Neues in der Kategorie Kunterbunt

Können Sie es auch schon nicht mehr hören?

Wulff hat dieses, Wulff hat jenes...

Und die Scheisshauszeitung mischt kräftig mit. Lanciert von hinten, aus der Deckung heraus, tut die BILD das, was sie am besten kann: mit Dreck werfen.

Wulff hat also einen Kredit zu besonders günstigen Bedingungen bekommen? Wulff hat reiche Gönner, die ihm Urlaubsreisen spendieren?

Wulff muss sich öffentlich erklären, muss Zeugnis ablegen, muss sich öffentlich richten lassen wie ein Schwerverbrecher.

Politische Schwarzgeld-Verbrecher, Pistenraudis mit Todesfolge, Plagiateure... Sie alle mussten sich weniger mit Schmutz bewerfen lassen, als unser Bundespräsident.

Und an der Spitze der moralisch Anständigen steht ein Blatt, dass als Sinnbild des primitivsten Boulevard-Journalismus gilt. BILD hat schon mehr als einen Menschen ins öffentliche Aus geschubbst. BILD nimmt es selbst mit der Wahrheit nicht unbedingt so genau, wie die Recherchen des Bildblog belegen.

Und das ist in Deutschland die neue Hüterin für Recht und Moral?

Ich glaub, ich muss gleich kotzen!

Interessiert eigentlich, was in der sogenannten Kreditaffäre wirklich gelaufen ist? Nein. Uninteressant. Hauptsache es wird mit Dreck geworfen und es kann ein Mensch ruiniert werden. Und die Öffentlichkeit schaut gierig zu. Voyeurismus, purer blanker Voyeurismus. Die Menge will Blut sehen.

Wulff soll bluten. Solange bis nichts mehr geht.

Wulff ist doch schon längst nicht mehr wichtig. Ein kleiner Emporkömmling, der plötzlich mit den Großen spielen durfte und nicht bemerkt hat, dass er zum Clown degradiert wurde. Ein Clown, dem von der Bundeskanzlerin persönlich die Clownsnase aufgesetzt wurde.

Denn eines ist doch klar: Wulf wurde auf den unwichtigen Posten eines Bundespräsidenten abgeschoben. Denn wer einmal Bundespräsident war, ist politisch verbrannt, für immer. Das mussten auch die Liberalen merken, als Heuss Präsident wurde und er danach nie wieder für die FDP tätig werden konnte.  Oder Weizsäcker, der für die CDU verloren war.

Eine Frage gilt es nach der aktuellen Schlammschlacht noch zu klären: Wozu brauchen wir also einen Redenschwinger? Denn nichts anderes ist der Bundespräsident. Er soll moralische Instanz sein. Soll mahnend das Wort ergreifen. Doch was verleiht dem Bundespräsidenten wirklich Macht? Das Amt? Oder doch eher die Person?

Dass es nicht das Amt sein kann, sehen wir an Wulff. Brauchen wir also das Amt des Bundespräsidenten?

Nein.

Sparen wir uns die knapp 200.000 Euro + Dienstwohnung + Dienstwagen, die jeder Bundespräsident jährlich bis an sein Lebensende bekommt.

Moralische Kompetenz braucht kein Amt. Moralische Kompetenz braucht Integrität.

Und lassen wir die BILD dort, wo sie am besten aufgehoben ist: im Fäkaliendreck, den sie selbst tagtäglich produziert.

Warum soll die Bundesrepublik nicht den gleichen Weg beschreiten, den die andere deutsche Republik schon einmal beschritt: Die Abschaffung des Präsidenten.

Der Präsident ist tot! Er ruhe in Frieden.  
...das Warum und Wieso kann zwar niemand schlüssig erklären, und nein, das der Maya Kalender endet, ist kein Argument, denn das trifft auf 99% aller verkaufter Kalender zu, sie enden am 31.12.,aber sei es drum.

Allen Lesern ein gesundes Neues Jahr.

2012 ist neben dem Weltuntergang ein Jahr in dem sich viel ändert.

Aufgelistet wird das hier aber nicht, weil das meiste in ein paar Tagen eh vergessen ist.

Eines haben die Deutschen aber nicht vergessen, dass es einmal die D-Mark gab. Vor genau 10 Jahren war es damit zu Ende und trotzdem rechnen die Deutschen immer noch alles vom Euro in die alte Währung um. Es ist ja auch ungeheuer beruhigend, sich über die überall gestiegenen Preise mokieren zu können.

Doch es ist ein Grundpfeiler in unserem Wirtschaftssystem, dass alles teurer wird bzw. die Währung sukzessive an Wert verliert (man schätzt, alle 20 Jahre halbiert sich der Wert der Währung). Durch die Verteuerung soll verhindert werden, dass Geldreserven angelegt werden. Denn Geld soll nicht gespeichert sondern ausgegeben werden. Wird Geld in großem Umfang gehortet, wird dieses dem Wirtschaftskreislauf entzogen, mit dem Resultat, das produzierte Waren nicht verkauft werden, die Arbeiter dann weniger oder keinen Lohn mehr bekommen, weniger kaufen können, damit noch weniger verkauft wird und die Arbeiter...

Sparen ist böse. Also raus mit dem Geld. Kaufen, konsumieren. 3D-Fernseher sind gerade günstig zu haben.

Je schneller das Geld ausgegeben wird, um so länger hat man was davon, denn am 23.12. ist Schluss.

RUMMS. KRACH. ZISCH: KAWUMM. Die Welt wird untergehen, auf die eine oder andere Weise.

Wer übrigens der Meinung ist, dass das Ende schon zwei Tage früher kommen soll, der hat die diversen Kalenderreformen nicht mit einkalkuliert.

Aber die zwei Tage machen den Kohl nun auch nicht fett. Und wie bei allen Prophezeiungen, sie sind doch eher ein schwammiger Bereich. Interpretationsbedürftig. Auslegungsfähig. Humbug.

Darauf noch ein Glas Sekt, ok, Orangensaft. Alkohol zerstört ja bekanntermaßen die Gesundheit. Was man aber auch ohne Alkohol schafft. Also ist auch das eigentlich egal. Wie so vieles, was sich 2012 ändert.

Aber das interessiert immer noch niemanden.
An einer Schule im Kreis Landsberg, Freistaat Bayern, gibt es eine Schülerzeitung. Zumindest gab es einmal eine, seit gut einem Jahr ist diese aber nicht mehr erschienen.
Also denkt sich der 12jährige Stephan, dass hier etwas getan werden muss.
Er scharrt Gleichgesinnte um sich und veröffentlicht mit dem Segen seiner Direktorin die erste Ausgabe.
Doch bevor die zweite Erscheinen kann, zieht die Direktorin ihr Einverständnis zurück, schließlich gäbe es ja schon eine Schülerzeitschrift. Folgerichtig verbot sie das neue Heft.
Stephan wollte sich dies natürlich nicht gefallen lassen, und wandte sich an die Junge Presse Bayern. Doch die Direktorin, die das Kultusministerium hinter sich hatte blieb stur. Eine Kommunikation mit dem Schüler schlug sie aus, im Gegenteil, durch seine Mails störe er den Schulfrieden. Es bleibt dabei, die neue Zeitung darf an der Schule nicht vertrieben werden.
Erst als ein Anwalt eingeschaltet wird und eine einstweilige Anordnung erlassen wird, gibt sie nach.
Im Beschluss heißt es: Ein freie Schülerzeitung brauche für die Produktion keine Genehmigung der Schulleitung, damit keine irgendwie geartete Zensur stattfinden kann.
Das die Direktorin Margot Honecker heißt und Bildungsministerin der DDR war oder mit ihr verwandt ist, ist allerdings nur ein Gerücht, allerdings aufgrund der Tatsachen erschreckender Massen ein recht glaubwürdiges...
Womit sich die Politik beschäftigen muss...

Es war einmal vor langer langer Zeit.
Da lebten in Deutschland noch Hexen und Zauberer. Sie verfluchten die Menschen, zerstörten die Ernten, quälten die Menschen mit Krankheiten, trieben Unzucht mit den teuflischen Scharen.

Die Menschen waren verdorben und nur eine Institution hatte diesem Unwesen den Kampf angesagt.

Die Kirche.

Die Kirche ging streng und unerbittlich gegen Alle vor, die auch nur im Verdacht standen, die dunklen Künste zu betreiben.

Auf dem Höhepunkt der Hexenverfolgungen starben allein in deutschen Ländern Millionen Menschen durch Denunziation.

Denunziation war ein einträgliches Geschäft, erhielt der Denunziant doch einen Teil des eingezogenen Besitzes der Hexe.

Um Geständnisse zu erhalten, wurde gefoltert bis... äh.... der Notarzt kam... In dem Fall wohl eher der Henker.

Was hat das nun mit aktueller Politik zu tun?

Das Düsseldorfer Rathaus war bis vor wenigen Tagen noch ein unerschütterlicher Wall gegen das bis heute offensichtlich existierende Hexenunwesen.

Denn der Kulturdezernent Lohe, CDU, lehnte einen Antrag ab, der zwei 1738 hingerichteten Hexen rehabilitiert hätte.

Die Düsseldorfer CDU hielt es für unstrittig, dass die beiden verurteilten Frauen, eine davon noch minderjährig,  in abergläubische Praktiken verwickelt waren. Auf den Scheiterhaufen. Laßt lodern die Flammen!

Doch glücklicherweise schien man sich in der CDU kurz darauf eines Besseren besonnen zu haben und will sich einer Rehabilitierung nun doch nicht verweigern.

Dieser Stimmungsumschwung rief nun jedoch die katholische Kirche auf den Plan, in Form des Diplom-Theologen Bernhard Meisen.

Meisen ist der Meinung, dass das damalige Urteil nach damaligen Rechtsnormen völlig in Ordnung gewesen sei. Eine Rehabilitierung würde nun seinen katholischen Glauben in elementaren Teilen in Frage stellen und einen Angriff auf die Religionsfreiheit bedeuten. Er hält es weiter für unstrittig,  dass die beiden Frauen Hexen gewesen seien. Was ja auch die unter Folter erpressten Geständnisse eindeutig belegen... Gerade in der heutigen Zeit eine bemerkenswerte Sichtweise. Erschwerend kommt laut Meisen noch hinzu, dass sich die beiden Frauen auch eine sexuelle Ungeordnetheit vorwerfen lassen mußten.

Meisen drohte Klage an. Denn die Rehabilitierung würde das neue Testament und den Apostel Paulus kritisieren, die die Basis für das damalige Handeln bildeten.

Zur Ehrenrettung für Herrn Diplom Theologen Meisen sei aber noch erwähnt, dass auch er die Verbrennung als übertriebene Rechtsfolge ablehnt. Es dürfte sich aber als schwierig herausstellen, die beiden Hexen nachträglich zu gemeinnützigen Arbeiten heranzuziehen, um ihre Verbrechen zu sühnen.

Zum Glück hat die Politik nichts wichtigeres zu tun, wie vielleicht den Euro zu retten oder einen Atomkrieg im mittleren Osten zu verhindern...   
Der Gemeinderat von Schwäbisch-Gmünd rief im Internet dazu auf, dem Tunnel der zur Ortsumfahrung gehört, einen Namen zu geben. Internet-Aktivisten wollten diese Chance nutzen und pushten ihren Favoriten, Bud Spencer.

Da der Aufruf zur Namensgebung in irgend einer Art und Weise mit dem Ort verbunden sein sollte, gruben die Initiatoren der Initiative sehr tief in der Ortsgeschichte und fanden heraus, dass Bud Spencer in den fünfziger Jahren im örtlichen Freibad geschwommen ist. Bud Spencer war Schwimmer und gewann die italienischen Meisterschaften sieben Mal in Folge!

Nun hat sich der Gemeinderat entschieden. Nicht der Tunnel, sondern das Freibad werden den Namen des Schauspielers tragen.

Damit befindet sich Spencer wieder auf Augenhöhe mit seinem damaligen Filmpartner Terence Hill: nach diesem ist im sächsischen Lommatzsch ebenfalls ein Freibad benannt. 

Mittlerweile ist einige Zeit ins Land gegangen. Zeit, Facebook etwas kennenzulernen.

Einen Teil der Faszination stellen die Anwendungen von Facebook dar. Dort im besonderen die Spiele. Hier habe ich mich einfach nach dem leiten lassen, was viele andere so toll fanden.

Und genau das läßt mich am menschlichen Geschmack zweifeln. Denn die meisten der Spiele sind einfach nur schlecht. Optisch, akustisch, inhaltlich. Innovationen? Fehlanzeige. Nichts, was es so nicht bereits vor Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten bereits gab.

Der einzige Vorteil gegenüber Spielkonsolen oder dem PC: Die Spiele sind kostenlos. Zumindest grundsätzlich.

Andere Anwendungen, Horoskop, Glücksnuss oder dergleichen sind einfach nur überflüssig. Machen am Anfang vielleicht Spass, sorgen sicherlich für Ablenkung. Mehr aber nicht.

