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    <title>Drosselkom-Vorstand verspottet seine Kunden: Wir lieben Euch doch!</title>
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    <published>2013-05-13T11:53:28Z</published>
    <updated>2013-05-13T12:22:15Z</updated>

    <summary><![CDATA[ Wenn die Telekom, neudeutsch Drosselkom, glaubte, der Protest der Netzgemeinde gegen die Drosselpl&auml;ne bei Flatrates w&uuml;rde sich als Sturm im Wasserglas entpuppen, muss sie sp&auml;testens jetzt bemerken, dass sich das Thema langsam aber sicher in Richtung PR-GAU bewegt. Der Noch-Telekom-Chef Obermann und der Bald-Telekom-Chef H&ouml;ttges gaben nun der Welt...]]></summary>
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        <![CDATA[<p>
	Wenn die Telekom, neudeutsch Drosselkom, glaubte, der Protest der Netzgemeinde gegen die Drosselpl&auml;ne bei Flatrates w&uuml;rde sich als Sturm im Wasserglas entpuppen, muss sie sp&auml;testens jetzt bemerken, dass sich das Thema langsam aber sicher in Richtung PR-GAU bewegt.</p>
<p>
	Der Noch-Telekom-Chef Obermann und der Bald-Telekom-Chef H&ouml;ttges gaben nun der Welt am Sonntag ein Interview.</p>
<p>
	Einige Statements sind dabei interessant und schrammen nur haarscharf an Volksverdummung a la Goebbels vorbei.</p>
<p>
	Obermann: &quot;Bisher zahlen die Intensivnutzer genauso viel wie die Wenignutzer. Wir finden es fairer, wenn die, die das Netz ganz besonders viel nutzen, auch etwas mehr zahlen&quot;. Es ist v&ouml;llig klar, dass man Personen, die viel verbrauchen, st&auml;rker zur Kasse bitten m&ouml;chte, als Kunden, die weniger verbrauchen. Aber den Begriff &quot;Fair&quot; hier so einseitig ins Spiel bringen, ist Volksverdummung. Wenn die, die viel verbrauchen, mehr zahlen sollen, m&uuml;ssen die, die weniger verbrauchen, weniger zahlen d&uuml;rfen. *DAS* w&auml;re fair. Aber dann braucht es keine Flatrate mehr, dann nennt man so etwas einen Volumen-Tarif. Dazu kommt, dass es die Telekom nicht einen Cent mehr kostet, ob nun 100 GB durch die Leitungen rauschen oder nur 1 GB! DIe Telekomiker wollen hier den Kunden zweimal f&uuml;r bl&ouml;d verkaufen!</p>
<p>
	Obermann: &quot;Wir wollen das Internet schneller machen und die Preise soweit es geht stabil halten.&quot;</p>
<p>
	Ja, Investitionen in schnellere Netze kosten Geld. Ist es aber fair, sich das auch von denen bezahlen zu lassen, die gar kein schnelleres Netz ben&ouml;tigen? Nein. DIe Telekom trennt nicht sauber zwischen schnelleren Verbindungen und Ausnutzung der &Uuml;bertragungskapazit&auml;ten, also schneller Datentransport gegen Transport von vielen Daten.</p>
<p>
	H&ouml;ttges und Obermann: &quot;Wir lieben unsere Kunden.&quot;</p>
<p>
	Ja, das sagte Stasi-Chef Mielke auch so &auml;hnlich, auch er liebte alle...</p>
<p>
	Die Kr&ouml;nung des ganzen ist dann, dass die Telekom bestimmte Dienste/Angebote aus der Volumenbegrenzung herausnimmt. Schaut man als Telekom-Kunde Fernsehen (T-Entertainment)&nbsp;kostet die Bandbreite nichts extra.</p>
<p>
	Nutzt man aber einen konkurrierenden Dienst, z.B. Zattoo, l&auml;uft die Volumen-Uhr. und nach 75 GB, also nach ca. 15 Stunden, ist schluss mit TV-Schauen.</p>
<p>
	Die Telekom meint dazu nur, dass T-Entertain sei ein &quot;managed Service&quot;, den w&uuml;rden die Kunden extra bezahlen, da m&uuml;sse die Telekom f&uuml;r die Qualit&auml;t gerade stehen...</p>
<p>
	Ja, aber auch hier trennt die Telekom nicht sauber. Es stimmt, T-Entertain ist ein zus&auml;tzlicher Dienst, der ein paar Euro extra kostet. Aber was hat &nbsp;das mit der Menge an &uuml;bertragenen Daten zu tun?</p>
<p>
	Es ist alles eine Frage der Vertragsgestaltung: Nat&uuml;rlich garantiert die Telekom, dass die TV &Uuml;bertragung st&ouml;rungsfrei abl&auml;uft. F&uuml;r diese Garantie m&uuml;ssen die Kunden bezahlen. Aber ein Zusammenhang mit der Menge an Daten l&auml;&szlig;t sich nicht finden, au&szlig;er, dass nach Aussch&ouml;pfung des Freikontingents von 75 GB ein Fernsehen nicht mehr m&ouml;glich ist, aber das weiss der Kunde doch! Wenn er mehr Fernsehen will, soll er nach Logik der Telekom einfach ein paar mehr Euro r&uuml;berschieben und er bekommt ein paar GB mehr zugesprochen.</p>
<p>
	Die gleiche Strategie betreibt die Telekom auch bei konkurrierenden&nbsp; Anbietern, wenn die etwas Kohle nach Bonn &uuml;berweisen, k&ouml;nnen auch sie als &quot;managed Service&quot; eingestuft werden.&nbsp;</p>
<p>
	Wer zahlt hat mehr vom Internet?</p>
<p>
	Genau das sollte mit der sogenannten Netzneutralit&auml;t aber gerade vermieden werden. Und deshalb ist die Politik gefragt, dem Treiben der Drosselkom ein Ende zu bereiten.</p>
<p>
	&nbsp;</p>
]]>
        
    </content>
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    <title>Frankreich nimmt orwellsche Züge an: Zoll darf Handys und Notebooks durchsuchen</title>
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    <id>tag:www.philippinenhof.net,2013://7.1288</id>

    <published>2013-05-07T15:50:04Z</published>
    <updated>2013-05-08T05:20:23Z</updated>

    <summary><![CDATA[ Der Sicherheitswahn macht auch vor Frankreich nicht halt. Erst nahm sich die USA heraus, an der Grenze zu den USA Laptops durchw&uuml;hlen zu d&uuml;rfen, dann wurde bekannt, dass der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet&nbsp;bei der Einreise nach Israel Zugriff auf die E-Mails zu bekommen habe, andernfalls w&uuml;rde die Einreise verweigert...]]></summary>
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        <name>Ron</name>
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        <category term="Nachrichten" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    
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        <![CDATA[<p>
	Der Sicherheitswahn macht auch vor Frankreich nicht halt.</p>
<p>
	Erst nahm sich die USA heraus, an der Grenze zu den USA Laptops durchw&uuml;hlen zu d&uuml;rfen, dann wurde bekannt, dass der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet&nbsp;bei der Einreise nach Israel Zugriff auf die E-Mails zu bekommen habe, andernfalls w&uuml;rde die Einreise verweigert werden und nun Frankreich.</p>
<p>
	Reisende berichteten, dass der franz. Zoll versucht habe, ausgeschaltete Handys zu inspizieren und Anruflisten oder Adressb&uuml;cher auslesen wollte.</p>
<p>
	Doch das ist nicht alles. Wer einmal in die F&auml;nge des franz&ouml;sischen Zolls ger&auml;t, wird quasi entrechtet. Denn bei Verh&ouml;ren hat der Verh&ouml;rte kein Recht auf anwaltlichen Beistand.</p>
<p>
	M&ouml;glicherweise verst&ouml;&szlig;t dieses Verhalten, was einen an das Verhalten von Beh&ouml;rden in Diktaturen erinnert, gegen die Grundrechtecharta und die Menschenrechtskonventionen der EU.</p>
<p>
	Wenn dieser Praxis kein Riegel vorgeschoben wird, wird dieses Beispiel Schule machen und wir befinden uns dann schon l&auml;ngst nicht mehr auf der Vorstufe zum totalit&auml;ren Staat.</p>
<p>
	Nur wird diesmal niemand mehr emigrieren k&ouml;nnen, denn die gesamte EU wird totalit&auml;r sein.</p>
<p>
	Drei&szlig;ig Jahre sp&auml;ter&nbsp;wird 1984 doch noch von der Fiktion zur Realit&auml;t.&nbsp;</p>
]]>
        
    </content>
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    <title>AGG Verstoß auf dem Buckower Gartentag - Frauen, wehrt Euch!</title>
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    <id>tag:www.philippinenhof.net,2013://7.1285</id>

    <published>2013-05-01T07:23:53Z</published>
    <updated>2013-05-01T08:00:50Z</updated>

