist damit offiziell zugeschüttet. Es geht wieder los!

Wochen, wenn nicht gar Monate oder Jahre zog es sich hin, der Arbeitsstreit zwischen einer Kassiererin und Kaiser's.

Es ging um eingelöste Flaschenpfandbons im Wert von nicht einmal 2 Euro. Die Kassiererin soll diese für sich eingelöst haben.

Kaiser's sprach daraufhin wegen des Vertauensverlustes die fristlose Kündigung aus.

Die Kassiererin wehrte sich und ging über die Instanzen. Zweimal verlor sie, jetzt fällte das Bundesarbeitsgericht  eine neue Entscheidung. Es stufte das Einlösen der Bons als schwere Pflichtverletzung ein. Diese Pflichtverletzung muss jedoch zu den über 30 Jahren Betriebszugehörigkeit in Relation gesetzt werden. Eine Kündigung und erst recht eine fristlose Kündigung sind unter diesem Aspekt nicht das richtige Mittel der Wahl.

Damit muss Kaiser`s die geschasste Kassiererin wieder beschäftigen und natürlich auch den Lohn nachzahlen.

Das BAG revidierte mit dieser Entscheidung eine ganze Reihe von Urteilen in gleichartig gelagerten Fällen: Maultaschen, Bienenstich seien hier exemplarische Stichwörter.

Ist das Urteil nun ein gutes Urteil?

Das kommt drauf an.

Wenn die Unterschlagung, der Diebstahl oder ähnliche Dinge wirklich, also wirklich wirklich, der Grund für die Kündigung sind, nein.

Doch in den meisten Fällen sind diese Bagatelldelikte nur der Vorwand, einen Arbeitnehmer auf die elegante Art loszuwerden. Für diese Fälle ist das Urteil ein gutes Urteil. Oft ging es hier um Betriebsratswahlen, gewerkschaftliches Engagement und ähnliches. Hier hat das BAG dem Gebahren der Arbeitgeber einen RIegel vorgeschoben. Oftmals sind die trivial Anlässe für die Kündigungen auch nur konstruiert.

Auch im Falle der Kaiser's Kassiererin soll die Unterschlagung nur das Mäntelchen gewesen sein. Angeblich soll es auch hier in erster Linie darum gegangen sein, eine gewerkschaftlich engagierte Mitarbeiterin loszuwerden.

Allerdings ist dieser Vorgang doch mit einigen Fragezeichen versehen, so soll die Kasiererin versucht haben, einer anderen Mitarbeiterin die Schuld in die Schuhe zu schieben, bevor sie wohl die Schuld eingestanden haben soll. Unter diesem Aspekt ist der Standpunkt von Kaiser's also durchaus nachzuvollziehen. Denn ein Vertrauensverlust fand in der tat statt.

Generell bleibt eines festzustellen: Arbeitgeber sollten sich dort großzügig verhalten, wo es die Interessen der Firma nicht oder nur wenig berührt. Eine Kündigung, weil eine Mitarbeiterin beim Bäcker ein Stück Bienenstich verzehrte, ist sicherlich genauso übertrieben und wirft ein bezeichnendes Licht auf das Betriebsklima, wie die Kündigung wegen einer Maultasche, die weggeworfen worden wäre.

Natürlich muss eine Firma darauf achten, das eingeräumte Freiräume nicht schamlos ausgenutzt werden. Aber dabei gilt es eine gehörige Portion Augenmass und auch Fairness zu behalten.

Eine Art Freibrief ist das Urteil des BAG dabei auf keinen Fall! 