Kann man machen, kann man aber auch sein lassen. Jedem, wie es ihm gefällt.

Wichtig für Facebook sind die sogenannten Freunde. Und hier kann man durchaus verloren geglaubte Bekannte wiederfinden. Nervig wird es dann, wenn Freunde der Freunde meinen, sich mit einem selbst ebenfalls befreunden zu wollen. Offensichtlich läuft ein facebookweiter Wettbewerb, wer die meisten Freunde findet. Und hat man einen neuen Freund gefunden, geht man als erstes die Freundesliste des neuen Freundes durch und schickt Freundesanfragen los. Ob man die Leute kennt, ist da völlig irrelevant.

Da die Freunde dann Statusinformationen veröffentlichen, Links teilen, Videos verteilen, zum Spielen auffordern, Beiträge anderer kommentieren, wird die Liste mit Informationen länger und länger.

Und nach ein paar Tagen merkt man, das ist alles so uninteresant. Denn wozu sollte man wissen, dass der andere heute auf einem Konzert war, 2 kg Marmelade eingekocht hat, ein neues Bild malte, in der Eisenbahn sitzt, keine Lust zum Aufstehen hat?  

Dazu kommt die permanente unterschwellige Gefahr, das man nicht mehr Herr der eigenen Informationen ist.

Das alles muss unweigerlich zum Schluss führen, Facebook den Rücken zu kehren. Doch das ist einfacher gesagt als getan.

Den Löschen kann man seinen Account nicht, nur deaktivieren. Und diese Deaktivierung wird augenblicklich aufgehoben, sobald man sichmal wieder anmeldet.

Am sichersten ist es, wenn man seine Komentare, Meldungen etc. einfach löscht und in den Kontoeinstellungen die Rechte extrem restriktiv setzt (heisst dort: "NUR ICH"). Danach deaktiviert man sein Konto und ruft Facebook nie wieder auf.

Vorsicht vor dem "GEFÄLLT MIR"-Button. Klickt auf einen solchen, würde man vermutlich sein Konto wieder aktivieren.

Schlussendlich gilt: Einmal Facebook, immer Facebook. Richtig raus kommt man nie mehr!

Wer keinen ganz so rabiaten Schlusstrich ziehen möchte, sollte sich bei allem, was man bei Facebook so machen kann, mehrmals überlegen, ob man das wirklich über sich preisgeben möchte. Jeder Mausklick wird registriert und konkretisiert die Informationen die Facebook sammelt.

Und über eines muss man sich immer klar sein: Gibt man einmal Daten bei Facebook ein, hat man die Hohheit über diese Daten aus der Hand gegeben. Eine Kontrolle, was mit den Daten weiter passiert, hat man nicht mehr. Man ist der Gnade von Facebook ausgeliefert.

Im Zuge des Börsenganges ist übrigens jeder deutsche Facebook-Teilnehmer geschätzte 200 Euro wert.

Schon deshalb sollte man sein Konto deaktivieren.  

Der letzte Artikel, es ging um den Unfall auf der B1, hat einen kuriosen Dialog auf Fratzenbuch hervorgerufen, der der Welt nicht vorenthalten werden soll.

Hintergrund: Artikel von Philippinenhof.net werden auch über Facebook (deutsch: Fratzenbuch) verbreitet.

Das ganze sieht so dort so aus:

Am 15.6. ereignete sich am Mogen auf der B1 kurz vor Tasdorf ein schwerer Verkehrsunfall. Ein Kleinlaster wollte aus einer Werkseinfahrt auf die B1, übersah einen leeren Sattelschlepper und wurde dabei von der Fahrbahn geschoben. Dabei geriet der Sattelschlepper in den Gegenverke


User A interessiert wohl höchstens ortsansässige oô ·
 
User B Was steht denn als Unterschrift des Zeitungsnamens? "Zeitung für das Oderland" :-)
 
User A Facebook hingegen vernetzt die Welt ;P
 
User C Und das Oderland ist der Nabel der Welt! Wer das nicht weiss, ist von Gestern. So! Basta! :-) 
 
User A ‎*witzfigur auslach*
 
User A Deshalb kennt auch die ganze Wellt euer Frankfurt :P
 
User C Ja. Genau!
 
User A Nenn mir doch mal 5 Großstädte von dort.
 
User C Müncheberg, Seelow, Strausberg, Frankfurt, Alt Landsberg
 
User C Und falls Du die ganz verzweifelt suchst, hier ein Link um die Bildungslücke zu schliessen: http://www.maerkisch-oderland.de/
 
User A Ich halte dagegen und biete: http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrgebiet
 
User C Und was ist an zu betonnierten Stadtwüsten erstrebenswert?
 
User C Nicht von ungefähr kommen die hässlichsten Städte Deutschlands aus dem Pott.
 
User C Ausserdem geht im Osten die Sonne auf!
 
User C ‎:-) 

User A Und lang will sie da nicht bleiben. ;P
 
User A Damit ihr euch schnell wieder im dunkeln verstecken könnt :D
 
User C Sie geht auf, erfreut sich am schönen Morgen, geht gen Westen, sieht das Elend und hat nichts besseres zu tun, als unterzugehen :-)
 
User C Komisch. Rumpfdeutschland-West hiess auch mal Dunkeldeutschland.
 
User C Warum wohl?
 
User A Weil dort gearbeitet wurde um euch n Dach überm Kopf zu bauen. ;P
 
User A: Wasser abpumpen und so :P

Der Finanzminister weiß eigentlich wie man sparen muss.

Er weiß aber auch, wie man Geld ausgibt, manchmal sogar sinnlos ausgibt und dabei auch noch schön die Umwelt verpestet.

Der Finanzminister ist ein viel beschäftigter Mensch.

Wenn er Feierabend hat und wegen des Pfingstwochenendes nach Hause will, dann soll er das durchaus auf eine schnelle und bequeme Art tun. Er entschied sich letzten Freitag für einen Linienflug mit Airberlin.

Doch dabei hat er sich streng nach den Flugplänen zu richten. Und da er weiß, das es länger dauert, bevor er und sein Rollstuhl in der Kabine platznehmen kann, muss er entsprechend früher zum Check-In erscheinen. Es kann schließlich nicht sein, dass andere Menschen wegen ihm ihre Anschlussflüge verpassen oder später als geplant in ihr wohlverdientes Pfingstwochenende gehen können.

Sind Flugverspätungen schon ärgerlich, sind es unnötige Kosten noch viel mehr.

Schäuble will natürlich auch zuhause nicht auf seinen gewohnten Komfort verzichten.

Also schickte er seine beiden gepanzerten Limousinen aus Berlin vorraus, damit diese ihn bereits am Flughafen Karlsruhe-Baden-Baden erwarten können. Zweimal die Luft verpestet. Ganz toll Hr. Schäuble!

In Baden-Baden gibt es natürlich keine geeigneten PKW für Sie, alles klar!
Wenn Facebook glaubt, mich ausgrenzen zu können, muss es schon härteres Geschütz auffahren (vgl. Facebook grenzt aus). Auch ein Ron kann sich überwinden und zum korngesunden Landkaffee mutieren.

Gegen eine solche Plörre hat Facebook nichts. Und Ron kann, wie weiland der olle Boris, rufen, "Ich bin drin".

Das Erste war nun, das fehlende w wieder heran zu organisieren. Am einfachsten durch Namensänderung.

Tja, so blöde ist dann nicht mal das Fratzenbuch. Mein zusätzliches w ist einfach nicht zugelassen. Dann halt mit der Hilfskrücke Namenszusatz. Hier war Carow dann erlaubt. Immerhin gab es beim Versuch der Namensänderung die Möglichkeit Facebook zu kontaktieren und mittels Ausweiskopie zu belegen dass an den Namen unbedingt ein Dabbelju gehört. Soll'n sie es sich doch vom alten Schorsch holen, der hat sich doch eh schon fast tot gesoffen und dabei Tränen der Rührung vergossen, als sie den ollen Laden platt gemacht haben. Sozusagen als Rache für die verlorenen zwei Türme. Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden.

Das erste, was man beim Fratzenbuch ändern sollte, sind die Einstellungen, wer wann was und wie viel erfahren darf.

Selbst wenn man nicht die Absicht hat, überhaupt etwas in Facebook zu veröffentlichen, muss man einige Einstellungen mit schärferen Restriktionen versehen.

Denn wen gehen schon die Freundeslisten etwas an?

Freunde sind ein weiteres Stichwort.

Unmöglich, wie bei Facebook der Begriff Freunde verwässert wird. Nach dem die eigene Frau, selbst glühende Anhängerin des Fratzenbuches, ein paar Personen als Freunde empfohlen hat, begann ein quasi Selbstläufer. Denn diese Leute kannten wieder Leute, die irgendwann einmal von einem gehört hatten und deshalb sich selbst als Freund anboten.

Ich gebe es nur ungerne zu, aber es ist erstaunlich, faszinierend und unheimlich wie plötzlich Personen auftauchten, die man vor zich Jahren das letzte mal gesehen oder gesprochen hatte. Und es kann sogar Spass machen, bei den anderen zu stöbern. Das muss der kleine Voyeur in einem sein.

Aber eines ist Fakt. Facebook kostet Zeit, richtig viel Zeit!

Und eindeutig, man ist alles, aber nicht mehr frei...
  
Alle Welt ist bei Facebook, sogar Philippinenhof.net.

Doch wieso ist dieser Dienst so attraktiv, wieso zieht er die Massen so magisch an? Und das trotz Datenskandalen ohne Ende?

Es wird Zeit für einen Selbsttest. Denn bisher konnte mir niemand wirklich erklären, wieso Facebook so toll sein soll. Das meist gehörte Argument, da könne man mit seinen Freunden in Kontakt bleiben, ist nicht wirklich zugkräftig. Denn um sich mittels textlichen Äußerungen auszutauschen, gab es Jahrzehnte vorher bereits eine Erfindung namens E-Mail.

Aber möglicherweise kann die Generation Facebook ein E-Mail-Programm gar nicht mehr bedienen. Zumindest könnte man dies glauben, wenn man weiß, wie viele Menschen sich bei Facebook anmelden.

Sie tippen doch tatsächlich "facebook" bei Google ein und klicken dann auf den ersten Link der ihnen präsentiert wird.

Hallooooo? Niemand zu Hause? Wieviel schwerer ist es, statt im Google-Suchfenster gleich in der Adresszeile hinter facebook einfach noch ein ".de" zu tippen?

Kam bei älteren Semestern auf die Frage, welches Betriebsystem sie verwenden noch wie aus der Pistole geschossen die Antwort "Winword", scheint heute das Internet auf Google als Einstieg und dann Facebook reduziert zu sein.

Internet=Facebook.

Genau wie man früher unbedingt ins Internet wollte und Internet=WWW war, muss man heute, um nicht den Anschluss zu verlieren, unbedingt bei Facebook angemeldet sein. 450 Mio Menschen, davon 20 Mio Deutsche, können einfach nicht falsch liegen.

Also flugs in Google "facebook" eingetippt und den erst besten Link angeklickt.

Der Registrierungsdialog scheint einfach zu sein.

Vorname und Nachname eingetippt, zweimal möglichst die gleiche E-Mail-Adresse (offensichtlich kommt auch Facebook ohne diesen Internet-Ur-Dienst nicht aus), Geschlecht auswählen, es gibt nur die Möglichkeit männlich oder weiblich auszuwählen und zum Schluss noch das Geburtsdatum Das älteste mögliche Geburtsdatum ist übrigens der 1. Januar 1905. Damit scheiden aktuell ca. 7 Menschen als potentielle Mitglieder aus.  .

Ein Klick auf den Button Registrieren und man sollte "drin" sein.

Pustekuchen.

"Unser automatisches System lässt diesen Namen nicht zu. Falls du meinst, dass dies ein Fehler ist, kontaktiere uns bitte."

Mal abgesehen von der Tatsache, das man ungefragt vom Betreiber geduzt wird, bringt ein Klick auf oben genannten Link nur ein paar Fragen mit zugehörigen Antworten auf den Schirm.

Die Antworten sind ziemlich sinnlos, bedenkt man die Generation Nickname (0Spitzname), vielleicht doch naheliegend:
 
  • Du musst deinen vollständigen Vor- und Nachnamen angeben. Initialien dürfen nicht anstelle Deines vollständigen Namens verwendet werden. Spitznamen können angegeben werden, wenn diese eine Variation deines Vor- oder Nachnamens sind, jedoch nur im Format „Vorname 'Spitzname' Nachname".
  • Dein Name darf nur Zeichen einer einzigen Sprache enthalten.
  • Dein Name darf keine Titel, Symbole, Nummern, ungewöhnliche Großschreibung oder Satzzeichensetzung enthalten.
In dem folgenden Text ist ein Link verborgen, bei dem man sich per Mail anmelden darf. Könnte man glauben.

Man bekommt dann eine E-Mail mit einem Link, der etliche unverständliche Codefolgen enthält.