    <summary><![CDATA[ Im Sommer 2006 trat ein Gesetz in Kraft, welches daf&uuml;r sorgen sollte, dass niemand mehr wegen seiner Herkunft, seines Geschlechts, seiner Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, seines Alters oder seiner sexuellen Identit&auml;t benachteiligt wird. Seit dem sind Stellenanzeigen, bei denen nach m&auml;nnlichen Mitarbeitern, die h&ouml;chsten 30 Jahre alt sind,...]]></summary>
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        <![CDATA[<p>
	Im Sommer 2006 trat ein Gesetz in Kraft, welches daf&uuml;r sorgen sollte, dass niemand mehr wegen seiner Herkunft, seines Geschlechts, seiner Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, seines Alters oder seiner sexuellen Identit&auml;t benachteiligt wird.</p>
<p>
	Seit dem sind Stellenanzeigen, bei denen nach m&auml;nnlichen Mitarbeitern, die h&ouml;chsten 30 Jahre alt sind, gesucht wird, nicht mehr gestattet.</p>
<p>
	Trotzdem sind Benachteiligungen aus dem einen oder anderen Grund immer noch an der Tagesordnung.</p>
<p>
	Nun hat es den Buckower Gartentag erwischt.</p>
<p>
	Dort findet am 26.5. auch ein Fotowettbewerb statt. Gesucht wird das sch&ouml;nste Digitalfoto einer Dame mit Hut. So weit ist noch alles in Ordnung.</p>
<p>
	Doch die Teilnahmebedingungen sind ein klarer Versto&szlig; gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (kurz AGG). Denn teilnehmen d&uuml;rfen ausschlie&szlig;lich M&Auml;NNER!</p>
<p>
	Selbstverst&auml;ndlich gibt es Ausnahmen beim AGG, die sogenannten geduldeten Ungleichbehandlungen. Z.B. ist v&ouml;llig klar, dass bei einer Stellenausschreibung im M&ouml;nchskloster Frauen sich eher nicht bewerben k&ouml;nnen.</p>
<p>
	Doch warum sollen nicht auch Frauen sch&ouml;ne Bilder von &quot;einer Dame mit Hut&quot; anfertigen d&uuml;rfen?</p>
<p>
	Der Wert des Versto&szlig;es bel&auml;uft sich auf zwar nur 150,- Euro. Doch jede Teilnehmerin hat nun einen Anspruch auf diese 150,-. Denn wenn sie nicht gewinnt, kann das ganz klar an der Diskriminierung liegen.</p>
<p>
	Philippinenhof ruft daher alle Frauen auf, am Gartentag ein entsprechendes Foto einzureichen. Sichert Euch das versprochene Honorar. Denn nur wenn die Diskriminierer richtig bluten m&uuml;ssen, werden sie lernen.</p>
<p>
	Und&nbsp; wir werden wieder einer Welt ein St&uuml;ckchen n&auml;her kommen, in der das Geschlecht, die Herkunft, das Alter etc. keine Kriterien sein werden, nach denen man Menschen bewertet!</p>
<p>
	&nbsp;</p>
]]>
        
    </content>
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<entry>
    <title>Freiheit im Internet in Gefahr: Drosselkom ist erst der Anfang!</title>
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    <id>tag:www.philippinenhof.net,2013://7.1284</id>

    <published>2013-05-01T05:42:28Z</published>
    <updated>2013-05-01T07:23:22Z</updated>