Auch in Brandenburg ist der erste Hühnerhof dicht gemacht worden, weil Dioxin-verseuchtes Futter aus Sachsen-Anhalt verfüttert wurde.
Das Dioxin lagert sich im Huhn an und wird an die Eier abgegeben.
Als Dioxine werden bestimmte chlorierte organische Verbindungen bezeichnet. Sie entstehen meist als Nebenprodukt bei chemischen Reaktionen. In die Schlagzeilen gerieten Dioxine in den 60er und 70er Jahren, als diese hochgiftigen Stoffe beim Prozess der Müllverbrennung freigesetzt wurden. Durch Filter hat man das Freiwerden von Dioxinen mittlerweile deutlich reduziert.
Dummerweise gehören Dioxine zu den sehr langlebigen chemischen Verbindungen und werden, einmal in die Umwelt abgegeben, kaum abgebaut. Über die Nahrungskette können sich Dioxine z.B. im menschlichen Körper stark anreichern und z.B. Krebs auslösen. Dioxine werden vom Menschen überwiegend  über tierische Produkte (Fisch, Fleisch, Eier, Milchprodukte) aufgenommen. Besonders in der Stillzeit ist eine Dioxin-Anreicherung sehr gefährlich für das Baby, da das Dioxin in der Muttermilch besonders hoch sein kann.
Die Schlagzeilen über dioxinverseuchte Eier beherrschen aktuell die Medien. Der Skandal ist um so bedeutender, weil er die Bio-Branche trifft, die eigentlich als Garant für eine gesunde Ernährung galt.
Doch wie Bio sind die Bio-Eier im Supermarkt wirklich? Betrachten wir die ökologischen Eier, zu erkennen an der führenden Null im Stempel genauer. Bei Kaufland, konkret Kaufland Vogelsdorf, gibt es mittlerweile ein umfangreiches Angebot an Bio-Eiern. Dummerweise stammt zum Betrachtungszeitraum Ende April, kein einziges davon aus Deutschland. Italien und Frankreich waren die Herkunftsländer. Doch wie ökologisch können Eier sein, die über 1000 km vom Erzeuger bis zum Verbraucher zurückgelegt haben?

Der Hersteller mit dem angeknabberten Kernobst im Markenzeichen zockt die Deutschen wieder einmal gründlich ab. Verlangt Apple für sein iPad in den USA umgerechnet 392 Dollar, verlangt der Hersteller in Deutschland für das gleiche Gerät 432 Euro (alle Preise netto).
So geistert es zumindest durch die Medien, vergessen wird dabei aber, dass in dem Preisaufschlag von 40 Euro eine Urheberrechtsabgabe von 15 Euro steckt. Damit reduziert sich der "unverschämte" Preisaufschlag auf 25 Euro.
Berücksichtigt man nun auch noch die Zollgebühren, merkt man schnell, der Selbstimport ist alles andere als lukrativ.
An dieser Front macht es also keinen Sinn auf den Hersteller einzuprügeln.
Viel interessanter ist an der Stelle, dass der Hersteller des potentiellen Konkurrenzproduktes WePad sein Produkt kurzfristig umbenennt, es soll nun WeTab heißen. Inwieweit Apple hier seine Finger im Spiel hat, bleibt der Phantasie des Lesers überlassen.
Generell macht es aktuell angesichts des doch sehr hohen Preises nicht unbedingt Sinn, überhaupt ein Pad oder Tab zu kaufen. Der Einsatzbereich ist für diesen Preis doch arg eingeschränkt. Außerdem ist noch nicht wirklich sicher, welche Art von Lesestoff, für den diese Geräte bevorzugt hergestellt werden, für das eigene Gerät verfügbar sein werden. Noch ca. ein halbes Jahr zu warten ist hier sehr sehr sinnvoll.
Wer überhaupt nicht warten kann, wer unbedingt auch Unterwegs lesen will, sollte vielleicht einmal einen Blick in die Sparte der Netbooks werfen. Insbesondere Asus hat mit seiner EEE-PC-Reihe Geräte auf dem Markt, die ausreichend klein und damit leicht und eine ausreichende Laufzeit (Akku) aufweisen. Da diese Netbooks auch vollwertige Notebooks sind, kann man hier wesentlich mehr Anwendungen laufen lassen, als auf einem Tab/Pad. Die Leistungsfähigkeit ist vergleichbar und kommt in allen Fällen nur selten an ein echtes Notebook heran. Die neuesten aufwendigen Spiele sind also eher tabu.

UPDATE: Apple korrigierte mittlerweile die Preise für das iPad im Applestore. Inklusive Mehrwertsteuer ist das iPad dann ab 499 Euro zu haben. Die Preisreduktion wurde vorgenommen, da es eine Urheberrechtsabgabe für diese Ausstattung noch nicht gibt.