Doch wenn man glaubt, das war es dann und man ist endlich im gelobten Land, der irrt, geöffnet wird nur ein Fenster mit unserem bereits sattsam bekannten Anmeldedialog.

Das Ausfüllen endet natürlich mit der gleichen Fehlermeldung.

Ausgesperrt.

Facebook will mich nicht.

Doch nun ist der Ehrgeiz geweckt. Am Vornamen liegt es nicht, der Nachname ist der Böse. Lässt man dort das w weg, funktioniert die Anmeldung.

Aber ich muss natürlich auf meinem w bestehen, ich bin schließlich kein Kaffeesurrogatextrakt, auch als korngesunder Landkaffee bekannt!

Ich fühle mich ausgegrenzt.

Oder bin ich einfach nur frei?

Kaum ist das Wetter gut, stehen wieder die weiblichen Angebote an der B1, ziemlich genau zwischen Müncheberg Stadt und Bienenwerder und warten auf den Gebrauch.

Im Gegensatz zu den letzten Jahren, wo die Prostituierten direkt in Bienenwerder ihre Dienste anboten, ist die Spielwiese dieses Jahr offensichtlich etwas näher zur Stadt hin verlegt.

Das ist gut, das reduziert den Kohlendioxid-Ausstoß, da man nicht mehr so weit fahren muss. Die grüne Umweltplakette gibt es jedoch erst, wenn Mann seinen Müll fussläufig abkutschieren kann!

Allerdings dürfte die Stadt darüber nicht erfreut sein. Wie weiland im Mittelalter, als die Butterfrauen ihre Butter nur ausserhalb der Städte verkaufen durften. Und erst als der Feind vor den Toren stand, durften die Butterfrauen die innerstädtischen Marktplätze belegen.

Unter Umständen kommt daher auch die Redensart "Nu lass mal die Butter bei die Fische!".  

Unlängst soll indischen Wissenschaftlern (?) der Nachweis gelungen sein, dass in Homöopathischen Tinkturen der ursprüngliche Wirkstoff in Nanopartikelgröße vorhanden sein soll.

Das besondere daran, dass diese Partikelkonzentration nicht weiter verdünnbar sein soll, egal wie weit die sogeannte Potenzierung getrieben wird.

Soweit so Muschebuhbuh.

Was sind Nanopartikel?

Nanopartikel sind die ganz normalen Stoffe, aber nur sehr wenige Moleküle und/oder Atome "auf einem Haufen". Durch diese extreme Vereinzelung haben diese wenigen Teilchen andere chemische und physikalische Eigenschaften als wenn man diese Teilchen in einem sehr großen "Klumpen" hätte.

Anschaulich erklärt (Achtung! Bitte nicht Nachmachen!): Wir nehmen ein Kilo Mehl und halten an dieses Mehl ein Streichholz. Es wird ein wenig rauchen, etwas stinken aber ein Feuer will so richtig nicht entstehen. Wenn wir jedoch das Mehl über ein brennendes Streichholz pusten, macht es wuuuuuuusch. Stichflamme, vielleicht sogar eine Explosion. Je feiner der Mehlstaub ist, um so eindrucksvoller der Effekt. Hatte ich erwähnt, dass dieses Experiment nicht zur Nachahmung zu empfehlen ist?

Mit diesem Experiment kann man sehr schön den Unterschied zwischen einer Tüte Mehl und den Nanopartikeln Mehl erklären. Die Nanopartikel besitzen offensichtlich andere chemische/physikalische Eigenschaften.

Für die ganzen homöopathischen Schamanen und Geisterbeschwörern unter der Ärzteschaft ist die Botschaft aus Indien, dass sich in den homöopathischen Tinkturen Nanopartikel befinden, die Rettung im ewigen Kampf gegen das gegen sie verkündete Urteil "Homöopathie ist Bullshit". Denn nun mehr wird nicht mehr der (Große)Geist (Heya-Heya) der Wirksamkeit der auf das umgebende Wasser der Tinktur übertragen wurde als Heilquelle allein genommen, sondern auch die chemisch sich anders verhaltenden Nanopartikel. Und das tolle, egal wie sehr man potenziert, die Konzentration der Nanoteilchen nimmt nicht mehr ab.

Wie geht das denn?

Das kann man sich so vorstellen: Wir haben eine große Badewanne, am besten eine für zwei Personen, die ist komplett mit der Tinktur eines homöopathischen Mittels gefüllt. Durch die Hochpotenzierung (sprich gnadenlose Verdünnung) schwimmt genau noch ein Molekül (=Nanoteilchen) in der Wanne.

Was passiert nun bei einer weiteren Verdünnung? Wir potenzieren nun noch einmal um den Faktor 10.

Wir verteilen den Inhalt der Badewanne auf 10 weitere Wannen und füllen mit Wasser auf. Nun wird eine Nanopartikelanalyse gestartet. Und der Einfachheit nehmen wir an, in der ersten Badewanne finden wir wieder unser einsames Wirkstoffmolekül.

Als echter Homöopath wird der Analyst nun in frenetische Jubelrufe ausbrechen (Heya-heya, Heya-heya) und stolz in der ganzen Welt verkünden: Trotz Potenzierung hat sich die Verdünnung meines Nanoteilchens nicht verändert. ist das nicht toll? Ist das nicht wunderwunderschön?

Bei den restlichen 9 Badewannen ziehen wir in einem unbeobachteten Moment einfach den Stöpsel.

Doch der Inhalt unserer ersten Badewanne wird auf Flaschen gezogen und für 29,95 in den Apotheken verkauft.

Wenigstens ein Kunde wird Glück haben und das Fläschchen erwischen in dem unser immer noch einsames Molekül herumschwimmt. Und der wird jetzt wie von Geisterhand ganz ganz schnell gesund. Ein Triumph der Homöopathie!

Großer Geist und Nanoteilchen machen Bleichgesicht gesund. Howgh, ich habe gesprochen.

  

Ich entschuldige mich dafür, dass ich einen Teil der großartigen indianischen Kultur für diese Groteske zweckentfremdet habe.

 

Nachdem Philippinenhof.net auch auf Facebook präsent ist, neue Meldungen laufen auf der Facebook-Hauptseite durch, kommt mit Twitter das nächste Medium zur Reichweitenvergrößerung: http://twitter.com/#!/Philippinenhof

Nach jahrelangen Rechtstreit ist es endgültig entschieden. Die Namensgleichheit zweier Supermarktdiscountern hat ein Ende. Netto ist nicht mehr gleich netto. Schwarz gegen Rot. Scottie gegen die kleinen Preise.

Warum gab es überhaupt zwei gleiche Markennamen im gleichen Wirtschaftssegment?

Zum einen gibt es den NETTO Supermarkt der Dansk Supermarked Gruppen, im Volksmund auch Dackelnetto wegen des schwarzen Hundes mit Einkaufskorb im Maul genannt und zum anderen den Netto Marken-Discount der Edeka-Gruppe.

Insbesondere in Müncheberg sorgte das direkte Nebeneinander existieren beider Supermärkte für regelmäßig irritierte Kunden, die mit dem Prospekt des einen Marktes im anderen Markt die billschen Sonderschnäppchen suchten.

Schon früh rasselten beide Unternehmen aneinander. Doch man schaffte es, sich zu einigen. Der Dackelnetto blieb auf Norddeutschland begrenzt und der rote Netto im schwarzen Bayern. So durften beide Supermärkte ihre Namen behalten.

2004 wurde Netto (rot) von Spar übernommen und ein Jahr später an Edeka verkauft. Und Edeka wollte expandieren und schickte seinen roten Netto auf Einkaufstour. Netto übernahm den Discounter Kondi, dessen Warensortiment schnell zugunsten des roten Sortiments eingestellt wurde. Mit dem Sortiment verschwand auch der Markenname Kondi und wurde durch Netto ersetzt. 2007 übernahm Netto den Markendiscounter Plus.

Durch diese aggressive Expansion kam es immer öfter zu Reibereien mit Scottie. Der Dackelnetto pochte auf die gültigen Verträge. Und bekam jetzt recht. Netto (rot) muss sich bis Jahresende zumindest in Deutschland umbenennen.

Aus Netto wird Brutto, sickerte aus der Edeka-Konzernzentrale bereits durch. 

Durch den Erfolg ermutigt, will Scottie nun auch im Rest Europas den roten Netto zu einer Umbenennung zwingen.

Die Chancen stehen dabei ziemlich gut.

Allerdings hat Edeka noch einen Trumpf in der Tasche. Denn Scottie gehört nicht komplett den Dänen. 25% der Anteile entfallen auch hier auf die Edeka-Gruppe. Und Edeka hat bereits angekündigt, den Expansionskurs fortzusetzen. Es fehlen ja nur 25% + 1 Aktie, um die Umbenennung zu vermeiden. Wird am Ende Scottie aufgefressen?

Viele Kommunen reagierten jedoch erleichtert auf das erlassene Urteil der Bundesverwaltungskammer (Az.: 104/2011 BVK). Denn auch hier war die Namensgleichheit vielen ein Dorn im Auge. Denn in den Bürgerämtern häuften sich ebenfalls die Beschwerden von Bürgern, die den Discountern unlauteren Wettbewerb vorwarfen, weil angeblich bei den Supersonderschnäppchen sowenig eingekauft wurde, dass schon bei Öffnung die Produkte im Markt nicht mehr zu finden waren.

Die Bürgermeisterin von Müncheberg, zum Thema Netto befragt, stellte den Standpunkt der Linken klar, auch hier will man mehr Netto vom Brutto!

Die Bundesregierung verhängte ein Kernkraftwerks-Moratorium. Wer nun Angst hat, dass über kurz oder lang alle 17 deutsche AKWs abgeschaltet und nach Afrika exportiert werden, denn in der Wüste fällt es nicht auf, wenn die Dinger hochgehen wie eine Rakete, kann mit diesem netten Bastelbogen sich sein eigenes kleines Kernkraftwerk bauen. 

Das Original ist ein Druckwasserreaktor mit einer Leistung von 1600 MWatt. Da die hier vorliegende Anleitung nur den Masstab 1:800 abbildet, reduziert sich die Leistung auf 2 MWatt, dies ist für einen Singlejahresverbrauch immer noch völlig ausreichend. Notfalls baut man sich halt zwei oder drei.

Allerdings sollte man nicht die vorgeschlagenen Materialien verwenden. Papier brennt dann doch zu leicht. Nimmt man jedoch Blei, Stahl und Beton, sollte die Selbstkonstruktion auch einem kleineren Erdbeben standhalten.

Die notwendigen Brennstäbe kann man sicherlich von libyschen Terroristen preiswert durch Selbstimport erwerben.

Die ausgebrannten Stäbe werden nachts heimlich im Garten vom Nachbarn vergraben. Er soll schliesslich auch etwas Spass an der Sache haben.

Also, gutes Gelingen beim Basteln und schickt mal Fotos von den fertigen Anlagen...

Das EU-Mitglied Rumänien wagte einen mutigen Schritt und erklärte Hexen und Magier zu legalen Berufen.

Durch die Berufsausübungsfreiheit in der EU darf sich nun auch in anderen EU-Ländern das magische Volk niederlassen und seine Dienstleistungen feilbieten: Ein Fluch hier und ein Zaubertrank dort. Ein Dekret zur Geheimhaltung gibt es übrigens nicht, weshalb auch Muggel, pardon, Nichtmagier, Kunden sein dürfen.

Doch warum ist gerade Rumänien so tolerant?

Nun, Rumänien ist stark verschuldet und bisher fielen Hexen und Wahrsager unter die Rubrik Sozial. Und soziale Tätigkeiten sind von der Einkommenssteuer ausgenommen. Um das Steuersäckel mit Galleonen, Knuts und Sickel, pardon, Euro, kräftig füllen zu können, wurde Magie zu einem legalen Beruf mit der Pflicht zur Einkommenssteuer.

Ein kluger Schachzug, denn die rumänischen Magier gehören in Rumänien mit 15.000 Euro Jahreseinkommen zu den Spitzenverdienern.

Doch in den Reihen der Hexen und Zauberer rumort es. Und die Angst unter den Parlamentariern wächst, eine ganze Reihe von Flüchen abzubekommen.

Protego Horribilis. Salvio Hexia.

Allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest. Auch wenn es dieses Jahr nur ein Wochenende ist, es ist Zeit einmal kurz zu verharren und die Hektik außen vor zulassen.

Es ist Winter, jede Menge Schnee auf den Hausdächern.

Zwischen Dach und Schnee schmilzt es, fließt ab, gefriert wieder und behindert weiteres abfließendes Schmelzwasser. Dieses sucht sich dann einen anderen Weg. Das Resultat: im Haus tropft es.

Also schaut man in seine Gebäudeversicherung, ob man gegen Schäden durch Schmelzwasser bzw. Niederschläge versichert ist.

Schnell den Versicherungsordner hervorgeholt und beruhigt stellt man fest, es ist die große Allianzversicherung, bei der man versichert ist. Ein weiter Blick verrät einem, es ist gar nicht so leicht aus einem relativ alten Vertrag herauszulesen, was denn eignetlich genau und wie versichert ist.