    <summary><![CDATA[ In den letzten Wochen schlugen die Wogen hoch, extrem hoch: Die Deutsche Telekom m&ouml;chte die Internet-Flatrate abschaffen. Ein Aufschrei der Emp&ouml;rung zog durch die Lande. Doch warum? Es ist Zeit, das Thema jenseits von populistischen Stammtischparolen zu beleuchten. Beginnen wir mit einem Blick in die Vergangenheit. Am Anfang stand...]]></summary>
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        <name>Ron</name>
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        <![CDATA[<p>
	In den letzten Wochen schlugen die Wogen hoch, extrem hoch: Die Deutsche Telekom m&ouml;chte die Internet-Flatrate abschaffen.</p>
<p>
	Ein Aufschrei der Emp&ouml;rung zog durch die Lande.</p>
<p>
	Doch warum?</p>
<p>
	Es ist Zeit, das Thema jenseits von populistischen Stammtischparolen zu beleuchten.</p>
<p>
	Beginnen wir mit einem Blick in die Vergangenheit.</p>
<p>
	Am Anfang stand das Modem oder der Akustik-Koppler. Mit diesen beiden Ger&auml;ten zwitscherten die Daten mit 37 Zeichen pro Sekunde &uuml;ber die Leitung. Neben dem Computer stand ein Telefon, meist mit W&auml;hlscheibe, damit wurde die Gegenstelle angerufen. Wenn die sich mit einem Ger&auml;usch meldet, dass vergleichbar dem&nbsp;eines Faxger&auml;tes ist, legt man das Telefon auf den Akustikkoppler.</p>
<p>
	Gegenstelle und Computer einigen sich dann auf ein gemeinsames Datenaustauschformat&nbsp;und die Daten beginnen zu flutschen.</p>
<p>
	Anf&auml;nglich konnte man jedes &uuml;bertragene Byte noch mit Handschlag begr&uuml;&szlig;en.</p>
<p>
	Doch die Technik wurde besser. Die Daten flutschten schneller&uuml;ber die Leitung, mehr Menschen nutzten Daten&uuml;bertragung per Telefon.</p>
<p>
	Die Telekom, damals war es noch die Deutsche Bundespost, schaffte die erste Flatrate ab, die es damals gab. Ortsgespr&auml;che waren damals f&uuml;r eine Telefoneinheit endlos lange m&ouml;glich. Aus Endlos wurden&nbsp;erst 12 Minuten, sp&auml;ter 6.</p>
<p>
	Erst mit Einf&uuml;hrung von ISDN als digitalem Telefonie-System, bot die Telekom wieder eine Flatrate an. Das Internet war schon l&auml;ngst geboren&nbsp;und die Leute lechzten nach kosteng&uuml;nstigem Datenverkehr.</p>
<p>
	Die Telekom erkannte die Zeichen der Zeit und schaffte die Flatrate bei ISDN-Leitungen wieder ab. Nur am Wochenende, konkreter an Sonn- und Feiertagen durfte man wieder endlos lange Telefonieren und surfen.</p>
<p>
	Dann kam DSL. Und auf einmal konnte man grenzenlos und vor allem schnell surfen.</p>
<p>
	Erst mit 768&nbsp;Kilobit pro Sekunde, sp&auml;ter mit 1 oder sogar 3 Megabit pro Sekunde. Wahnsinn.</p>
<p>
	Und es sollte noch schneller werden: 6 und 16 MBit.</p>
<p>
	Dann kam die Telekom mit einer neuen Technologie auf den Markt: VDSL.&nbsp;Nun zischten die Daten mit 25 oder 50 MBits/s &uuml;ber die Leitungen.</p>
<p>
	Und mit der Geschwindigkeit kam der Appetit. Waren es anf&auml;nglich nur Texte, kamen sp&auml;ter Bilder hinzu. F&uuml;r Musik und Video ben&ouml;tigte man dann schon MBit-Geschwindigkeit.</p>
<p>
	Und als es &uuml;blich wurde, das komplette TV-Programm &uuml;ber die DSL-Leitung zu schicken, wurde eine Geschwindigkeit im zweistelligen MBit-Bereich n&ouml;tig.</p>
<p>
	Immer mehr Menschen wollten immer mehr Geschwindigkeit f&uuml;r immer gr&ouml;&szlig;ere Daten&uuml;bertragungen.</p>
<p>
	Die Telekom musste massiv die Netze ausbauen.</p>
<p>
	Das kostet! Milliarden!</p>
<p>
	Seit der Staat nicht mehr den Ausbau bezahlt, m&uuml;ssen neue Einnahmequellen her.</p>
<p>
	Also will die Telekom wieder einmal die Flatrate abschaffen.</p>
<p>
	Doch was bedeutet Flatrate eigentlich genau?</p>
<p>
	Toll w&auml;re z.B. eine Kaufland-Flatrate. Man bezahlt einen monatlichen festen Betrag und darf dann zu Kaufland und sich nach Herzenslust bedienen.</p>
<p>
	F&uuml;r den, der nur ein paar Br&ouml;tchen kauft, d&uuml;rften die Br&ouml;tchen sehr teuer im Monat geworden sein. Doch f&uuml;r den Power-K&auml;ufer w&auml;ren das paradiesische Zust&auml;nde und der Albtraum einer jeden Kaufland-Filiale.</p>
<p>
	Doch kann man das so einfach auf die&nbsp;Datenwelt &uuml;bertragen?</p>
<p>
	Ja, kann man, grunds&auml;tzlich.</p>
<p>
	Man bezahlt auch hier einen festen Betrag. Nun ist es v&ouml;llig egal, ob man nur seine E-Mails abholt, meist nur wenige&nbsp;Kilobyte gro&szlig; oder ob man komplette Filme im Gigabyte-Bereich zieht.</p>
<p>
	W&auml;hrend die Telekom bei einem&nbsp;E-Mail-Kunden einige Kunden parallel bedienen kann und damit mehr Geld zu gleichen Zeit bekommt, blockiert der Film-Gucker die Leitung allein.</p>
<p>
	Das dies der Telekom ein Dorn im&nbsp;Auge ist, d&uuml;rfte klar sein.&nbsp;</p>
<p>
	Damit sollte verst&auml;ndlich sein, warum die Telekom die Flatrate abschaffen m&ouml;chte.</p>
<p>
	Doch warum dieser Aufschrei?</p>
<p>
	Die Telekom ist nicht einfach nur ein Zugangsprovider, also eine Firma, die anderen den Zugang zum Internet erm&ouml;glicht, sie ist auch Inhaltsprovider. Sie bietet also Inhalte an, hier sind es konkret neben E-Mail-Diensten auch Filme und Musik.</p>
<p>
	Doch w&auml;hrend hier die eigenen Dienste weiterhin per Flatrate ausgeliefert werden sollen, m&uuml;ssen andere Anbieter mit gleichen oder &auml;hnlichen Diensten damit rechnen, ihre Dienste nicht mehr an Telekomkunden ausliefern zu k&ouml;nnen.&nbsp;Denn die geplante Drosselung der Datenleitungen erm&ouml;glichen keine Video&uuml;bertragungen mehr.</p>
<p>
	Die Telekom bevorzugt hier also die eigenen Dienste.</p>
<p>
	Nat&uuml;rlich k&ouml;nnen Inhalte-Anbieter Kapazit&auml;ten bei der Telekom anmieten. Dann w&uuml;rden die &Uuml;bertragungen nicht mehr unter die potentielle Drosselung fallen.</p>
<p>
	Ein klarer Fall von Zwei-Klassen-Netz.</p>
<p>
	Und da die Telekom immer noch der gr&ouml;&szlig;te Anbieter von Leitungskapazit&auml;t ist ein klarer Fall von Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung.</p>
<p>
	Man k&ouml;nnte hier den Gedanken weiterspinnen: Was hindert die Telekom daran, bestimmte Dienste gar nicht mehr &uuml;ber ihre Leitungen zu lassen?</p>
<p>
	Niemand. Telekomkritiker erhalten halt keine &Uuml;bertragungskapazit&auml;t mehr.</p>
<p>
	Und deshalb ist es egal, ob die Grenze bei 20 GB oder 200 GB liegt.</p>
<p>
	Die Argumentation, die wenigsten werden etwas von der Drosselung merken, zieht einfach nicht. Sie ist genau so sinnlos als Argument wie das &Uuml;berwachungsargument: Wer nichts zu verbergen hat...</p>
<p>
	&nbsp;Au&szlig;erdem sind die Grenzen sehr schnell erreicht. die 75 GB sind gerade mal 3 HD-Filme.</p>
<p>
	Und wer Videospiele spielt kommt oft noch schneller an diese Grenzen. Playstation-Besitzer k&ouml;nnen z.B. 3 Spiele im Monat kostenlos bekommen. Jedes ungef&auml;hr 20 GB gro&szlig;. F&uuml;r Musik und Video w&auml;re kein Datenvolumen mehr &uuml;brig.</p>
<p>
	Dann sollen Power-User halt mehr bezahlen?</p>
<p>
	Falsch: Daten&uuml;bertragung kostet kein Geld. Ob man 1 Gigabyte oder 100 &uuml;bertr&auml;gt ist v&ouml;llig egal. Die Bereitstellung der M&ouml;glichkeit Daten &uuml;bertragen zu k&ouml;nnen, die kostet. Und wenn die Telekom f&uuml;r alle Kunden nicht genug Kapazit&auml;t bereitstellen kann, muss sie wie jede andere Firma auch investieren.</p>
<p>
	Doch die Telekom will sich einen teuren Ausbau sparen und stattdessen lieber ihre Kunden oder Datenanbieter zur Kasse bitten.</p>
<p>
	Welches Gesch&auml;ftsmodell sich durchsetzen wird, bleibt abzuwarten.</p>
<p>
	Mit einer Abschaffung von Flatrate-Tarifen w&uuml;rde Deutschland ein Vorreiter sein. Und Gefahr laufen, datenpolitisch ins Hintertreffen zu gelangen.</p>
<p>
	Und hier ist dann die Politik gefragt. Denn der Wirtschaftsstandort Deutschland k&ouml;nnte massiv bedroht sein.</p>
<p>
	Die Pl&auml;ne der Drosselkom sind also auf zwei Schienen gef&auml;hrlich:</p>
<p>
	1. Schw&auml;chung der Attraktivit&auml;t des Wirtschaftsstandortes</p>
<p>
	2. Abschaffung der Netzneutralit&auml;t durch Bevorzugung oder Blockierung bestimmter Dienste oder Angebote.</p>
<p>
	Beides ist gleicherma&szlig;en gef&auml;hrlich.</p>
<p>
	Als Kunde kann man nur eines machen: Anbieterwechsel.</p>
<p>
	Allerdings k&ouml;nnte er da schnell vom Regen in die Traufe kommen. Denn zum einen war auch bei Vodafon hinter vorgehaltener Hand schon l&auml;nger eine Drosselung im Gespr&auml;ch und auch bei Kabel Deutschland drosselt schon l&auml;ngst, mit 60 GB pro Tag aber in einem Bereich der in der Tat sehr gro&szlig;z&uuml;gig bemessen ist. Und zum anderen werden die anderen Firmen die Neukunden mit Begeisterung aufnehmen um dann sehr schnell ebenfalls eine Drosselung vorzunehmen.</p>
<p>
	Doch warum wird der Wirtschaftsstandort Deutschland gef&auml;hrdet?</p>
<p>
	Firmen sind darauf angewiesen, frei und ungehindert Daten austauschen zu k&ouml;nnen. H&auml;ufig sind Niederlassungen untereinander &uuml;ber das Internet vernetzt. Eine Drosselung kann hier die Kommunikation unm&ouml;glich machen. Deutschlands Internet z&auml;hlt eh schon zu den eher langsameren in Europa. Sogar Eurosorgenkind Portugal hat schnelleres Internet. Und w&auml;hrend in Deutschland viele Gebiete, vor allem im l&auml;ndlichen Raum nur mit sehr langsamen DSL angebunden sind (manchmal auch &uuml;berhaupt nicht), hat Schweden vor einiger Zeit beschlossen, alle B&uuml;rger mit 50 MBit anzubinden, einer Geschwindigkeit, die in Deutschland allenfalls in gro&szlig;en Ballungsr&auml;umen m&ouml;glich ist.</p>
<p>
	Noch aber besteht Hoffnung. DIe Telekom als quasi Staatsunternehmen kann noch von politischer Seite zur R&auml;son gebracht werden. Aber ob die LIppenbekenntnisse eines Philip R&ouml;slers wirklich etwas wert sind, wird die Zeit zeigen.</p>
<p>
	Noch soll die Bremse erst 2016 zur Anwendung kommen...</p>
]]>
        
    </content>
</entry>

<entry>
    <title>Wenn ein Sack Reis umfällt und gegen einen Sack Mais ausgetauscht werden soll </title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.philippinenhof.net/2013/04/wenn-ein-sack-reis-umfallt-und-gegen-einen-sack-mais-ausgetauscht-werden-soll.html" />
    <id>tag:www.philippinenhof.net,2013://7.1280</id>

    <published>2013-04-29T04:29:09Z</published>
    <updated>2013-04-29T08:57:23Z</updated>