Unsere Regierung lehnt einen Vorstoß der Grünen ab, dass Warteschleifen bei Telefonhotlines kostenfrei sein sollen. Aktuell ist es nach Aussagen der Grünen so, dass durchschnittlich 22 Euro für nichts ausgegeben werden.
Die Ablehnung der Regierung bedeutet eine Abkehr des Leistungsprinzips. Erhält man eine Leistung, war es bisher selbstverständlich, dafür zahlen zu müssen.
Nun darf man auch für keine Leistung bezahlen. Ein tolles Wirtschaftskonzept und eine Einladung, die Warteschleifen noch auszubauen.
Und es zeigen sich hier noch mehr Konzepte: Die Supermärkte könnten doch Eintritt verlangen. Nach Zeit gestaffelt. Ein Rundgang ist nur mit Korb möglich, die Anzahl der freien Körbe wird natürlich drastisch reduziert und die Einkäufer bis zum nächsten freien Korb in einer Warteschleife geparkt...
Tolle neue Wirtschaft... 
Nun ist die Katze aus dem Sack!
Was eh schon alle wußten, die CDU will nach der Wahl massiv an der Erhörung der Steuerbelastung arbeiten.
Warum, ist völlig klar: Das extrem kostenintensive Agieren des Staates in der Wirtschaftskrise, verlangt nach neuen, frischen Mitteln. Und am einfachsten erhält man diese über Steuererhöungen.
Um das einmal festzuschreiben: Die kapitalistisch funktionierenden Unternehmen sind defakto Pleite. Sie schreien nach Hilfe, Hilfe vom Staat. Und wenn der Staat diese Hilfe nicht gewährt, müßten die Arbeitnehmer im großen Umfange entlassen werden. Das ist Erpressung, mindestens aber Nötigung. Doch ist einer der Konzernlenker deshalb in den Knast gewandert? Natürlich nicht. Im Gegenteil, der Staat schob den milliardenschweren Unternehmen eine Milliarde nach der anderen in den Arsch! Und diese Ärsche sind das sprichwörtliche bodenlose Loch, kennen wir ja aus bekannten Tex-Avery-Cartoons.
Die Unternehmen erhalten also Milliarden als Hilfe, nach dem sie vorher Jahre lang gute Gewinne an ihre Anteilseigner ausgeschüttet hatten.
Um die immensen Forderungen der Unternehmer zu erfüllen, greift der Staat frech in die Taschen der Steuerzahler, denn die können leider nicht mit einer Erpressung kontern, z.B. in der Art von: Keine Steuererhöhung oder wir zahlen keine Steuern mehr. Denn hier fackelt der Staat nicht lange: Ab ins Loch! Vermutlich ist dieses ebenfalls ohne Boden.
Also, statt sich das Geld bei den schwerreichen Eigentümern zu holen, bedient man sich beim Untertan, pardon, wir leben in einer Republik, also beim dummen Steuervieh.
Was gibt es für Pläne?
1. Mehrwertsteuer rauf auf 25%
2. Abschaffung des verminderten Steuersatzes auf z.B. Lebensmittel.
3. Erhöhung der Sozialbeiträge (Arbeitslosen- und Rentenversicherung, Krankenkassenbeiträge)
Ich hätte auch noch ein paar Vorschläge:
4. Erhöhung des Solidarzuschlages auf 20%. Ist doch nur folgerichtig, da Gewinne privatisiert und Verluste solidarisiert werden, kann man dazu den Soli erhöhen.
5. Noch besser ist jedoch, den Samstag wieder als normalen Arbeitstag einzuführen. Die tägliche Arbeitszeit wird per Gesetz auf 10 Stunden festgelegt. Urlaub gibt es noch 12 Arbeitstage. Feststehende Feiertage werden auf den jeweils folgenden Sonntag gelegt (1. Mai, 3. Oktober). Christie Himmelfahrt, Ostermontag, Pfingstmontag, Fronleichnam, Reformationstag, Allerheiligen, Heilige drei Könige und Weihnachten werden abgeschafft. Und die Rente gibt es erst mit 75. Da sowieso niemand mehr das Rentenalter erleben wird, werden die Rentenbeiträge unmittelbar in die Erhöhung der Politikerdiäten investiert.

Völker hört die Signale! Auf zum letzten Gefecht!
 