Also ruft man am besten bei der Allianz an, sicherheitshalber bei der Generalagentur, wo man annodazumal den Vertrag abgeschlossen hat, die müssen schließlich genau wissen, ob man gegen das blöde Schmelzwasser versichert ist.

Der erste Schock: Die Agentur heißt nicht mehr Ehser/Lehmann, sondern Ifland/Pauli. Naja, das ist ja eigentlich egal. Also dort angerufen und ein Herr Zeitsek steht für Fragen zur Verfügung.

Schnell ist gefragt, ob Schäden durch Schmelzwasser abgedeckt sind. Doch statt ein einfaches Ja oder Nein als Antwort zu geben, kommt die etwas flapsige Antwort, das steht alles im Versicherungsschein. Die kurze Entgegnung, den kann man nur noch schlecht lesen, erhielt man zur Antwort, den könne man bei der Allianz neu anfordern.

Die Krönung war jetzt aber der folgende Spruch: Und falls man das dann nicht lesen könne, müsse man sich eine Brille anschaffen!

Nun ja, es war wohl schon längst einmal fällig, alle Versicherungen genauer zu prüfen, ob es nicht Alternativen gibt. Zwischen Weihnachten und Neujahr ist eine gute Zeit dafür.

UPDATE: Der Sachbearbeiter hat sich mittlerweile mit einem trockenen Zweizeiler entschuldigt. Tief blicken läßt jedoch die Reaktion des Leiters der Generalagentur, Horst Ifland, auf die ins Haus geflatterten Kündigungen einer ganzen Handvoll von Versicherungen: Man habe den Vorgang [diesen Artikel - Anm. des Autors] den Anwälten zur Prüfung überlassen und sonst die Bearbeitung der Kündigungen den zuständigen Bereichen übergeben. Kein Wort der Entschuldigung oder gar der Einsicht, dass hier am korrekten Kundenumgang gearbeitet werden müsse. Vielleicht ist Arroganz nicht von ungefähr eine Verballhornung des Versicherungsnamens...

Während die Stadt ziemlich anonym ist, je mehr Wohneinheiten das Haus hat, um so anonymer wird es, ist es auf dem Lande (oder in Vororten) wesentlich kommunikativer.

Den Nachbar grüßen? In der Stadt oft die Ausnahme, grüßt man auf dem Lande vorsichtshalber jeden, den man auf der Straße antrifft, ist der Abstand etwas größer, möglichst wild mit den Armen fuchtelnd, damit der Andere auch ja bemerkt, dass man ihn grüßt.

Doch warum macht man diese Verrenkungen?

Ein häufiger Grund ist das ungute Gefühl "Was die Nachbarn wohl denken?".

Warum kann einem dies nicht einfach egal sein?

Weil man im Dorf stark auf Nachbarn angewiesen ist. Auf der einen Seite gibt es einem ein beruhigendes Gefühl, wenn man weiß, Fremde, z.B. potentielle Diebe, sind auf ihrem Weg zu ihrem "Arbeitsplatz" schon von mindestens drei Nachbarn gesehen worden und werden es sich genau überlegen, ob dieses Dorf ausbaldowert werden sollte.

Auf der anderen Seite können beobachtende Nachbarn schnell zu einem echten Ärgernis werden. Privatsphäre? So etwas kennen neugierige Nachbarn grundsätzlich nicht. Neugierige Nachbarn halten auch nur selten mit ihrer Meinung hinterm Hof. Spätestens dann wird diese Unart zum Problem, wenn Nachbarn meinen, vermeintliche oder auch echte Missstände bei Behörden oder Ämtern ohne Kenntnis von Hintergründen oder Begleitumständen, möglichst noch anonym, melden zu müssen.

Genau wie bei Nachbarschaftsstreitigkeiten würde ein klärendes offenes Gespräch oft Wunder wirken.

Doch der unbewusste Drang andere zu observieren verhindert diese einfache Konfliktbewältigung. Außerdem macht es auch viel mehr Spaß heimlich hinterm Rücken der Nachbarn zu tuscheln und vielleicht hat der andere einen ja auch mal geärgert und man kann es ihm durch eine anonyme Anzeige richtig zeigen!

Ganz klar, bei solchen Nachbarn braucht man keine Feinde und diese Nachbarn brauchen sich nicht wundern, wenn sie feindselig behandelt werden.

Was macht man nun wenn einem ein Nachbar zum Beispiel das Jugendamt auf die Pelle gejagt hat, weil dieser glaubte, die Kinder würden verwahrlosen, nur weil man diese täglich eine halbe Stunde alleine lässt, weil die Kinder gerade Mittagsschlaf halten?

Fackeln wir dem Nachbarn doch einfach mal schnell den Schuppen ab, sonst lernt der es ja nie, sich um seine eigenen Dinge zu kümmern...  Auge um Auge, Zahn um Zahn, bis wir alle blind sind und nur noch Suppe schlürfen können?

Nein. Das ist keine Lösung. Besser: Lasst die Nachbarn einfach in Ruhe, man muss sich nicht in alles einmischen. Man muss nicht zu allem einen Kommentar abgeben, erst recht nicht, wenn man das genaue Umfeld gar nicht kennt. Zum Beispiel könnte es mit fachkundiger Stelle abgesprochen sein, dass man bei der Mordskälte nur mit dem Hund Gassi geht und das vielleicht sogar erkältete Baby in der Zeit friedlich in seinem Bettchen schlafen lässt. Andernorts wurde aber auch schon mal die Polizei gerufen, weil laute Musik gespielt wurde, bei der sich später herausstellte, dass eine Sondergenehmigung vorlag.

Natürlich ist das kein Aufruf zum Wegschauen. Wird z.B. (rein fiktiv) Müll auf dem Grundstück verbrannt, sollte man sofort das Ordnungsamt einschalten. Doch muss man (ebenfalls rein fiktiv) gleich die Polizei rufen, wenn der übereifrige Nachbar am Sonntagmorgen unbedingt seine Hecke stutzen will? Ein klärendes Gespräch kann hier schneller für Ruhe sorgen als eine Anzeige. Und wenn man seinen Nachbarn schon anzeigen will, sollte man so couragiert und so offen und ehrlich sein und seinen Namen angeben.

Denn eines sollte klar sein, auch anonyme Anzeigen sprechen sich schnell herum und ganz schnell fällt ein solches unnachbarschaftliches Verhalten auf diesen selbst zurück. Und ein Dorf ist sicher alles, aber kein gutes Pflaster für Anonymität! 

Seit einiger Zeit kursiert im Netz der Netze (neudeutsch: Internet) die mit heller Aufregung diskutierte Nachricht, dass ab 1.4.2011 in der EU der Verkauf von Heilpflanzen verboten ist. Medizinisch wirksame Pflanzen dürfen dann nicht mehr als Lebensmittel sondern müssen als Arznei verkauft werden und unterliegen dem gesamten Zulassungsverfahren für Medikamente.

An dieser Stelle ist Aufklärung notwendig, schon allein deshalb, da es dazu eine Petition an den deutschen Bundestag gibt!

Auch in Zukunft wird man Knoblauch noch kaufen dürfen, als Gemüse oder als Gewürz. Was nicht mehr erlaubt sein wird, ist den Knoblauch als Tonikum für Herz- und Kreislaufbeschwerden zu vermarkten. Hier muss konkret nachgewiesen sein, was und wie am Knoblauch wo wirkt.

Vergleichbar wird es bei den verschiedenen Tees laufen. Natürlich wird es weiterhin Pfefferminztee um die Ecke im Supermarkt zu kaufen geben. Auch die Salbei-Thymian-Fenchel-Teemischung wird man weiter kaufen können und dürfen. Aber eben als Getränk, als Lebensmittel, nicht als Heilmittel gegen Erkältungsbeschwerden, bei Kopf und Halsschmerzen, bei Husten und Heiserkeit.

Und auch Gewürze wie Pfeffer, Paprika, Fenchel, Ingwer oder Dillspitzen wird man unbeschwert in der Lebensmittelabteilung kaufen können. Aber eben nicht mehr in Abteilungen mit pseudowissenschaftlicher Ausrichtung: Wirkt mit der Kraft der Natur gegen alles.

Hoffentlich kommt dabei auch das Aus für homöopathischen Unsinn wie Meditonsin. Wer die Mischung aus Wasser, Alkohol und Glycerol (gemäß Packungsbeilage bilden nur diese drei Stoffe den Inhalt dieses Scharlatan-Möchtegern-Medikaments) unbedingt benötigt, kann ja zu den lebensmitteltechnischen Ergänzungsmitteln greifen, aber eben nicht mehr damit abgezockt werden, ein hochwirksames medizinisches Präparat gekauft zu haben.    

Die Bundesregierung ist den Gorleben-Streit satt.. Das Kabinett hat entschieden. Die Firma Cubix Atommüll Verklappungs AG liefert 1 Kubikmeterwürfel, in denen der Atommüll eingelagert wird.

Die Würfel wiederrum werden in den Kellern der Privatvillen der Kernkraftbefürworter aufgebaut. Die Aufträge für die Regierungsmitglieder und die Vorstände der Kernkraftwerksbetreiber werden bereits abgearbeitet.

Die Bundesregierung erhofft sich damit einen Popularitätsgewinn bei der Bevölkerung von mindestens 5% in den Umfragen. Denn endlich predigt die Regierung nicht nur Wasser, sondern löffelt die eingebrockte Atommüllsuppe auch selbst aus.

Und die neuesten Umfrageergebnisse geben der Regierung recht. Endlich lacht unsere Regierung nicht nur wieder, sie strahlt bis über beide Ohren.

Was will Deutschland eigentlich in Afghanistan erreichen?

Lassen wir ideologisches Gesabber von wegen humanitäre Hilfe, mehr Demokratie etc. einmal beiseite. Die Leute wollen eh keine Demokratie, die wollen regelmäßig etwas zu essen haben. Die wollen keine Kampfhandlungen.

Also was wollen wir dann dort?

Die deutschen Interessen verteidigen!

Was für Interessen?

Wir wollen den Vertrieb von Rauschgift reduzieren. Und wir wollen die Terrorgefahr abbauen.

Die Realität ist, dass noch nie soviel Rauschgift Afghanistan verlassen hat, wie zur Zeit. Rauschgift ist fast der einzige Exportschlager des Landes. Und für weite Teile der Bevölkerung die einzige Möglichkeit, etwas zum Lebensunterhalt zu verdienen.

Und die Terrorgefahr?

Die ist größer geworden. War sie vorher eher nur auf US-Amerika gerichtet, rückt auch Deutschland immer mehr ins Zielkreuz. Immerhin kriechen wir den USA fast in den Hintern, was das millitärische Engagement betrifft.

Aha. Wir kommen dem Ganzen näher.

Wir sind in Afghanistan, weil wir mithelfen, die Interessen der USA zu schützen! Damit die USA ihre Hegemonialinteressen weiter ausbauen können.

Und dafür müssen deutsche Soldaten, Familienväter, Söhne, Brüder, sterben?

Damit muss Schluß sein!

Keine weiteren Opfer. Keine weiteren Milliarden. Es ist schade um das bisher eingesetzte Geld und noch viel trauriger sind die bisherigen Opfer. Das rechtfertigt aber niemals das Inkaufnehmen weiterer Toter, weiterer Milliarden, die im heissen Wüstensand Afghanistans versickern.

Die Hilfsorganisationen kommen auch ohne unsere millitärischen Hilfen aus, im Gegenteil, viele Organisationen geraten erst in Gefahr durch die Nähe zu den Millitärkräften. Nicht ohne Grund ziehen etliche Organisationen um, wenn unmittelbar neben ihnen die Fremdmillitärs einziehen.

Holt unsere Jungs und Mädels endlich aus der Wüste nach Hause! Es gibt keine DEUTSCHEN Interessen, die am Hindukusch zu verteidigen wären!   

Das deutsche Krankenkassensystem ist ein System, welches auf Solidarität beruht. Solidarität der Versicherten untereinander, Solidarität der Nutzniesser: Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Insbesondere letztere Solidarität verkommt immer mehr zur Makulatur.

Doch sollten gerade die Arbeitgeber ein starkes Interesse an einem guten Gesundheitssystem haben, an gesunden Mitarbeitern!

Der Spruch, wenn der Mitarbeiter krank ist, dann soll er gehen, draussen wartet schon Ersatz, ist trotz Massenarbeitslosigkeit von gestern. Denn gutes Personal, gut ausgebildet und charakterlich solide, ist nur schwer zu finden.

Um so mehr sollten die Arbeitgeber daran interesiert sein, dass ihre Mitarbeiter nur das Beste vom Besten bekommen. Und da das Beste teuer ist, müssen sie sich an der Finanzierung beteiligen.

Und das heisst: paritätische Krankenversicherung.

Abschaffung des Gesundheitsfonds. Jede Kasse soll selbst festlegen könen, wieviel sie von ihren Versicherten nehmen muss. Und dieser Beitrag wird gleichmäßig zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt. Keine Zusatzbeiträge, erst recht keine einseitigen!