    <summary><![CDATA[ Der letztens umgefallene Reissack,&nbsp;hat doch einige Ratten aufgescheucht, die die Chance witterten, sich am Gefallenen zu laben. Und verstreuter Mais, &auml;h, Reis, ist auch etwas f&uuml;r die Schweine. Und deren Baron m&ouml;chte sich&nbsp;nun an des Reissackes alte Stelle, des Leiters der&nbsp;Versammlung der Tiere,&nbsp;begeben.&nbsp; Begr&uuml;ndung: Es sei so &uuml;blich, dass...]]></summary>
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        <![CDATA[<p>
	Der letztens umgefallene Reissack,&nbsp;hat doch einige Ratten aufgescheucht, die die Chance witterten, sich am Gefallenen zu laben.</p>
<p>
	Und verstreuter Mais, &auml;h, Reis, ist auch etwas f&uuml;r die Schweine. Und deren Baron m&ouml;chte sich&nbsp;nun an des Reissackes alte Stelle, des Leiters der&nbsp;Versammlung der Tiere,&nbsp;begeben.&nbsp;</p>
<p>
	Begr&uuml;ndung: Es sei so &uuml;blich, dass der St&auml;rkere, naja, den Schw&auml;cheren zwar nicht fri&szlig;t, aber zumindest im Vorsitz beerbt.</p>
<p>
	Dieser Grund ist nat&uuml;rlich universell und immer dann sinnvoll, wenn man selbst einen Vorteil daraus ziehen kann. Wenn es einem nicht so in den Kram passt, gibt es bestimmt tausend andere Gr&uuml;nde, die ein&nbsp;anderes Handeln mehr als rechtfertigen.</p>
<p>
	Aber was ist denn so schlimm daran, wenn ein Sack Reis durch einen Sack Mais ersetzt wird?</p>
<p>
	W&auml;hrend&nbsp;Reis eher weniger von den Schweinen gefressen wird, obwohl Schweine so ziemlich alles fressen, wirkt Mais wie ein Magnet.</p>
<p>
	Ein Maissack an der Spitze und die Schweine kommen, zu Hunderten, zu Tausenden...</p>
<p>
	Und niemand wird sie mehr aufhalten k&ouml;nnen, ach nein, das waren ja die Heuschrecken und die kamen aus Holland.</p>
<p>
	&nbsp;</p>
<p>
	PS: Sie wissen nicht, worum es geht? In der <a href="http://www.philippinenhof.net/2012/08/35-sitzung-der-svv-muncheberg-entscheidet-uber-zulassigkeit-eines-burgerantrages.html">Schweinestadt M&uuml;ncheberg</a> ist es mit dem offenen Wort so eine Sache. Da wird einem gerne einmal durch die Blume&nbsp;mit <a href="http://www.philippinenhof.net/2013/03/die-schweine-kommen---nun-kann-den-bornheimern-der-krieg-erklart-werden.html#comment-103234">Klage</a> gedroht. Deshalb bewegen wir uns einfach einmal in den Fussstapfen von Gotthold Ephraim Lessing (nat&uuml;rlich ohne die Klasse des genialen Fabulierers).</p>
]]>
        
    </content>
</entry>

<entry>
    <title>Plant Europa die Enteignung der Sparer - war Zypern nur ein Testballon?</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.philippinenhof.net/2013/04/plant-europa-die-enteignung-der-sparer---war-zypern-nur-ein-testballon.html" />
    <id>tag:www.philippinenhof.net,2013://7.1275</id>

    <published>2013-04-19T13:09:18Z</published>
    <updated>2013-04-19T13:37:40Z</updated>

    <summary><![CDATA[ Die europ&auml;ischen Banken stehen mit &uuml;ber 9 Bio Euro in der Kreide. Da ist Zypern ein Klacks gegen. In Zypern mussten alle Sparer &uuml;ber 100.000 Euro massiv Geld abgeben. Ob nur die Summe &uuml;ber 100.000 ber&uuml;cksichtigt wurde, ist kaum einer Berichterstattung zweifelsfrei zu entnehmen. Zum Gl&uuml;ck war Zypern eine...]]></summary>
    <author>
        <name>Ron</name>
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        <category term="Wirtschaft" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.philippinenhof.net/">
        <![CDATA[<p>
	Die europ&auml;ischen Banken stehen mit &uuml;ber 9 Bio Euro in der Kreide.</p>
<p>
	Da ist Zypern ein Klacks gegen.</p>
<p>
	In Zypern mussten alle Sparer &uuml;ber 100.000 Euro massiv Geld abgeben. Ob nur die Summe &uuml;ber 100.000 ber&uuml;cksichtigt wurde, ist kaum einer Berichterstattung zweifelsfrei zu entnehmen.</p>
<p>
	Zum Gl&uuml;ck war Zypern eine Ausnahme.</p>
<p>
	War es das wirklich?</p>
<p>
	Bereits Eurogruppenchef... &auml;h... nennen wir ihn Bob, sagte, dass er sich Zypern sehr gut als Modell f&uuml;r andere L&auml;nder mit finanzieller Schieflage vorstellen k&ouml;nnen. Eine Untergrenze nannte er dabei nicht.</p>
<p>
	Selbstverst&auml;ndlich (!) ruderte Bob prompt Zur&uuml;ck.</p>
<p>
	Seine Relativierung kann aber schnell vergessen werden, denn EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier hat&nbsp;Bobs Ideen bereits aufgegriffen.</p>
<p>
	Wenn Banken in Schieflage geraten, soll sich zur Sannierung zuerst an den Aktion&auml;ren bedient werden, es folgen die Anleihegl&auml;ubiger, dann&nbsp;die Sparer. Erst wenn es immer noch nicht reicht, muss der Einlagensicherungsfond herhalten. Und dann, zum Schluss, der Eurorettungsfond ESM.</p>
<p>
	Immerhin hat Barnier eine Untergrenze genannt, ab der Spareinlagen sicher sind (&quot;Die Renten sind sicher&quot;, &quot;Niemand hat die Absicht eine Mauer zu erbauen&quot;). 100.000 Euro sollen sicher sein. &nbsp;&nbsp;</p>
<p>
	Ach was... 100.000...</p>
<p>
	Wer hat denn schon soviel Geld?</p>
<p>
	Schauen wir erst einmal aufs Konto. Auf dem Konto werden sicherlich die wenigsten Menschen soviel Geld liegen haben, insbesondere bei dem &quot;tollen&quot; Zinssatz von manchmal gerade 0,5%. Aber es gibt da ja noch Bausparvertr&auml;ge, Lebensversicherungen, Rentenversicherungen u.a. Vorsorgeleistungen.</p>
<p>
	Da kommt ganz schnell ein Betrag jenseits der 100.000 zusammen.</p>
<p>
	Na? Haben Sie sich schon ein h&uuml;bsches Pl&auml;tzchen unter der n&auml;chsten Autobahnbr&uuml;cke gesucht, wo Sie Ihre alten Tage verbringen werden? Beeilen Sie sich, die besten Pl&auml;tze sind schnell belegt.</p>
<p>
	Und glaubt irgend jemand, dass die 100.000 wirklich Bestand haben werden?</p>
<p>
	Selbst in Deutschland gibt es kein Gesetz, welches einem die 100.000 garantiert.</p>
<p>
	Wenn es hart auf hart kommt, wird es nur eine Grenze geben: 0. Und selbst diese Grenze ist schon optimistisch gew&auml;hlt. Was hindert es denn die Politik, dem Druck der M&auml;rkte (aka Banken) nachzugeben und von jedem B&uuml;rger zus&auml;tzlich&nbsp;einen Rettungsobolus einzufordern?</p>
<p>
	Richtig. Niemand!&nbsp;</p>
<p>
	Sp&auml;testens wenn das n&auml;chste Land das Zypern-Modell &uuml;bernimmt und seine Sparer kalt enteignet, kann es nur noch heissen: Rettet Euer Geld! St&uuml;rmt die Banken und holt das Geld nach Hause. Unterm Kopfkissen ist es offensichtlich wieder&nbsp;sicherer!</p>
<p>
	Sie&nbsp;glauben, mit demokratischen Wahlen k&ouml;nne man dies verhindern? Hand aufs Herz, nennen Sie nur eine, wirklich nur eine einzige Wahl, die wirklich etwas grundlegend f&uuml;r das Volk ge&auml;ndert hat.</p>
<p>
	Und nein, die M&auml;rkte sind nicht das Volk.&nbsp;</p>
<p>
	Wieso&nbsp;schweigen Sie?&nbsp;</p>
]]>
        
    </content>
</entry>

<entry>
    <title>Hans-Peter Uhl (CDU) und die Deutsche Polizeigewerkschaft für Bostoner Anschläge verantwortlich?</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.philippinenhof.net/2013/04/hans-peter-uhl-cdu-und-die-deutsche-polizeigewerkschaft-fur-bostoner-anschlage-verantwortlich.html" />
    <id>tag:www.philippinenhof.net,2013://7.1273</id>

    <published>2013-04-17T05:03:21Z</published>
    <updated>2013-04-17T09:54:48Z</updated>