Die mittlerweile in Gang kommende Diskussion, ob Mehdorn Anspruch auf Vertragserfüllung (aus monetärer Sicht) hat oder nicht, war vorhersehbar und damit vermeidbar.
Durch die Reihen nahezu aller Parteien wurde der Ruf laut, Mehdorn könne doch nicht, er soll doch, er darf nicht etc. Anspruch auf sein vertraglich ihm zustehendes Honorar anmelden.
Warum eigentlich nicht?
Wenn Angestellten ihr Arbeitsvertrag gekündigt wird, bekommen diese meistens eine Entschädigung. Dies ist gängige und übliche Praxis.
Wird das plötzlich anders, nur weil der Betrag u.U. in die Millionen geht? Vor Unterzeichnung wurde ein Vertrag aufgesetzt, wenn eine Seite vergessen hat, angemessene Ausstiegsklauseln festzuschreiben, dann muß das die andere Vertragsseite absolut nicht interessieren.
Wenn in Mehdorns Vertrag nichts zum Thema vorzeitiger Vertragsauflösung enthalten ist, muß die Deutsche bahn zahlen, im ungünstigen Fall die gesamte Summe bis zum regulären Vertragsende.
Ist bei Leasing-Verträgen übrigens nicht anders. Der Leasinggeber hat hier Anspruch darauf, die gesamte Summe vom Leasingnehmer zu erhalten, selbst wenn der seinen Vertrag schon nach nur einem Bruchteil der Laufzeit beenden will. Allenfalls einen Zinsvorteil muss der Leasinggeber berücksichtigen.
Mehdorn verlangt nur das, was ihm nach seinem Vertrag zusteht. Da können die Bundesneidhammel jammern wie sie wollen!
Dabei sollte die Chance genutzt werden, um zu schauen, was im Vertrag des neuen Bahnchefs enthalten sein wird! Offensichtlich wird man auch hier erst reagieren, wenn das Kind wieder in den Brunnen gefallen is, wenn der Vertrag mit potentieller Millionenabfindung unterzeichnet ist. Die Bahn scheint es ja zu haben!
Hartmut Mehdorn hat seinen Rücktritt angeboten. Die Bahn kommt, doch in Zukunft wohl ohne den Chefsanierer der Deutschen Bahn, der das provinzielle, miefige Unternehmen Deutsche Bundesbahn zu einem herausragenden deutschen Staatskonzern wandelte.
Die neue Spitze soll aller Wahrscheinlichkeit eine sogenannte Doppelspitze werden. Die Politik möchte sich wohl nicht noch einmal mit einem unbequemen, Einzelkämpfer herumärgern müssen.
Der ganze Hickhack um Mehdorn ist jedoch auch beredetes zeichen dafür, daß sich die Staat, besser die Politiker, aus der Führung von Unternehmen heraushalten sollten. Denn wohin staatliche Eingriffe und Steuerungen führen, kann man ganz eindeutig an der Bankenmisere sehen. Denn in erster Linie haben sich staatliche Banken unter den Rettungsschirm geflüchtet.
Doch insbesondere die Bahn brauchte einen Arbeiter wie Mehdorn, der den Karren, pardon, die Bahn, aus dem Dreck zerrte, wohin staatliche Misswirtschaft das Unternehmenerst brachte! Eine Doppelspitze mit den zwangsläufigen Kompetenzstreitereien werden die Beissfähigkeit des Konzerns sicher stark beeinträchtigen. Möglicherweise ist mit dem Weggang von Mehdorn die Privatisierung der Bahn endgültig zuden Akten gelegt. Ein richtiges Interesse der Politik war eigentlich nie zu sehen. Man schielt vielmehr auf die Umsätze und potentiellen Gewinne, dabei vergessend, dass diese nur mit einer frei agierenden Konzern-Spitze eingefahren werden kann.
Die Bundesanstalt für Arbeit kann keine guten Märzzahlen melden. 3.55 Mio Menschen waren ohne Job. Während in den letzten drei jahren die Zahlen von Februar auf März geringer wurden, blieben die Arbeitslosenzahlen leider stabil. Und das ist auch schon die gute Nachricht. Noch trotzt der sogenannte Arbeitsmarkt dem wirtschaftlichen Abschwung.
Allerdings zeigt das Verharren auch, daß es dieses Jahr wohl keinen Frühjahrsaufschwung geben wird.
Denn durch den rasanten Anstieg der Kurzarbeiterzahlen, wird die Arbeitslosenstatistik auch etwas geschönt.

Januar 2012

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