Gesundheit ist leider nicht zum Nulltarif zu bekommen.

Und ja, es bedarf einer staatlichen Kontrolle. Der Medikamentenmarkt darf nicht von der Globalisierung abgekoppelt werden. Denn nur so entstehen die Mondpreise, die manche Pillendreher auf dem abgekapselten deutschen Markt erzielen können.

Die Aufgabe des Staates ist nicht, einzelne Branchen zu schützen. Aufgabe des Staates ist, seine Bürger zu schützen und dazu gehört auch, sie vor dem unverschämten raffgierigen Griff Dritter zu bewahren. Es darf kein Apothekenmonopol geben. Es darf kein Exklusivrecht der Pharmazeuten geben. Als Krankenkassen müssen auch alternative ausländische Institute erlaubt sein. Wie im Versicherungswesen, Autohaftpflicht z.B, muss der Krankenversicherungsmarkt liberalisiert werden.

Wir leben in einer Marktwirtschaft. Hier gilt das Mantra, der Markt regelt alles. Und der Staat dient nur dazu, dafür zu sorgen, das der Markt sozialverträglich funktioniert.

Wie soll bei einem Einheitstarif der Krankenkassen, mit einem kaum durchschaubaren Wust an gegenseitigen Ausgleichszahlungen Wettbewerb entstehen? Über die Zusatzbeiträge? Lächerlich.

Back to the roots! Weg mit dem staatlichen Einheitskassensystem und den unsozialen einseitigen Zusatzbeiträgen!

Nach dem der libysche Präsident Gaddhafi vor einiger Zeit vor der UNO mit dem Vorschlag aufwartete, die Schweiz zu zerschlagen und das Gebiet den umliegenden Ländern zuzuweisen (zu dem Zeitpunkt waren die Schweiz-Libyschen Beziehungen auf dem Nullpunkt da ein Sohn Gaddhafis wegen Körperverletzung in der Schweiz verhaftet wurde), kontert der Schweizer Nationalratsabgeordnete Dominique Baettig mit einem Gegenvorschlag.

Er schlug vor, in der Schweiz die Integrationsgesetze so zu ändern, dass andere Gebiete als Kantone in die Schweiz integriert werden können. Er dachte dabei konkret an Vorarlberg (AT), Elsass, Ain, Jura, Savoyen (alle FR), Bozen, Aosta, Varese, Como (alle IT) und an das deutsche Bundesland Ba-Wü.

Alle 28 Abgeordneten der Schweizerischen Volkspartei unterzeichneten den Vorschlag. Trotzdem scheint er keine Aussicht auf Erfolg zu haben, da alle anderen Parteien ihn einhellig ablehnten.

Puuhhh, von einer Schweiz von der Maas bis an die Memel, von der Ostsee bis zum Mittelmeer, bleiben wir damit offenbar verschont. 

Philippinenhof.net ist ja nicht allzu Web 2.0 affin.

Aber von Flashmob hat man sogar hier schon mal etwas gehört.

Also, schicken wir alle einen Stinkefisch an Angela. Legen wir z.B. noch folgendes Briefchen bei:

"Liebe Angela,

Deine Regierung und die Arbeit Deiner Regierung stinkt zum Himmel. Ich überreiche Dir hier einen Stinkefisch, der Dir zeigen soll, was wir von Deiner volksnahen Politik halten. Möge er Dir die Augen öffnen.

Mit duften Grüßen"

Die Anschrift lautet:

Bundeskanzlerin Angela Merkel

Bundeskanzleramt
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin

 

Deutschland sucht den Superpräsi...

So oder so ähnlich könnt eigentlich eine neue Castingshow im Fernsehen heissen. Die Sieger der Show dürfen dann vomVolk gewählt werden.

STOP!

In den Deutschland wird der obersete Repräsentant, das Staatsoberhaupt, nicht vom Volke gewählt. Ein Haufen von von Wahlmännern und -männinen wird diese Aufgabe zuteil, zu bestimmen, wer Volkes Stimme in der Welt ertönen lassen soll.

Eigentlich hat es schon Tradition, der Ruf nach Direktwahl des Präsidenten.

Und genauso oft wurde der Vorschlag abgeschmettert.

Hier eine Liste der lächerlichsten Argumente gegen die unmittelbare Wahl:

  1. Wenn das Volk selbst wählen würde, müßte man dem Amt viel mehr Entscheidungskompetenz zu billigen. Aber nach dem Fiasko von Weimar, ist dies der politik zu gefährlich. Aber warum muss der Repräsentant des Volkes plötzlich mehr Kompetenz bekommen?
  2. Man will vermeiden, dass mit dem Präsidentenamt etwas ähnliches passiert wie unlängst bei den Wahlen zu den Landräten: Es ist Wahl und niemand geht hin. Hier werden Äpfel mit Kartoffeln verglichen. Denn eine Landratswahl hat nicht einmal ansatzweise eine Zugkraft wie eine Bundespräsidentenwahl. Viele Bürger wußten nicht mal, das Wahl war oder wußten nicht um die Bedeutung der Rolle von Landräten. Würde hier mehr Aufklärungsarbeit vor Ort geleistet werden, würden die Wählerzahlen sicherlich um einiges in die Höhe gehen.
  3. Man will das Amt des Präsidenten nicht durch einen umfangreichen Wahlkampf beschädigen. Wahlkampfplakate zur Wahl zum Bundespräsidenten seien ein Graus. Also beschädigt man das Amt des Präsidenten lieber durch ein unwürdiges Postengeschacher durch die Parteien.
  4. Wenn das Volk wählen dürfte, würden plötzlich Kandidaten wie Thomas Gottschalk, Harald Schmidt oder Lena aufgestellt werden. Hand aufs Herz, was wäre daran so schlimm? Wir sind doch alle von Lena begeistert, sie hat Deutschland toll repräsentiert. Natürlich, üblicherweise macht einen das Leben weiser, weshalb das Mindestalter bei 40 Jahren liegt. Aber warum keine populären Größen aus dem Showbereich nehmen? Glauben wirklich alle, Tommy würde sich als Präsident zum Clown machen?

Natürlich ist der Parteienvorschlag viel viel seriöser. Ursula von der Leyen, ist doch die Spitzenbesetzung. Loyal zur Kanzlerin, keine Widerworte, blondes Lächeln, Mutter von 7 und dann von 80 Mio Menschen. Perfekt.

Dumm nur, dass sie als Familienministerin mit Karacho gegen die Wand gekracht ist. Oder erinnert sich niemand mehr an das Zensur-Gesetz mit den Stopschildern? Sie hat dieses Gesetz durchgepeitscht, ein Gesetz, von dem CDU und SPD heute nichts mehr wissen wollen und was sie kurzerhand einfach nicht anwenden wollen. Oder jüngst als Arbeitsministerin, wo sie mit dem Klassevorschlag aufwartete, dass man Hartz4 doch einfach umbenennen könnte und damit alle Probleme beseitigt wären. 

Und sowas soll Präsidentin werden? Und uns alle international repräsentieren?

Deutschland, mir graust's vor Dir, wenn das wahr wird... 

     
Heute kam es auf dem Kirchentag zum Eklat. Anlass war eine Podiumdiskussion zur Missbrauchsdebatte. Opfervertreter waren auf dem Podium nicht vertreten. Norbert Denef, Sprecher des Netzwerkes Betroffener von sexualisierter Gewalt, forderte die Podiumteilnehmer auf, die Veranstaltung abzubrechen.
Bereits im Vorfeld verhinderte die Kirche das Auslegen von Fotos von Opfern kirchlicher Gewalt. Helfer des Kirchentags sammelten diese Fotos sofort wieder ein.
Diese verlogene Politik der Kirche muss beendet werden.
Deshalb Kirchenaustriit, JETZT! Um seiner Religion nachzugehen, ist die Kirche als Institution nicht notwendig. Wer den christlichen Normen treu sein will, muss der Kirche einfach den Rücken kehren, wer will schliesslichmit Prügelorgien veranstaltenden Pfaffen in einem Atemzug genannt werden? Oder schlimmer, mit seinem Geld Kinderschänder unterstützen?  

Die meisten Menschen stehen morgens auf, Frühstücken, gehen zur Arbeit, kommen nach Hause, Essen Abendbrot, fallen erschöpft in den Fernsehsessel und gehen ins Bett.

Zum Glück bekommen die meisten für ihre Arbeit eine mehr oder weniger ordentlich Entlohnung.

Von dieser Entlohnung erhält der Staat einen gewissen Anteil, um das Gemeinwesen zu verwalten und zu finanzieren.

Doch immer öfter wird man sich die Frage stellen, ob das, was der Staat mit den Steuern macht, auch wirklich im Interesse des Einzelnen ist:

  • Der Staat führt Krieg in einem Land weit weit weg
  • Der Staat unterstützt marode Banken, die eigentlich schon längst den Weg allen Irdischens gegangen sind
  • Der Staat rettet betrügerische Staaten (Griechenland und bevor hier jemand einen Herzkasper bekommt, die Bevölkerung eines Staates ist nicht der Staat selbst)
  • Freiheitsrechte werden abgebaut
  • Soziale Rechte werden zurückgefahren
  • Krankenversicherung wird gekürzt und verteuert
  • Rentenversicherung wird Leistungsgekürzt und verteuert

Was kann der Einzelne nun machen?

Standardantwort: Wir leben in einer Demokratie, bei Wahlen können wir alle mitentscheiden.

Können wir das wirklich? Alle 4 bis 5 Jahre gehen wir zur Wahl und geben unsere Stimme ab. Wenn wir unsere Stimme abgegeben haben, ist sie weg. Wirklich weg und kommt niemals wieder. Was unsere Stimme anrichtet, entzieht sich fast komplett unserer Steuerung.

Na dann gehen wir halt nicht zur Wahl und behalten unsere Stimme.

Ändert sich dann etwas?

Nein. Es sei denn, wir werden unsere Stimme laut werden lassen!

Protest fängt im Kleinen, im Privaten an.

"Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht" (Bertold Brecht)

Nach Artikel 20, Absatz 4 des Grundgesetzes hat jeder Deutsche ein Recht auf Widerstand gegen Jedermann, der die im Grundgesetz verankerten Rechte verletzt.

Formen des Widerstandes sind ziviler Ungehorsam (wenn ein Staatsdiener einem sagt, man möge endlich aufhören mit reden, wird erst recht so richtig losgelegt, wenn der Saat statistische Erhebungen machen möchte, kann man sich an nichts erinnern (Achtung: Verweigerung wird zur Strafbaren Handlung, genauso die Unwahrheit sagen)), Gewaltloser Widerstand, Spassguerillia. Wer jedoch gewaltsamen Widerstand leistet, setzt sich in der Regel damit sofort selbst ins Unrecht.

Jeder sollte für sich seine Form des Protestes finden, auch das Füllen der Mailbox von Politikern kann dazu verwendet werden.

Vielleicht wird unser Staat dann auch irgendwann wieder UNSER Staat sein! 

Das Stadtparlament von Müncheberg beschloss auf seiner letzten Sitzung, die Stadtmauer von Müncheberg einer Generalsanierung zu unterziehen. Dabei werden auch die Stadttore wieder restauriert.

Neu ist, dass Nachts ab 22. Uhr die Stadttore geschlossen werden und morgens erst ab 7 Uhr wieder geöffnet werden.

Bürgermeisterin Barkusky meinte dazu, dass dies ein aktiver Beitrag auch zum Schutz der Altstadt vor nächtlichem Vandalismus sei.

In erster Linie dient diese Massnahme jedoch dazu, das versprochene Verkehrsberuhigungskonzept für die Innenstadt auf eine neue Qualität zu stellen.

Eine neue Allensbach-Umfrage gibt der Bürgermeisterin recht, die Vermeidung von Lärmbelästigung hat für viele Bewohner oberste Priorität.

 

Update: Gastbeitrag der Autorin April-April

Niemand hat die Absicht eine Mauer... naja, Sie wissen schon...

... so lautet zusammengefasst die Meinungsäußerung von Gunnar Heinsohn, Professor für Sozialpädagogik an der Universität Bremen. Seine konkrete Meinungsäußerung findet sich in einem Gastkommentar in der FAZ, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Was ist korrekt: Für eine stabile Bevölkerungspopulation erblicken in Deutschland zu wenige Kinder das Licht der Welt.

Korrekt ist ausserdem, immer mehr Kinder sind Hartz-IV-Kinder. Und immer weniger Kinder in Nicht-Hartz-IV-Familien.

Doch statt darüber zu philosophieren, warum das Hartz-IV-Feld immer größer wird, muss geprüft werden, warum denn die Familien, die nicht auf solche Sozialleistungen angewiesen sind, sich immer öfter gegen eigenen Nachwuchs aussprechen.

Die Antwort ist ganz einfach: Kinder erhöhen die Gefahr des sozialen Abstieges in unserer Gesellschaft rapide.