    <summary><![CDATA[ Es war zu erwarten: Terroranschlag und sofort kriechen sie aus ihren Ritzen, die Ratten, die gleich wieder mehr &Uuml;berwachung fordern, weniger demokratische Rechte etc. Das alles unter dem M&auml;ntelchen, die Demokratie, die man gerade demontiert, zu sch&uuml;tzen. Der sogenannte Innenexperte der CDU, Hans-Peter Uhl, kam, kaum war der Rauch...]]></summary>
    <author>
        <name>Ron</name>
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        <category term="Nachrichten" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.philippinenhof.net/">
        <![CDATA[<p>
	Es war zu erwarten: Terroranschlag und sofort kriechen sie aus ihren Ritzen, die Ratten, die gleich wieder mehr &Uuml;berwachung fordern, weniger demokratische Rechte etc.</p>
<p>
	Das alles unter dem M&auml;ntelchen, die Demokratie, die man gerade demontiert, zu sch&uuml;tzen.</p>
<p>
	Der sogenannte Innenexperte der CDU, Hans-Peter Uhl, kam, kaum war der Rauch der doppelten Bomebenexplosion verzogen, gleich wieder mit seiner ewig alten Schallplatte, dass man nun endlich die Vorratsdatenspeicherung einf&uuml;hren m&uuml;sse. Fehlte nur nochder Satz: Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu bef&uuml;rchten. McCarthy l&auml;&szlig;t gr&uuml;&szlig;en.</p>
<p>
	Da es noch niemanden gibt, der die Verantwortung f&uuml;r das Bombenattentat &uuml;bernimmt, ist nat&uuml;rlich Zeit, Verschw&ouml;rungstheorien zu schmieden.</p>
<p>
	Die erste Frage, die man sich stellen muss, ist zweifelsohne diese: Wem nutzt der Anschlag?</p>
<p>
	Hr. Uhl und seine Unterst&uuml;tzer, die Polizeigewerkschaft. K&ouml;nnen sie doch die Gunst der Stunde nutzen, wieder ein St&uuml;ckchen Freiheit begraben zu k&ouml;nnen. Hier konkret die Freiheit ohne beschn&uuml;ffelt zu werden, zu telefonieren, zu mailen, zu surfen oder zu faxen.&nbsp;</p>
<p>
	Aber wer nichts zu verbergen... Klappe zu dahinten! Es geht&nbsp;1. niemanden etwas an, wer wann mit wem wie lange&nbsp;mit welchem Medium kommuniziert hat, solange nicht ein handfester Beweis f&uuml;r einen Gesetzesverstoss existiert.</p>
<p>
	Und 2., Anh&auml;nger der Theorie&nbsp;&quot;wer nichts zu verbergen...&quot; vergessen, dass mit einer Vorratsdatenspeicherung alle B&uuml;rger in Generalverdacht genommen werden. Dann ist es vielleicht noch besser, alle B&uuml;rger erst einmal prophylaktisch in Knast zu sperren, da braucht man ihnen dann gar keine Freiheiten mehr gew&auml;hren.</p>
<p>
	W&auml;r das nicht etwas, Hr. Uhl?</p>
<p>
	Sie k&ouml;nnen doch auf 40 Jahre Erfahrung bei den vielen noch lebenden Funktion&auml;ren des gr&ouml;&szlig;ten Freiluftknastes der Welt, kurz: DDR, zur&uuml;ckgreifen.</p>
<p>
	Nat&uuml;rlich, um den bereits mottenzerfressenen Mantel Vorratsdatenspeicherung herausholen zu k&ouml;nnen, bedarf es eines guten Anlassen...</p>
<p>
	Hr. Uhl, waren das Ihre Schnellkocht&ouml;pfe, die in Boston ein Kind get&ouml;tet haben? Waren es ihre T&ouml;pfe, die daf&uuml;r gesorgt haben, dass kaum noch ein gro&szlig;es Openair-Event stattfinden kann, ohne dass Angst mitschwingt?</p>
<p>
	Hr. Uhl, Ihr Gesch&auml;ft ist das Gesch&auml;ft mit der Angst. Sie glauben, Angst rechtfertigt alles.</p>
<p>
	Aber da haben Sie sich geirrt, die n&auml;chste Sprengladung explodiert unter Ihrem Hintern und wird sie aus der Politik fegen. Hoffentlich sp&auml;testens bei den n&auml;chsten Wahlen. Denn Politiker, die mit Hilfe von Angst regieren wollen, d&uuml;rfen uns nicht regieren.</p>
<p>
	UNS NICHT!&nbsp;</p>
]]>
        
    </content>
</entry>

<entry>
    <title>Einer geht noch... - Zum Rücktritt des Fraktionsvorsitzenden der Linken im Müncheberger Stadtparlament</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.philippinenhof.net/2013/04/einer-geht-noch---zum-rucktritt-des-fraktionsvorsitzenden-der-linken-im-muncheberger-stadtparlament.html" />
    <id>tag:www.philippinenhof.net,2013://7.1269</id>

    <published>2013-04-04T15:32:07Z</published>
    <updated>2013-04-04T15:49:20Z</updated>

    <summary><![CDATA[ Zuerst die wichtige Meldung: In China ist wieder einmal ein Sack Reis umgefallen. Und nun zum weniger wichtigen. Das hochgradig bedeutende Stadtparlament von M&uuml;ncheberg hat mit dem R&uuml;cktritt eines ihrer Mitglieder zu k&auml;mpfen: Dr. Helmut F&uuml;ller, Fraktionsvorsitzender der Linken, legte mit Wirkung vom 4.4.2013 sein Mandat nieder. Da die...]]></summary>
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        <name>Ron</name>
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        <category term="Regional" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.philippinenhof.net/">
        <![CDATA[<p>
	Zuerst die wichtige Meldung: In China ist wieder einmal ein Sack Reis umgefallen.</p>
<p>
	Und nun zum weniger wichtigen. Das hochgradig bedeutende Stadtparlament von M&uuml;ncheberg hat mit dem R&uuml;cktritt eines ihrer Mitglieder zu k&auml;mpfen: Dr. Helmut F&uuml;ller, Fraktionsvorsitzender der Linken, legte mit Wirkung vom 4.4.2013 sein Mandat nieder.</p>
<p>
	Da die Linke offensichtlich durch vergangene R&uuml;cktritte bereits Ersatzgeschw&auml;cht ist, war die Ersatzbank nicht mehr belegt. Damit muss die Linke das Turnier, pardon, die Legislaturperiode, mit einem Abgeordneten weniger bestreiten. Damit zieht die CDU (ehemals Blockfl&ouml;te) an der Linken vorbei und ist st&auml;rkste Fraktion.</p>
<p>
	Ob das irgendwelche Bedeutung f&uuml;r irgendwelche Abstimmungen haben wird, darf mit Blick auf die Erfahrungen der letzten Zeit, alle Abstimmungen einstimmig, bezweifelt werden.</p>
<p>
	Also wenden wir uns wieder wichtigeren Dingen zu: Der frisch umgefallene Reissack wurde zwischenzeitlich wieder aufgerichtet. Gr&ouml;&szlig;erer Schaden konnte damit von der Lebensmittelproduktion abgewendet werden. Der Dank gilt den fleissigen chinesischen Werkt&auml;tigen, die alles f&uuml;r das Wohl des Vol... ach lassen wir das...</p>
]]>
        
    </content>
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<entry>
    <title>98.69% der Stimmen für die Kandidaten der Nationalen Front</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.philippinenhof.net/2013/04/9869-der-stimmen-fur-die-kandidaten-der-nationalen-front.html" />
    <id>tag:www.philippinenhof.net,2013://7.1268</id>

    <published>2013-03-31T23:04:14Z</published>
    <updated>2013-04-01T08:40:02Z</updated>

    <summary><![CDATA[ In M&uuml;ncheberg wird gew&auml;hlt. Nat&uuml;rlich nicht heute, aber irgend wann demn&auml;chst. Dumm nur, wenn die Wahlergebnisse bereits jetzt durchsickern. Im M&uuml;ncheberger Stadtparlament hat der Block Nationale Front, bestehend aus SED (ehemals bekannt als die Linke und die SPD), CDU (einmal Blockfl&ouml;te immer Blockfl&ouml;te), NDPD (ehemals DVU), LDPD (ehemals FDP)...]]></summary>
    <author>
        <name>Ron</name>
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        <category term="Kunterbunt" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.philippinenhof.net/">
        <![CDATA[<p>
	In M&uuml;ncheberg wird gew&auml;hlt. Nat&uuml;rlich nicht heute, aber irgend wann demn&auml;chst.</p>
<p>
	Dumm nur, wenn die Wahlergebnisse bereits jetzt durchsickern.</p>
<p>
	Im M&uuml;ncheberger Stadtparlament hat der Block Nationale Front, bestehend aus SED (ehemals bekannt als die Linke und die SPD), CDU (einmal Blockfl&ouml;te immer Blockfl&ouml;te), NDPD (ehemals DVU), LDPD (ehemals FDP) und der DBD (der sch&auml;bige Rest), 98,69% der Stimmen auf sich vereinigt bekommen.</p>
<p>
	Die Generalsekret&auml;rin und Vorsitzende der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, Sektion M&uuml;ncheberg und Vorsitzende des Rates der B&uuml;rgermeister, Uta Barkusky, wird nach Bekanntgabe des Ergebnisses betonen, dass sich die Bildung des Einheits-Blockes der Nationalen Front regelrecht angeboten habe, da wichtige Abstimmungen im Parlament eh nur noch einstimmig fielen.&nbsp; Auf die fingierte Frage eines Pressevertreter des Neuen M&uuml;nchebergs (Lokalausgabe des Neuen Deutschlands), ob das Fehlen einer Opposition nicht gleichbedeutend mit einer fehlenden Kontrolle der Regierung sei, wird sie&nbsp; mit dem Verweis auf das Wahlergebnis beantworten. Fast 98% des Volkes st&uuml;nden hinter dem antifaschistischen Block. Ausserdem brauche eine Politik unter dem Motto &quot;Alles zum Wohle des Volkes&quot; keine Opposition. Und solange &quot;Jeder jeden Tag mit guter Bilanz&quot; abschlie&szlig;en k&ouml;nne, sei auch das Motto &quot;M&uuml;ncheberg in seiem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf&quot; Losung Nummer 1.</p>
<p>
	Philippinenhof sah sich veranlasst, diese als Top Secret eingestuften Informationen unverz&uuml;glich zu ver&ouml;ffentlichen. Allerdings ist das Leck wohl auch in den Kreisen der k&uuml;nftigen Stadtregierung bekannt geworden, denn Einheiten der Kampftruppen seien in Bewegung gesetzt worden, um die Informationen zu sichern und die Ver&ouml;ffentlichung zu verhindern.&nbsp;</p>
<p>
	Philippinenhof.net weiss also nicht, wann mit der Erst&uuml;rmung der Redaktion begonnen werden wird. Der L&auml;rm vor unserem Redaktionsgeb&auml;ude l&auml;&szlig;t jedoch keinen Zweifel aufkommen, dass alles getan werden soll, um die Wahrheit zu unterdr&uuml;cken.</p>
<p>
	Jetzt peitschen die ersten Sch&uuml;sse durch das Redaktionsgeb&auml;ude... Wir haben nur noch wenig Zeit...</p>
<p>
	&quot;Freiheit f&uuml;r M&uuml;ncheberg&quot;</p>
<p>
	&quot;Nieder mit der bolschewistischen Stadtf&uuml;hrung&quot;</p>
<p>
	&quot;M&uuml;ncheberg bleibt fr......&quot;&nbsp;</p>
]]>
        