Mütter mit Kindern finden nur selten wieder ins Arbeitsleben. Sozialleistungen werden nicht gezahlt, weil ja meist der Vater noch in Lohn und Brot steht. Doch schnell kann auch das letzte wirtschaftliche Standbein der Familie in die Arbeitslosigkeit entlassen werden und dann kann man meist nur noch den dumpfen Aufschlag auf dem Boden der Gesellschaft hören, die Familie ist zum Hartz-IV-Fall geworden.

Hartz-IV ist eine andere Form, jemanden als Bettler zu brandmarken: man ist der Willkür und den Repressalien anderer ausgeliefert, lebt von den Almosen der Gesellschaft.

Volksverhetzer Heinsohn ist nun der Meinung, "Solange die Regierung das Recht auf Kinder als Recht auf beliebig viel öffentlich zu finanzierenden Nachwuchs auslegt, werden Frauen der Unterschicht ihre Schwangerschaften als Kapital ansehen.". Er will damit sagen, dass der Pöbel der Unterschicht es nur deshalb treibt wie die Karnickel, weil man mit den zusätzlich kassierten Euro ein Leben in Saus und Braus führen kann! Ein Leben zu lasten der braven, arbeitsamen Bevölkerung, der den Abschaum der Unterschicht mit durchfüttern muss. Ein wahrlicher Skandal!

Lassen wir die perfide Volksverhetzung Heinsohns einfach einmal beiseite (was man eigentlich nicht tun sollte) und schauen auf die Wunden, in die er die Finger gelegt hat.

Klar, wir brauchen mehr Kinder. Doch klar ist auch, alle Menschen sind grundsätzlich, egal zu welcher Einkommensschicht sie gehören, zu den gleichen Leistungen fähig, obwohl das Heinsohn in seiner Verachtung der Unterschicht abspricht.

Dabei kommt es nur auf die Förderung an. Statt nun die Unterschicht, wie es Heinsohn vorhat, auszutrocknen, in dem man ihr die wirtschaftlichen Mittel entzieht, sein Stichwort hier ist, Sozialleistungen auf 5 Jahre zu begrenzen, sollte das Hartz-IV-Bettel-System vollständig abgeschafft und durch ein System ersetzt werden, in dem es den Familien ermöglicht wird, ohne Angst auf Jobverlust und gesellschaftlichen Abstieg Kinder großzuziehen!

Das Bürgergeld (Philippinenhof.net berichtete) wäre eine Möglichkeit. Ein System ohne staatliche oder gesellschaftliche Willkür, ohne entwürdigendes Aufdecken der privaten Lebensumstände, ein System mit dem der Arbeitnehmer endlich auch eine scharfe Waffe gegen seinen Arbeitgeber aufzubieten hat! Denn der wird es sich dreimal überlegen, ob er seine Mitarbeiter als billiges Lohnvieh missbraucht, denn seine Angestellten würden sofort weglaufen und Nachschub für seinen Bereich wäre nicht leicht zu finden.

Eine andere Möglichkeit ist, dass Kinder kostenlosen Eintritt in Museen, Tierparks, Theatern oder anderen kulturellen Einrichtungen erhalten. Während beim Bürgergeld eine Gegenfinanzierung noch gut denkbar ist, ist das bei diesem Förderinstrument schon schwieriger. Hier müsste viel auf Freiwilligkeit laufen. Schwer vorzustellen, in Bereichen, wo der Eintritt 15 Euro kostet und Kinder bereits heute eine Ermäßigung von sensationellen 1 Euro erhalten... 

In einem kann man Heinsohn zustimmen: Unser Sozial- und Gesundheitssystem muss grundlegend reformiert werden. Die Zeit für kleine Trippelschritte ist vorbei, notwendig ist ein grosser Schritt, ein sehr grosser Schritt.

Doch dazu fehlt der lobbyhörigen Politik der Mut.

Doch es wird nicht mehr lange dauern, bis die Straße diesen Mut aufbringen wird, denn dann wird ein gewaltiges Heer der Unterschicht dem Establishment eine Angst einjagen, wie vor fast 2100 Jahren Spartakus Rom!

Tja, das können sie gut, Wasser predigen und Wein saufen. Im Falle der evangelischen Bischöfin Käßmann vermutlich hochprozentigeres.

Und im Falle der Katholiken, Zölibat predigen und dafür heimlich Kinder missbrauchen. Ganz toll! Der olle Jesus wird sich im Grabe drehen und wegen den ganzen Verfehlungen wird Gott bestimmt eine neue Sintflut schicken...

Zum Glück gibt es (aller Vorraussicht nach) keinen Gott, sonst wäre die Menschheit schon längst ersoffen. Denn was sind das für Vorbilder, die sich sternhagelvoll hinters Steuer klemmen, und Fahren wie ein Henker, rote Ampeln dabei ignorieren, was für ein Vorbild ist eine Institution, die nahezu nichts gegen den Missbrauch der Schwächsten der Gesellschaft, unseren Kindern, unternimmt?

An den aktuellen Misbrauchsfällen der Kirche, die leider teilweise schon verjährt sind, sieht man wie interessiert die Kirche an der Aufklärung ist. Denn was machen die Pfaffen? Statt aktiv aufzuklären stellen sie der Bundesjustizministerin die eben jene aktive Aufklärung auch von Seiten der Kirche forderte, ein Ultimatum, dass diese ihre Äußerungen widerrufen solle. Was passiert eigentlich, nach Ablauf des Ultimatums, wird dann Sabine auf dem Bebelplatz auf dem Scheiterhaufen als Hexe verbrannt? (Nunja, der Bebelplatz wurde ja früher schon für solch einschlägige Aktionen genutzt...)

Was denkt sich eigentlich die Oberpfeife, pardon, der Oberpfaffe, pardon, der Erzbischof Zollitsch eigentlich? Zu mehr als die Kindergrapscher von einer Stelle zur nächsten zu schieben, bis neu gegrappscht (und schlimmeres) wird, war die Kirche offensichtlich bisher nicht in der Lage.

Und reicht ein reuiges, ja, ich habe gesündigt aus und alles wird wieder gut? Stehen der Kirche bei Verfehlungen Sonderrechte zu? Nur zur Erinnerung, auf mehr als 1.3 Promille (Restblut hätte ich jetzt fast gesagt) kann bis zu 1 Jahr Gefängnis stehen. Und der Missbrauch von Kindern ist nun wirklich alles andere als ein Kavaliersdelikt.

BTW:  Im Zöllibat lebende Männer sind irgendwie unheimlich...

UPDATE: Die Bischöfin hat Konsequenzen aus ihrer Vollrauschfahrt gezogen und ist von ihrem Amt als Präsidentin der EKD zurückgetreten. Damit beweist sie Verantwortungsbewusstsein, für dass ihr Hochachtung gebührt. Nur wenige Prominente weisen diese charakterliche Stärke auf!

Offensichtlich hat die Bundesregierung bei der Festlegung zum Arbeitslosengeld 2 Fehler gemacht und muss nachbessern.

Das ist mittlerweile nichts Neues. Es ist normal, dass die Regierung ein Gesetz verabschiedet und es dann entweder freiwillig nachgebessert wird, Druck der öffentlichen Meinung, oder unsere Verfassungshüter zwingen die Regierenden dazu.

Alles in allem ist es ein Armutszeugnis für die inkompetente Arbeit. Im normalen Leben erwartet doch jeder, dass Handwerker sofort fertige Arbeit abliefern, ok, oft genug muss man auch hier Nachbesserungen anmahnen, allerdings wird man schlechte Handwerker sicherlich nicht neu beauftragen. Eine Regierung kann man leider nicht einfach mal eben in die Wüste schicken, nur weil die Pfusch abgeliefert haben, Wahlen zählen nicht, da hier viele abstimmen, denen das persönliche Erleben vermutlich egal sein wird.

Lange Rede kurzer Sinn: Hartz4 muss weg, der dazu nötige Wasserkopf muss weg.

Daher kurz und knapp die Forderung:

1500 Euro Bürgergeld für jeden Bundesbürger ohne Wenn und Aber!

Im Gegenzug:

  • Mehrwertsteuer rauf auf 50%.
  • Alle anderen Steuern werden abgeschafft.
  • Abschaffung von Renten- und Arbeitslosenversicherung.
  • Verkleinerung der Finanzämter.
  • Abschaffung des Sozialamtes.

Durch den Wegfall von R- und A-Versicherung wird Arbeit plötzlich enorm preiswert in Deutschland, so preiswert, dass niemand mehr in Billiglohnländern investieren will, mit dem Ergebnis, die heimische Industrie wird gestärkt. Außerdem wird mit einem Schlag die Arbeitslosigkeit auf Null reduziert. Wer nicht arbeiten will, arbeitet nicht, wer sich ehrenamtlich engagieren will, kann das ohne Existenzängste tun. Wer einen guten Job hat, behält seinen guten Job und wird am Ende mehr Netto haben.

Ausserdem: Sämtliche Hartz4-Gerichtsstreitigkeiten wären sofort erledigt. Willkürentscheidungen gibt es nicht mehr. Die Job-Center konzentrieren sich auf ihre Kernaufgabe, Jobs zu vermitteln. 

Wer jetzt glaubt, diese Idee sei neu, der irrt. Bereits am 30.11.2005 sprach DM-Chef Götz Werner in einem Spiegel-Interview umfangreich über diese Idee.

Doch ist dieses Bürgergeld politisch offensichtlich nicht gewollt, da man dann die beiden Klassen, die man aktuell so vortrefflich gegeneinander ausspielen kann, verliert: Die Klasse der Arbeitslosen und die Klasse der Arbeitenden. Und wenn dieses Feindbild fehlt, könnten diese vielleicht schnell ein neues Feindbild finden, das herrschende politische und gesellschaftliche System. Und das bedeutet Revolution!

Ein Gespenst geht um in Europa, das Gespenst des geeinten Volkes!

Ein Aufschrei der Empörung zog durchs bundesdeutsche Reich, Roland Koch, Imperator von Hessen, wollte gegen den Missbrauch von Sozialleistungen vorgehen: Arbeitspflicht für Hartzis.

Aber Hr. Koch, so geht das ja nun wirklich nicht! Fassen Sie doch die arbeitsfaulen Sozialparasiten nicht mit Samthandschuhen an! Greifen Sie hier richtig durch! Die Sozialschmarotzer müssen streng erzogen werden. Ist wie bei Hunden, niemals Schwäche, niemals Nachgibigkeit zeigen.

Deshalb hier die Vorschläge, die wirklich konsequent wären:

  • Alle ALG I + II Bezieher, ja auch die ALG I Empfänger haben nur ihren Job verloren, weil sie stinkefaul waren, schliesslich haben sie durch fehlendes Engagement und fehlenden Lohnverzicht erst dafür gesorgt, dass ihre ehemaligen Arbeitgeber die Produktion in Billigstlohnländer verlagern mußten, werden in Lagern konzentriert. Dort werden sie zum Steineklopfen eingesetzt.
  • Arbeitsverweigerung wird mit körperlicher Züchtigung sanktioniert.
  • Das ALG wird generell auf Null reduziert, es ist unnötig geworden, da durch das Leben in konzentrierten Lagern weder Mietzuschüsse erforderlich noch andere Ausgaben notwendig sind, Minderjährige werden, falls diese unter die ALG II-Regelungen fallen, in Jugendlager gesteckt.
  • Die Nahrungsmittelversorgung übernimmt die Lagerverwaltung. Wissenschaftliche Erkenntnisse ergaben, dass ein Teller Wassersuppe pro Tag ausreicht, Sonntags kann man etwas Brot für seine Suppe erhalten.
  • Damit das arbeitsscheue Gesindel jeden Tag weiss, auf was es verzichten muss, kommt über den Eingang der konzentrierten Lager ein Wahlspruch, "Arbeit macht frei" wäre doch geeignet.

So Hr. Koch, so und nichts anders bekommt man das Problem mit dem Pack geregelt! Und nebenbei bekommt man damit auch den Staatshaushalt saniert, schliesslich entfallen alle Leistungen zur Arbeitslosenversicherung ersatzlos und man kann die entsprechenden Zahlungen der Bevölkerung direkt in die Sanierung des Staatshaushaltes stecken.

Hr. Koch, seien sie konsequent, seien sie hart. Sonst tanzt ihnen der Pöbel schon morgen auf der Nase herum.

 

Achtung: Satire 

Regelmäßig schwappt sie hoch, die Debatte, ob Mitarbeiter des Geheimdienstes der DDR, dem Ministerium für Staatssicherheit, in Parlamente, Bürgermeisterämter oder den öffentlichen Dienst einziehen dürfen.

Insbesondere sind hier die informellen Stasi-Mitarbeiter in der Diskussion.

Doch was waren die informellen Mitarbeiter, meist kurz IM genannt, wirklich?

Zuerst einmal waren sie formal-rechtlich gesehen keine Mitarbeiter des DDR-Geheimdienstes. Mehr als 100.000 Bürger der DDR bildeten das Netzwerk der IMs innerhalb der DDR. Dazu kamen noch mehr als 20.000 IMs aus der BRD, die aus Sympathie oder anderen Gründen für die DDR in der BRD Informationen beschafften.