    </content>
</entry>

<entry>
    <title>Mindestlohn - Arbeiten, um zu leben</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.philippinenhof.net/2013/03/mindestlohn---arbeiten-um-zu-leben.html" />
    <id>tag:www.philippinenhof.net,2013://7.1267</id>

    <published>2013-03-31T07:55:13Z</published>
    <updated>2013-03-31T08:06:21Z</updated>

    <summary><![CDATA[ Der Mindestlohn scheidet die Gem&uuml;ter. F&uuml;r die einen ist es ein elementares Zeichen der Fairness, gutes Geld f&uuml;r gute Arbeit, f&uuml;r die anderen Teufelszeug und mit EInf&uuml;hrung das ENde des Industriestandortes Deutschland. Es ist also viel Rhetorik und viel Propaganda im Spiel. Eine neue Nuance wirft nun der sogenannte...]]></summary>
    <author>
        <name>Ron</name>
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        <category term="Wirtschaft" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.philippinenhof.net/">
        <![CDATA[<p>
	Der Mindestlohn scheidet die Gem&uuml;ter.</p>
<p>
	F&uuml;r die einen ist es ein elementares Zeichen der Fairness, gutes Geld f&uuml;r gute Arbeit, f&uuml;r die anderen Teufelszeug und mit EInf&uuml;hrung das ENde des Industriestandortes Deutschland.</p>
<p>
	Es ist also viel Rhetorik und viel Propaganda im Spiel.</p>
<p>
	Eine neue Nuance wirft nun der sogenannte Wirtschaftsweise Christoph M. Schmidt in den Ring. Er warnt deutlich vor der Einf&uuml;hrung eines gesetzlichen Mindestlohn.</p>
<p>
	Er meint, jeder Arbeitsplatz m&uuml;sse sich wirtschaftlich tragen, sonst falle er weg.</p>
<p>
	Da hat er recht, zweifelsohne. Aber was hat das mit einem Mindestlohn zu tun?</p>
<p>
	Viele Full-Time Besch&auml;ftigte m&uuml;ssen noch staatliche Leistungen beantragen (verbunden mit den inquisitorischen und menschenverachtenden Offenlegung der Verm&ouml;gensverh&auml;ltnissen).</p>
<p>
	Warum muss der Steuerzahler bei solchen Jobs einspringen und etwas zuschiessen? Jeder Arbeitsplatz muss sich selbst tragen! Und ein MIndestlohn kann dabei helfen! Zumindest k&ouml;nnen sich dann Firmen keinen Wettbewerbsvorteil verschaffen, in dem sie g&uuml;nstigere Preise verlangen und die Gesellschaft f&uuml;r die DIfferenz sorgen muss!</p>
<p>
	Die Definition eines Mindestlohnes kann ganz einfach sein: Er muss mindestens so hoch sein, dass kein Arbeitnehmer, egal in welcher pers&ouml;nlichen Konstellation bei einem Vollzeitjob noch staatliche Erg&auml;nzungsleistungen beantragen muss!</p>
<p>
	Aber so etwas ist politisch nicht gewollt, auf so etwas k&ouml;nnen wir lange warten...</p>
]]>
        
    </content>
</entry>

<entry>
    <title>Zum Tod von Reinhard Lakomy - die Besten sterben immer zuerst!</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.philippinenhof.net/2013/03/zum-tod-von-reinhard-lakomy---die-besten-sterben-immer-zuerst.html" />
    <id>tag:www.philippinenhof.net,2013://7.1266</id>

    <published>2013-03-23T21:11:09Z</published>
    <updated>2013-03-23T21:19:24Z</updated>

    <summary><![CDATA[ Die meisten der aktuellen Eltern- und Gro&szlig;elterngeneration sollten ihn kennen, Reinhard Lakomy, Lacky. Seine Kinderlieder und Rockballaden geh&ouml;ren in jedes gute CD Regal. Seine bekanntesten Ver&ouml;ffentlichungen d&uuml;rften zweifellos seine Geschichtenlieder und der Traumzauberbaum sein. Wer noch eine der alten Amiga-Schallplatten besitzt, kann sich gl&uuml;cklich sch&auml;tzen, ein wahres Kleinod in...]]></summary>
    <author>
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        <category term="Kultur" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.philippinenhof.net/">
        <![CDATA[<p>
	Die meisten der aktuellen Eltern- und Gro&szlig;elterngeneration sollten ihn kennen, Reinhard Lakomy, Lacky. Seine Kinderlieder und Rockballaden geh&ouml;ren in jedes gute CD Regal.</p>
<p>
	Seine bekanntesten Ver&ouml;ffentlichungen d&uuml;rften zweifellos seine Geschichtenlieder und der Traumzauberbaum sein.</p>
<p>
	Wer noch eine der alten Amiga-Schallplatten besitzt, kann sich gl&uuml;cklich sch&auml;tzen, ein wahres Kleinod in der Sammlung zu haben.</p>
<p>
	&Uuml;ber 40 Jahre erfreute Lakomy seine kleinen und gro&szlig;en Fans.</p>
<p>
	Mit 67 Jahren erlag Lakomy einem Lungenkrebsleiden.</p>
<p>
	Lacky, ruhe in Frieden. Deine Werke werden weiter Generationen begeistern, ganz sicher!</p>
]]>
        
    </content>
</entry>

<entry>
    <title>Hara-Kiri - Tod eines Samurai</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.philippinenhof.net/2013/03/hara-kiri---tod-eines-samurai.html" />
    <id>tag:www.philippinenhof.net,2013://7.1265</id>

    <published>2013-03-09T12:57:01Z</published>
    <updated>2013-03-09T13:07:04Z</updated>