Hauptaufgabe war es, Berichte aus dem unmittelbaren Umfeld des IM abzuliefern. Dazu wurden Arbeitskollegen, Freunde aber auch Familienangehörige bespitzelt, ja, selbst Ehepartner haben sich überzeugen lassen, den eigenen Partner auszuspionieren. Viele IMs übten ihre Tätigkeit aus Überzeugung aus, damit ihrem Land treue Dienste zu leisten, viele spitzelten aber auch für Vergünstigungen. Und etliche wurden unter Druck gesetzt.

In der deutschen Wikipedia kann man sehr detailliert nachlesen, das IM nicht einfach IM war. Es gab den IM Beobachter, IME, IMS, IMK, GMS, FIM...

Das Geflecht war genauso vielschichtig wie die Interessen und Beweggründe der Menschen die für das MfS tätig waren. Ein pauschales Urteil über IMs zu treffen verbietet sich bereits an dieser Stelle von allein.

Entscheidend für die Beantwortung der Eingangsfrage sollte allein die Strafbarkeit des Verhaltens sein. Dies regelt der 2+4 Vertrag und der Staatsvertrag über die Einheit Deutschlands. Hier gilt, kurz gefaßt, was in der DDR legal war, muss auch im vereinigten Deutschland legal sein. Aus diesem Grund, das sei hier aber nur am Rande erwähnt, darf heute immer noch eine FDJ und auch eine KPD aktiv sein, obwohl beide Organisationen in der BRD verboten wurden.

Klar ist damit, das Mitarbeiter des MfS gewesen zu sein, kein Verbrechen war. Klar ist aber auch, dass jede Behörde Bewerber auf ihre Eignung überprüfen darf. Hier spielt nicht nur die inhaltliche Eignung eine Rolle, auch die moralische Integrität ist hier zu beachten.

In unserer Gesellschaft gilt es als moralisch verwerflich, durch Spitzeltätigkeiten sich Vorteile verschafft und andere Menschen dabei geschädigt zu haben. Geschädigt ist dabei noch harmlos ausgedrückt, viele Ausspitzelungen führten zur völligen Zerstörung von Leben, oft war dabei unerheblich, ob es sich um schuldige oder unschuldige Leben handelte.

Eine pauschale Ablehnung verstößt gegen den verfassungsmäßigen Gleichheitsgrundsatz. Aber genau hier machen sich viele Entscheider, viele Medien aber auch viele Opfer  ihre Entscheidung zu einfach. Insbesondere die Opfer vergessen oft, dass ihr Handeln in der DDR oftmals ungesetzlich war und die DDR wie jedes Land berechtigt ist, die Einhaltung geltenden Rechts durchzusetzen. Selbstverständlich kann und darf dies kein Freibrief dafür sein, den auf gesetzlicher Basis tätigen IMs nunmehr einen Freibrief zu erteilen. Insbesondere unter dem Aspekt, dass viele Gerichtsentscheidungen auf einer willkürlichen Auslegung des Gesetzes beruhten. Dadurch wurden viele Opfer von Stasibespitzelungen verurteilt, die bei korrekter, also nicht willkürlicher Auslegung der Gesetze als unschuldig freigesprochen worden wären .

Diese komplizierten, vielschichtigen Prozesse machen das Thema Stasi-Aufarbeitung so ungeheuer schwierig.

Daher sollte ein völlig neuer Ansatz gesucht werden. Grundsätzlich sollte jedem Menschen eine zweite Chance eingeräumt werden, insbesondere wenn es um eine nicht ungesetzliche Handlungsweise geht.

Doch muss diese Chance auch glaubhaft genutzt werden. 

Jetzt, 20 Jahre später, kann anhand einiger weniger Punkte geprüft werden, ob ein ehemaliger Mitarbeiter des MfS aus seinem Leben gelernt hat:

  1. Untadelige Lebensführung seit Beendigung der Stasi-Tätigkeit
  2. Deutliche und glaubwürdige Distanzierung vom MfS und den Gepflogenheiten des MfS
  3. Deutliche und glaubwürdige Entschuldigung bei den Opfern. Eine pauschale Entschuldigung kann dabei niemals ausreichend sein.
  4. Völlige Akzeptanz der eigenen Biographie, man muss zu seinem Leben stehen.

Nimmt man nur diese wenigen Punkte und misst an ihnen das Verhalten enttarnter MfSler, sollte es leicht fallen, zu entscheiden, ob der Kandidat eine Chance verdient oder nicht.

Gesellschaftlich ist das Verstecken vieler ehemaliger Stasi-Mitarbeiter verständlich, denn die Hexenjagd nach Stasi-Mitarbeitern nimmt zum Teil groteske Züge an: Da wird ein 17 jähriger für 1 Jahr angeworben und soll dann, 20 Jahre später nicht mehr als Bundestrainer für Eiskunstlauf arbeiten dürfen?

Jetzt kommt ein vermutlich extrem schlechter Vergleich: Früher wurden die Juden für die Pest verantwortlich gemacht, muss heute das MfS dafür herhalten? Selbst Menschen ohne Stasi-Vergangenheit (also weder Opfer noch IM) fangen lauthals zu kreischen an, wenn ein IM in der Luft liegt. Genau wie die IM unschuldige Leben zerstört haben, zerstört auch heute diese Hexenjagd wieder Leben. Und auch heute überwiegend wieder, um sich damit einen Vorteil zu verschaffen. Konkret: der Oberbürgermeister Kandidat der SPD in Potsdam, Jakob, der gegen den potentiellen Linken-Kandidat Scharfenberg polemisiert.

Wobei hier vielleicht nicht ganz zu unrecht auf Scharfenberg gezeigt wird, denn Reue oder gar ein Wort der Entschuldigung war von diesem IM bisher nicht zu hören.

Generell ist anzunehmen, wird das Thema erst in 50 Jahren von ganz allein beendet werden, wenn der letzte IM den Weg allen irdischen gegangen sein wird. Dann brauchen wir ein neues Feindbild, vielleicht die Banker? 

Wie sieht es übrigens mit den heutigen IM aus, den IM des MAD, BND, BKK, VS?

Vor dem Oberlandgericht Köln ist ein fünffache Mutter schuldig gesprochen worden, illegal 964 Musikstücke in einer sogenannten Tauschbörse angeboten zu haben.

Allerdings war die Mutter nur der Anschlussinhaber des DSL-Anschlusses mit dem diese illegale Handlung vorgenommen wurde. Eines Ihrer Kinder scheint hier der Anbieter gewesen zu sein.

Da die Mutter von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht gebrauch machte, als Mutter muss sie weder gegen sich noch ihre Kinder aussagen, wurde sie verknackt, da der eigentliche "Verbrecher" nicht zu ermitteln war und der Anschlussinhaber nun einmal haftet.

Die Mutter wurde also schuldig gesprochen ohne dass ihr eine Schuld nachgewiesen werden mußte.

Bislang galt in unserer Rechtsprechung jedoch das Prinzip der Unschuldsvermutung, eine Person gilt solange als unschuldig, bis ihre Schuld bewiesen wurde.

Dieses Prinzip ist sowohl vom Landgericht als auch vom Oberlandgericht Köln umgekehrt worden.

Kann man damit sagen, die BRD hat sich auf Betreiben der Musikindustrie, die ihre schlampige Ermittlungsarbeit durch diesen grandiosen Schuldspruch kaschieren will, in einen Unrechtstaat verwandelt?

Vielleicht, immerhin hat das OLG glasklar argumentiert, die Mutter hat nichts getan, um diesen eklatanten Rechtsverstoß zu unterbinden. Dabei wäre es doch so einfach gewesen:

Sie hätte nur Userprofile mit beschränkten Nutzerrechten anlegen müssen, eine Firewall installieren müssen, die die bekannten Ports der Tauschbörsensoftware schliesst und geschlossen hält, HTTP und HTTPS Verbindungen mittels täglich aktualisierten Wortfilter überwachen müssen, die Rechner täglich auf die Installation entsprechender Programme scannen müssen, die Löcher in der Firewall, welche gängige Messenger-, Chat- und Community-Programme reißen, sind täglich zu stopfen, eine ausreichende regelmäßige Sicherheitsbelehrung mit den Kindern ist durchzuführen...

Wenn sie das alles getan hätte, dann, aber auch nur dann, hätte sie sich aus der Affäre ziehen können. So gehört diese Rabenmutter mit der ganzen Härte des Gesetzes bestraft. Allerdings zeigte das OLG Milde, es halbierte die Strafe auf nur noch 2380 Euro (zzgl. Anwaltskosten, Gerichtskosten etc.) .

Möglicherweise ist das Urteil aber auch nur eine willkürliche Auslegung des Gesetzes. Kann man dann von der BRD als Willkürstaat sprechen?

An dieser Stelle sei an den Film "Viva Maria" erinnert. Dort sagte ein der beiden Marias, gespielt von Brigitte Bardot, zu einem amerikanischen Journalisten: "Eigentum ist Diebstahl!".

Viva Maria! Viva la Revolution!

Es ist lange nichts passiert.
Für die Menschen wurde das Sicherheitsgerede der Behörden immer sinnleerer.
Klarer Fall, es musste was passieren, sonst wäre ein weiterer Grundrechteabbau kaum politisch durchsetzbar. Insbesondere die Einführung der Peepscanner, umgangssprachlich auch Nacktscanner genannt, war akut gefährdet, die Bestechungsgelder der Wirtschaft für die politischen Entscheider am Versiegen.
Zum Glück erinnerte man sich an eine geniale Erfindung namens Al-Kaida, kurz nach der Jahrtausendwende von den USA erfunden, um kostengünstig eine architektonische New-Yorker-Fehlplanung zu korrigieren und nebenbei auch die Überwachung der Bevölkerung zu forcieren. Schließlich ist man mit der Einführung 1984er Verhältnisse einige Jahrzehnte im Verzug.
Das amerikanische Beispiel aufgreifend, fingierten die Behörden auch in London und in Madrid, in Bali und auch in Ägypten entsprechende Ereignisse. Nur die Deutschen waren zu dämlich, hier pfuschten die Behörden, die Sprengsätze gingen nicht hoch. Allerdings spricht es für das Improvisationsvermögen, am Ende doch alles im Sinne der Bedrohungskulisse zu regeln.
Die Einführung der perfekten Überwachungstechnik stand kurz bevor, das Europaparlament kaufte kurzerhand einige Exemplare. Dumm nur, dass die Drohkulisse für die Bevölkerung nicht drohend genug war.
Also wurde kurzerhand ein farbiger Ausländer verpflichtet, um es über den Wolken BUMM machen zu lassen. Mit der Zivilcourage, insbesondere eines Niederländers, haben die Behörden jedoch nicht gerechnet. Trotzdem reichte der Beinahevorgang aus, den Börsenwert des Peepshow-Gerätes rasant in die Höhe schnellen zu lassen.
Es ist nun an den Menschen, den Behörden zu signalisieren, dass man die Bedrohungsszenarien nicht höher schätzt, als die persönliche Freiheit.
Zeigen wir die Rote Karte dem Staat und seiner Al-Kaida.


Anmerkung: Satirealarm!


Früher war alles besser. Diese Binsenweissheit kennt jeder.

Früher war Weihnachten noch ein Fest für die ganze Familie, Besinnlichkeit, Vorfreude, Weihnachtsduft, heimeliges Ambiente.

Heute ist alles anders, schlechter. Heute hetzen wir von einem Einkaufstempel zum nächsten, müssen wir viel Arbeiten und haben keine Zeit für vorweihnachtliche Freuden.

Und wer ist schuld das alles schlechter geworden ist? Natürlich immer die anderen! Denn wieso müssen die ausgerechnet wie man selbst am gleichen Shopping-Sonntag genau das gleiche Warenhaus aufsuchen?

Wieso müssen alle zur gleichen Zeit hektisch bemerken, dass noch keine Weihnachtsgeschenke gekauft wurden? Wieso muss man überhaupt allen und jedem etwas schenken? Klare Antwort: Natürlich muss ich dem Neffen des Kollegen meines Bruders Sohnes etwas schenken! Das Wieso stellt sich dabei gar nicht! Was für eine Frage. Es muss einfach sein!

Dabei wird vergessen, was der eigentliche Reiz des Schenkens ist: Nämlich der Wunsch, dem anderen eine Freude zu bereiten, sich mitzufreuen, wenn dem anderen ein Wunsch erfüllt werden konnte! Schenken ist keine Pflichtveranstaltung.

Wem ich nichts schenken will, der bekommt auch nichts!

Stressabbau. Rechtzeitig sich nach Wünschen erkundigen. Wünsche selbst konkret äußern.

Und in Zeiten des Internet kann man vieles einfach und entspannt vor dem Rechner erledigen.

Und dann bleibt auch plötzlich Zeit, es sich an den Adventwochenenden gemütlich zu machen.

Wer dann noch die Einkaufstempel vermeidet, wird merken, auch heute noch kann die Vorweihnachtzeit besinnlich sein, kann Vorfreude entwickelt werden!

Und wenn man als Eltern noch etwas geheimnisvoller tut, wird auch beim Nachwuchs die Weihnachtsspannung und -vorfreude riesengroß. Und auch die Kinder werden dann nur noch mit Freude an die tollen und spannenden und entspannten Weihnachtstage zurückdenken und vielleicht später auch sagen: Früher war alles besser.

...doch vermutlich nicht am aktuellen Megahype Schweinegrippe.

Ein Blick in die Todesstatistiken der letzten Jahre ergab:

  • Tod durch Herz-Kreislauferkrankungen (2007): 827.155
  • Tod durch Alkoholkonsum (2002): 16.610
  • Tod durch Verkehrsunfall (2008): 4.477
  • Tod durch Influenza (Winter 2002/2003): 16.000-20.000
  • Tod durch Krebserkrankungen (2002): 209.576
  • Badeunfälle mit tödlichem Ausgang (2006): 606
  • Selbstmord: über 11.000
  • Tuberkulose (2007): 344
  • AIDS (2007): 461
  • Mord (2008): 926
  • Schweinegrippe (2009, bis 4.11.09): 9  
In Anbetracht der (noch) geringen Grippe-Toten sollte man einmal beginnen, sich ein paar Fragen zu stellen:

Warum wird um die Schweinegrippe eine derartige Hysterie entfacht?
Wieso wird die Bevölkerung durch Panikmache regelrecht zum Impfen geprügelt?
Warum hat der Staat so ein Interesse daran, seine Bürger zu Impfen?
Wer verdient wieviel an der Impfung?
Warum sollte ursprünglich die Impung von zentralen Impfstellen vorgenommen werden und nicht über die niedergelassenen Ärzte?
Was weiss der Staat, was die Bevölkerung nicht weiss?

Leider ist es unbekannt, wer hier wahrheitsgetreue Antworten geben kann.

Und deshalb schießen die wildesten Spekulationen ins Kraut:

  • Mit der Impfungen soll die Bevölkerung flächendeckend gechippt werden (keine Erklärung, googelt selbst)
  • Die aktuelle Regierung verdankt ihre Wahlkampfmillionen der Pharmaindustrie
  • Die Impfung ist Teil des Konjunkturpaketes II
  • Ablenkung von wichtigen Themen, die so untergehen und eigentlich viel gefährlicher sind
Eines hat die Panikmache erreicht: Selbst Realisten wird angesichts ständiger Hiobsbotschaften von der Schweinegrippenfront von Tag zu Tag mulmiger.

Ja, wir werden ganz sicher alle sterben!

Heute wäre die DDR 60 Jahre alt geworden, wenn, wenn da nicht das Wörtchen wenn gewesen...

Zumindest kann man sich einmal erinnern, wie es war, als die für illegal erklärte Opposition auf die Strassen ging, als die verblendete Staatsmacht noch glaubte, alles im Griff zu haben, als die SED es schaffte, hunderttausende Freier Deutscher Jodler am Vorabend zu einem Fackelumzug zu bewegen, die den berühmten Fackellauf vom 30. Januar 1933 anlässlich der Ernennung eines gewissen Österreichers zum Reichskanzler alt aussehen ließ, als der Generalsektetär der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands und Vorsitzende des Nationalen Verteidigungsrates und des Staatsrates der Deutschen Demokratischen Republik, Genosse Erich Honecker, seine historischen Worte sprach: "...die Mauer wird noch 50 oder Hundertjahren stehen, sofern der Grund für ihre Errichtung bestehen bleibt..." 

Doch was wäre geschehen, wenn es nicht zur Maueröffnung gekommen wäre?

Wäre dann die DDR eine zweite Koreanische Demokratische Volksrepublik geworden?

Was, wenn jeder Grenzer eine Kopfprämie für jeden Mauertoten erhalten hätte? Eine Kopfprämie, ausgezahlt in 1 kg Brot, 2 Äpfel und eine Banane?

Was, wenn das Millitär am 7.10.1989 die Gewalt übernommen hätten?

Wer einmal abseits des Fackelumzuges sich in Nebenstraßen verirrte und dort die endlosen Kolonnen von Armee-Mannschaftswagen gesehen hatte, alle vollbesetzt natürlich, weiß, wie haarscharf damals alles wirklich auf Messers Schneide stand. 

Heute, zwanzig Jahre später, verwischen langsam die Erinnerungen, schliesslich ist es immer besser, im Hier und Jetzt zu leben, als Vergangenem nachzusinnieren. Doch sollten wir nicht vergessen, nicht alles was uns heute selbstverständlich erscheint, ist es auch! Die persönliche Freiheit des Einzelnen muß auch heute wieder gegen kleine ewiggestrige verteidigt werden.

Wollte damals ein Erich Honecker an der Spitze einer senilen und korrupten Regierung nicht kapieren was das Volk denkt, ist auch heute die Regierung meilenweit von den Interessen des *gesamten* Volkes entfernt.

Waren die alten Politrenter um Mielke, Honecker, Stoph einfach aufgrund von Alterssenilität nicht mehr zurechnungsfähig, müssen wir uns heute fragen, ob einem von einem Attentat seelisch labil gewordenem Wolfgang Schäuble wirklich die Sicherheit eines Landes anvertraut werden sollte oder ob wir Politikern, die heute Wasser predigen und morgen Wein saufen (Schröder bei Gazprom und Clement bei RWE, um nur zwei Beispiele zu nennen), die Geschicke unseres Sozialstaates in die Hände legen wollen. Leider erfährt man immer erst hinterher, wer für welche Firma während seiner politischen Amtszeit Lobbyarbeit betrieben hat.

Insofern hat sich eigentlich nicht wirklich viel verändert.

Ob sich das Land nun DDR oder BRD nennt, das Volk gibt seine Stimme ab. Die einen bei Wahlen, die anderen durch die Drohung mit Internierung, Folter und anderen Repressalien.

Die Probleme heute sind anders als damals, aber auch das war schon immer so, dass "die Jugend unter noch nie dagewesenen Umständen leben muss"...

Wird sich also nie etwas ändern? Global und vereinfachend betrachtet: Nein. Doch im Kleinen durchaus. Und die Summe allen Kleinen bewirken erst das Bild des großen Ganzen. Und damit hat es wieder jeder selbst in der Hand, etwas zu verändern, wie damals, vor 20 Jahren!

Neben dem Café Pfeiffer ist auch das Café La Rosa unerreichbar, wenn man mit seinem vierbeinigen Freund einen Spaziergang zu einem der beiden Cafés  machen möchte.
Hunde müssen leider draußen bleiben. In der heutigen Zeit läßt man Hunde jedoch nur ungerne unbeaufsichtigt, denn der Hundeklau geht um.
Im Café La Rosa wird zumindest von Fall zu Fall entschieden, ob ein Hündchen wenigstens im Raucherzimmer mit Frauchen oder Herrchen zusammen sein darf.
Insgesamt unverständlich, da sowohl das Il Siziliano als auch das Schützenhaus kein Problem mit Hunden haben.

Kurz hinter Hoppegarten an der B1 scheinen sich neue Geschäftsideen verwirklichen zu lassen.
Obwohl, so neu ist die Idee nun doch wieder nicht. Im Gegenteil. Am Waldrand hat sich das älteste Gewerbe der Welt breit gemacht.

In Deutschland ist man mit 18 Volljährig, kann für sich entsheiden, was gut und was schlecht ist.

Doch die EU maßt sich an, dem mündigen Bürger Entscheidungsspielraum nehmen zu können.

Man möchte den CO2 Ausstoß reduzieren, also wird staatlich verboten, Glühlampen herzustellen (später vermutlich sogar einzusetzen). Dabei wird vergessen, dass die Beleuchtung gerade einmal 6% der Energiekosten (Strom + Wärme) der Privathaushalte ausmachen. Es wird auch vergessen, dass das neue Licht dazu annimiert, die Beleuchtung länger als bisher leuchten zu lassen.

Dies gepaart mit den höheren Energiekosten der Lampenherstellung läßt doch arge Zweifel darüber aufkommen, ob hier so immens viel CO2 eingespart werden wird, wie es sich die EU erträumt. Doch viel wichtiger ist hier die Frage, warum es der EU nicht egal ist, wieviel die Menschen für Energie ausgeben wollen. Wenn ich mich für eine konventionelle Glühlampe entscheide, entscheide ich mich auch dafür, einen höheren Energiepreis zu bezahlen (für die gleiche Leuchtkraft), als wenn ich eine Energiesparlampe oder ganz neu, eine LED-Lampe, einsetze.

Das Leuchten der Glühlampe selbst verursacht nämlich absolut kein CO2. Das entsteht ja schon bei der Energieerzeugung selbst. Und darauf hat man als Privatmensch absolut keine Einflußmöglichkeiten. Im Gegensatz zum Benzinmotor!

Verschwörungstheoretiker könnten nun hinter vorgehaltener Hand flüstern, die EU versuche einen Präzedenzfall zu schaffen, um später bei wichtigeren Einschränkungen auf die Glühlampenentsheidung verweisen zu können, das Einschränkungen der Mündigkeit doch schon vorher gang und gäbe waren.

Und genau daran sieht man, wie wichtig es ist, gerade auch bei kleinen Einschränkungen Widerstand zu leisten.

Denn heute ist es nur die Wahl des Leuchtmittels, morgen die Wahl der Tageszeitung und Übermorgen fällt die Meinungsfreiheit.

Nachschub für Verschwörer: in Leuchtstofflampen kann man viel besser Überwachungstechnik verstecken als in herkömmlichen Glühlampen...

In der Französischen Straße eröffnete unlängst eine Zweigstelle des Café Tiffanny aus Heinersdorf bei Behlendorf ihre Pforten.
Das Café La Rosa könnte damit zu einer starken Konkurrenz für Pfeiffer um die wenigen Müncheberger Einwohner werden.
Das Sortiment umfasst typische kleine Imbissmahlzeiten wie Pizzen(knapp 4 Euro), Pasta (zwischen 4 und 5 Euro), Salate, Fleisch- und Reisgerichte (zwischen 5 und 7 Euro) und natürlich Eis.
Letzteres kostet wie bei Pfeiffer 70 Cent je Kugel, allerdings sind die Kugeln größer. Jedoch kann das La Rosa sowohl geschmacklich als auch bei der Auswahl noch nicht mit Pfeiffer konkurrieren. Und damit bleibt das pfeiffersche Mangoeis unerreicht.
Allerdings kostet die Kugel 80 cent, wenn man sie im Pappbecher konsumieren möchte. Und damit ist das La Rosa nur in der Waffel preislich gleich zum Pfeiffer.



Philippinenhof, ein Ortsteil mit zwei Gesichtern.
Zum einen der Stadteil irgendwo im Westen bei Kassel, zum anderen der Ortsteil von Müncheberg, Müncheberg auf halben Weg zwischen Berlin und Polen.
Doch was ist nun das wahre, das einzig richtige Philippinenhof?
Diese Frage ist nicht endgültig zu beantworten, vielleicht nur soweit: Philippinenhof b. Mbg liegt im Osten und im Osten geht die Sonne auf!
Während in Asien der Reis üblicherweise in Reiskochern lose gekocht wird, bevorzugen deutsche Haushalte eher den Reis im Kochbeutel.

Dabei ist das Kochen im Reiskocher viel einfacher und auch schneller: Einfach die gewünschte Menge Reis abwiegen (die reiskocher enthalten einen passenden Messbecher), das zur Reismenge korrespondierende Wasservolumen einfüllen (im Reiskocher gibt es passende Markierungen), Reiskocher anstellen und nach maximal einer Viertelstunde ist der Reis fertig. Kein Aufpassen ob der Reis im Kochtop überkocht, keine Vorheizphase. Selbst wenn man den Moment verpasst, an dem der Reis im Reiskocher fertig ist, die Warmhaltefunktion hält den reis notfalls auch noch stundenlang warm ohne das die Qualität sich spürbar verlängert.

Der einzige Grund, Reis im Kochbeutel zu bevorzugen ist, wenn man den Reis nur locker und körnig mag. Um dies im Reiskocher zu schaffen, muß der Reis vorher gründlich gewaschen werden. Und das bedeutet, Reis in eine Schüssel geben, mit kaltem Wasser auffüllen, Reisverrühren, Wasser abgiessen. Das wird solange wiederholt, bis das Wasser klar ist. Auf die Weise wird die am losen Reis haftende Reisstärke abgewaschen, die den Reis verkleben wird.

Der Kochbeutelreis ist bereits gewaschen. Im Gegensatz zum losen Reis, den man selbst mit reinem Wasser wäscht, schweigen sich die Kochbeutelfirmen über ihre Waschmethoden aus.

Wer übrigens einmal echten japanischen Reis gegessen hat, wird "europäischen" Reis künftig eh die kalte Schulter zeigen! 

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