    <summary><![CDATA[ Japan, 17. Jahrhundert, Zeit des Tokugawa Shogunats. Die Zeit der Samurai neigt sich dem Ende zu. Immer mehr streifen als Ronin durch die Lande, betteln, t&ouml;ten. Irgendwann ger&auml;t es zur Mode, einen reichen Adligen zu bitten, in seinem Hause rituell Selbstmord begehen zu d&uuml;rfen. Da die Adligen das in...]]></summary>
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        <category term="Drama" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.philippinenhof.net/">
        <![CDATA[<p>
	<span style="font-size: 12px"><em>Japan, 17. Jahrhundert, Zeit des Tokugawa Shogunats. Die Zeit der Samurai neigt sich dem Ende zu. Immer mehr streifen als Ronin durch die Lande, betteln, t&ouml;ten. Irgendwann ger&auml;t es zur Mode, einen reichen Adligen zu bitten, in seinem Hause rituell Selbstmord begehen zu d&uuml;rfen. Da die Adligen das in der Regel nicht wollen, schicken diese die heruntergekommenen Samurai meist mit einem kleinen Geldgeschenk wieder weg, was sich nat&uuml;rlich herumspricht.</em></span></p>
<p>
	<span style="font-size: 12px">Eines Tages steht vor der T&uuml;r des noblen Hauses Li ein Samurai und bittet darum, ihm den Hof f&uuml;r den rituellen Selbstmord zur Verf&uuml;gung zu stellen. Das Abschlagen der Bitte gilt als ausgesprochen unh&ouml;flich. Der Verwalter Kageyu hat daher kaum eine Chance und bittet ihn herein. Doch er trifft sich w&auml;hrend der Vorbereitungen mit dem Ronin und erz&auml;hlt ihm eine Geschichte, um ihn von seinem Vorhaben abzubringen.</span></p>
<p>
	<span style="font-size: 12px">Kurz vorher kam n&auml;mlich bereits ein anderer, noch sehr junger Samurai vorbei. Dieser &auml;u&szlig;erte ebenfalls den Wunsch nach Hara-Kiri. Im Hause Li ist man schon l&auml;nger die Bettelei leid und beschloss daher, dem jungen Mann den Hof zur Verf&uuml;gung zu stellen. Doch als es dann zur Durchf&uuml;hrung kommen sollte, wollte dieser pl&ouml;tzlich einen Aufschub. Einen Selbstmord ank&uuml;ndigen und dann nicht ausf&uuml;hren? Undenkbar. Selbst als der junge Samurai offenbarte, dass er nur noch ein Bambusschwert besitzt, zwang Kageyu ihn, sich damit zu t&ouml;ten. Der junge Samurai starb &auml;u&szlig;erst qualvoll.</span></p>
<p>
	<span style="font-size: 12px">Bis zu dieser Geschichte d&uuml;rften die meisten Zuschauer eher auf der Seite Kageyus gestanden haben. Doch nun kippt die Geschichte.</span></p>
<p>
	<span style="font-size: 12px">In R&uuml;ckblenden wird die Entwicklung und das Leben des jungen Samurai geschildert. Mehr und mehr beginnt man mit dem jungen Samurai zu sympathisieren und hofft, dass es einen anderen Ausweg als den Selbstmord geben k&ouml;nnte.</span></p>
<p>
	<span style="font-size: 12px">An dieser Stelle wird man verdammt an <em>Die letzten Gl&uuml;hw&uuml;rmchen</em> erinnert. Auch hier stand von Anfang an fest, wie die Geschichte ausgehen wird. Wie die beiden Kinder bei den Leuchtk&auml;fern, war klar, dass es unser junger Mann nicht schaffen wird. Doch w&auml;hrend <em>Die letzten Gl&uuml;hw&uuml;rmchen</em> mit dem Tod der Kinder endet, gibt es bei Hara-Kiri ja noch den &auml;lteren Samurai, der ganz eigene Pl&auml;ne von seinem Tod schmiedete, einem Tod in Str&ouml;men von Blut&hellip;</span></p>
<p>
	<span style="font-size: 12px">Der Film ist hochdramatisch, spannend und nur selten schafft es ein Film, dass man als Zuschauer die Fronten wechselt. Faszinierend ist ebenfalls der tiefe Einblick in Denkstrukturen der Menschen dieser Zeit.</span></p>
<p>
	<span style="font-size: 12px">W&auml;hrend man Anfang eher gelangweilt zuschaut (&bdquo;Man, nun bring Dich doch endlich um, Weichei!&ldquo;), beginnt man sich irgendwann f&uuml;r diese Gedanken zu sch&auml;men und bangt und fiebert mit der gesamten Geschichte mit. F&uuml;r mich geh&ouml;rt <em>Tod eines Samurai</em> damit zu den besten historischen Japanfilmen der letzten Zeit. Ein sch&ouml;ner Film ist es mit Sicherheit nicht, aber ein guter: bewegend, spannend und hochdramatisch.</span></p>
<p>
	<span style="font-size: 12px">Regisseur MiikeTakeshi hat den Film sehr sorgf&auml;ltig und &auml;u&szlig;erst brillant choreographiert. Der Roman wurde bereits 1962 verfilmt. Die Neuverfilmung kann man in einer Box zusammen mit der alten Verfilmung kaufen.</span></p>
<p>
	<span style="font-size: 12px">Die Blu-ray selbst ist ohne Tadel: gutes Bild, guter Ton. Man hat die Wahl zwischen dem Originalton mit wahlweise deutschen Untertiteln oder einer deutschen Synchronisation. Obwohl die deutschen Sprecher einen durchaus guten Job machen, sei jedem der Originalton ans Herz gelegt. Es kommt definitiv mehr Flair und mehr Stimmung auf!</span></p>
<p>
	<span style="font-size: 12px">An Extras findet man Originaltrailer, alternative Trailer und eine Trailershow. Wer die Special Edition erwirbt, erh&auml;lt noch den erw&auml;hnten Originalfilm von 1962 ebenfalls auf Blu-ray.</span></p>
<p>
	<span style="font-size: 12px">Fazit: Toller Film, sehr beeindruckend, sehr nachdenklich machend. Eine Empfehlung f&uuml;r alle, die mehr &uuml;ber das historische Japan sehen m&ouml;chten.</span></p>
<p>
	<span style="font-size: 12px"><strong>Titel:</strong> Hara-Kiri &ndash; Tod eines Samurai (Japan 2011)</span></p>
<p>
	<span style="font-size: 12px"><strong>Laufzeit:</strong> ca. 128 min</span></p>
<p>
	<span style="font-size: 12px"><strong>Genre:</strong> Historienfilm</span></p>
<p>
	<span style="font-size: 12px"><strong>Regie:</strong> Miike Takeshi</span></p>
<p>
	<span style="font-size: 12px"><strong>Darsteller:</strong> Ichikawa Ebizou, Eita, Yakusho Koji, Mitsushima Hikari, Takenaka Naoto</span></p>
<p>
	<span style="font-size: 12px"><strong>Sprache:</strong> Deutsch, Japanisch in DTS-HD Master Audio 5.1</span></p>
<p>
	<span style="font-size: 12px"><strong>Untertitel:</strong> Deutsch</span></p>
<p>
	<span style="font-size: 12px"><strong>Publisher:</strong> Ascot Elite</span></p>
<p>
	<span style="font-size: 12px"><strong>Ver&ouml;ffentlichung:</strong> 22.05.2012</span></p>
<p>
	<span style="font-size: 12px"><strong>FSK:</strong> 16</span></p>
<p>
	<span style="font-size: 12px"><strong>Preis:</strong> EUR 5,97 (DVD), EUR 9,97 (BD inkl. BD des Originals), EUR 12,99 (3D-BD inkl. 2D)</span></p>
<p>
	&nbsp;</p>
<p>
	<span style="font-size: 12px">Dieser Artikel erscheint auch in der <a href="http://funime.de">FUNime</a> - Magazin f&uuml;r Anime und Manga</span></p>
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    </content>
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    <title>Die Schweine kommen - nun kann den Bornheimern der Krieg erklärt werden</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.philippinenhof.net/2013/03/die-schweine-kommen---nun-kann-den-bornheimern-der-krieg-erklart-werden.html" />
    <id>tag:www.philippinenhof.net,2013://7.1264</id>

    <published>2013-03-06T16:44:35Z</published>
    <updated>2013-03-06T17:01:09Z</updated>

    <summary><![CDATA[ Das Landesamt f&uuml;r Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz erteilte den Bornheimern die &Auml;nderungsgenehmigung. Die Schweine kommen! Und immer noch steht die Frage im Raum, wieviel Geld im gesamten Prozess&nbsp; wohl die Seiten gewechselt haben mag... Vielen Gegnern der Massenschweinerei stellt sich nun die Frage, wie geht es weiter? Eines muss...]]></summary>
    <author>
        <name>Ron</name>
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        <category term="Regional" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.philippinenhof.net/">
        <![CDATA[<p>
	Das Landesamt f&uuml;r Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz erteilte den Bornheimern die &Auml;nderungsgenehmigung.</p>
<p>
	Die Schweine kommen!</p>
<p>
	Und immer noch steht die Frage im Raum, wieviel Geld im gesamten Prozess&nbsp; wohl die Seiten gewechselt haben mag...</p>
<p>
	Vielen Gegnern der Massenschweinerei stellt sich nun die Frage, wie geht es weiter?</p>
<p>
	Eines muss aber deutlich unterstrichen werden: Das Werfen von sogenannten Molotow-Cocktails, das sind Flaschen mit einem Benzin-Alkohol-Gemisch mit einem brennenden Docht, ist brandgef&auml;hrlich und aus gutem Grund verboten. Zu schnell k&ouml;nnen die Brands&auml;tze durch platzende Flaschen schon in der Hand ihre hochbrennbare Fl&uuml;ssigkeit freisetzen.</p>
<p>
	Daher ist es empfehelnswert, auf friedlichen Protest zu setzen.</p>
<p>
	Z.B. k&ouml;nnten doch einigen Landwirten zuf&auml;llig auf den Zufahrten zur Massenschweinerei ihre Traktoren aus gehen. Die negativen Begleiterscheinungen, keine Zufahrt f&uuml;r Baufahrzeuge und sp&auml;ter Viehtransporte, sind dann leider kaum vermeidbar.</p>
<p>
	Vom im Mittelalter &uuml;blichen Verfahren der Vergiftung von Brunnen sollte aber auch heute, im 21. Jahrhundert, besser Abstand genommen werden. Zum einen k&ouml;nnten Menschen zu schaden kommen und zum anderen w&auml;re das ein gar schlimmer Eingriff in die Umwelt und verboten ist es obendrein.</p>
<p>
	Ebenfalls abzuraten ist vom Festketten an Zufahrten und &auml;hnlichem. Dies kann als N&ouml;tigung ausgelegt werden und ist strafbar.</p>
<p>
	Bei der Gelegenheit: Auch der Aufruf zu Straftaten ist wiederrum strafbar.</p>
<p>
	Deshalb m&ouml;chte Philippinenhof.net an dieser Stelle unterstreichen: Den Spruch, macht kaputt, was Euch kaputt macht, machen wir uns nicht zu eigen und warnen ausdr&uuml;cklich davor, illegale Aktivit&auml;ten vorzunehmen.&nbsp;</p>
<p>
	Also: Wehren ja, doch mit friedlichen und legalen Mitteln.</p>
<p>
	Und ob man es glaubt oder nicht: Der Mensch kann auch ohne Schweinefleisch &uuml;berleben und ohne die bornheimer Schweine sowieso.</p>
]]>
        
    </content>
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    <title>Eastside-Gallery - Bröckelndes Schandmal soll endlich abgerissen werden, um den Zugang zu Luxuswohnungen auf dem Todesstreifen zu ermöglichen</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.philippinenhof.net/2013/03/eastside-gallery---brockelndes-schandmal-soll-endlich-abgerissen-und-luxuswohnungen-auf-dem-todesstr.html" />
    <id>tag:www.philippinenhof.net,2013://7.1263</id>

    <published>2013-03-01T13:11:15Z</published>
    <updated>2013-03-01T13:49:18Z</updated>

    <summary><![CDATA[ Die Eastside-Gallery geh&ouml;rt zu den wohl bekanntesten Freiluftgallerien weltweit. Kurz nach Mauer&ouml;ffnung, f&uuml;r alle, die es nicht mehr wissen: 1961 liess die damalige Gef&auml;ngnisleitung der DDR den bis dato offenen Vollzug nicht mehr zu und errichtete eine Mauer, um der Einfachheit die damaligen Insassen nicht ein, sondern alle anderen...]]></summary>
    <author>
        <name>Ron</name>
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        <category term="Kultur" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.philippinenhof.net/">
        <![CDATA[<p>
	Die Eastside-Gallery geh&ouml;rt zu den wohl bekanntesten Freiluftgallerien weltweit. Kurz nach Mauer&ouml;ffnung, f&uuml;r alle, die es nicht mehr wissen: 1961 liess die damalige Gef&auml;ngnisleitung der DDR den bis dato offenen Vollzug nicht mehr zu und errichtete eine Mauer, um der Einfachheit die damaligen Insassen nicht ein, sondern alle anderen auszusperren. Daher waren die Einwohner der damaligen Verwaltungseinheit Berlin West auch nicht ein, sondern ausgesperrt. Die Rosinenbomber hatten jedoch nichts mit diesem Vorgang zu tun, sondern flogen ca. 15 Jahre fr&uuml;her, die Berlinblockade war also damals in der Tat ein Einsperren und aushungern, obwohl die damaligen&nbsp;sowjetischen und deutschen Gef&auml;ngnis-W&auml;chter keine Propagandamittel scheuten und gro&szlig;z&uuml;gig Nahrungsmittel bereitstellten. Die stolzen Einwohner Westberlins verschm&auml;hten jedoch den&nbsp;hingerotzten kommunistischen Brosamen...</p>
<p>
	Also kurz nach Mauer&ouml;ffnung, die Mauer ist manchen auch bekannt als Antifaschistischer Schutzwall, kamen viele K&uuml;nstler und verzierten den &ouml;stlichen Betonwall mit ihren Kunstwerken, von denen etliche weltber&uuml;hmt werden sollten, wie der Bruderkuss den Honecker und Breshnew austauschten (ob mit Zunge ist&nbsp;zum Gl&uuml;ck&nbsp;unbekannt), ersterer war der Bettjunge, der nichts lieber tat, als nach der Pfeife&nbsp;des schon damals greisen sowjetischen Parteidiktators zu tanzen. In diesem Fall meint Pfeife aber etwas anderes...</p>
<p>
	Die Jahre vergingen, die Mauerbilder waren Wind und Wetter und dem Vandalismus ausgesetzt. Es gab immer wieder mal Anschl&auml;ge auf die Gallerie, wie der als Rekonstruktion getarnte L&ouml;schversuch. Hier kam&nbsp;jemand auf die Idee, dass man mit gr&uuml;ner Farbe den Bildern durch &Uuml;berstreichen zu neuem Glanz verhelfen k&ouml;nnte.</p>
<p>
	Irgendwann waren die Bilder dann so h&auml;sslich geworden, dass ein Abriss fast notwendig wurde, um den unansehnlichen Schandfleck zu beseitigen.</p>
<p>
	Durch gro&szlig;artige Spendensammlungen ist es jedoch gelungen, viele der damaligen K&uuml;nstler nach Berlin zu holen, damit diese ihre eigenen Bilder rekonstruieren konnten.</p>
<p>
	Unser toller B&uuml;rgermeister Klaus Wowereit, der mit seinen BER-Planungen schon seinen Weitblick von Welt beweisen durfte, ist offensichtlich jetzt dahintergekommen, dass viele Jahre sp&auml;ter die Betonw&auml;nde wiedereinmal saum&auml;&szlig;ig Scheisse aussahen. Au&szlig;erdem scheint auf der Gro&szlig;baustelle das Baumaterial knapp zu sein, da schon seit Monaten kaum noch gebaut wird, dieser unser Regenbogen Mensch hat sich nun erinnert und m&ouml;chte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Beton f&uuml;r BER und freie Sicht f&uuml;r die geplanten Luxuswohnungen auf dem ehemaligen Todesstreifen.</p>
<p>
	Letzteres ist auch so eine Sache... ob die neuen Wohnungen dann mit Problemen zu k&auml;mpfen haben, wie sie Steven Spielberg in Poltergeist bereits beschrieb? Ob die Bewohner von den Angstschreinen der Mauertoten heimgesucht werden? Und des Nachts regelm&auml;&szlig;ig die Maschinenpistolensalven durch die Aufg&auml;nge heulen?</p>
<p>
	Als Kultursenator und B&uuml;rgermeister in Personalunion beweist Wowereit wie sehr ihm doch die Bedeutung von Denkm&auml;lern am Herzen liegz. Die Zerst&ouml;rung der Eastsidegallery wird dann vielleicht gar erst der Anfang sein.&nbsp;Von der Zerst&ouml;rung des Mahnmals&nbsp;gegen ein menschenverachtendes Regime bis zur Zerst&ouml;rung weiterer geschichtstr&auml;chtiger Monumente wie z.B. dem KZ Sachsenhausen bei Oranienburg ist es nur ein kleiner Schritt.</p>
<p>
	Zum Gl&uuml;ck liegt Sachsenhausen nicht mehr in Berlin. Und im Gegensatz zu Wowereit haben die B&uuml;rger Brandenburgs sehr wohl&nbsp;Weitsicht bewiesen, als sie einer Fusion mit Berlin nicht zustimmten und ihr Denkmal dem Zugriff des&nbsp;roten&nbsp;Stadtf&uuml;hrers entzogen...&nbsp;&nbsp;</p>
<p>
	&nbsp;</p>
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    </content>
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<entry>
    <title>Vorsicht vor dem Schließen eines Kundenaccounts bei Amazon: Enteignung droht!</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.philippinenhof.net/2013/02/vorsicht-vor-dem-schliessen-eines-kundenaccounts-bei-amazon-enteignung-droht.html" />
    <id>tag:www.philippinenhof.net,2013://7.1261</id>

    <published>2013-02-21T07:58:30Z</published>
    <updated>2013-02-21T08:27:37Z</updated>

    <summary><![CDATA[ Amazon ist jetzt seit &uuml;ber einer Woche in den Schlagzeilen. Es fing recht harmlos mit einem Bericht der ARD &uuml;ber schlechte Bedingungen bei Leiharbeitern an und gipfelt in einer deutschlandweiten Austrittswelle. Austreten? Aus Amazon? H&auml;h? Ja, es gibt zwei Szenarien, um mit Amazon Schluss zu machen. Szenario 1: Verlage...]]></summary>
    <author>
        <name>Ron</name>
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    </author>
    
        <category term="Wirtschaft" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.philippinenhof.net/">
        <![CDATA[<p>
	Amazon ist jetzt seit &uuml;ber einer Woche in den Schlagzeilen.</p>
<p>
	Es fing recht harmlos mit einem Bericht der ARD &uuml;ber schlechte Bedingungen bei Leiharbeitern an und gipfelt in einer deutschlandweiten Austrittswelle.</p>
<p>
	Austreten? Aus Amazon? H&auml;h?</p>
<p>
	Ja, es gibt zwei Szenarien, um mit Amazon Schluss zu machen.</p>
<p>
	Szenario 1: Verlage k&uuml;ndigen Amazon die Freundschaft und beugen sich nicht mehr den extremen Knebelvertr&auml;gen, die dem Buchh&auml;ndler teilweise bis zu 65% Rabatt einr&auml;umen.</p>
<p>
	Hier eine kurze vereinfachte Kostenrechnung:</p>
<p>
	Buchpreis: 12 Euro, durchaus &uuml;blich f&uuml;r ein Taschenbuch. Es verbleiben nach Abzug von:</p>
<ul>
	<li>
		Mehrwertsteuer: 11,21</li>
	<li>
		Amazon-Rabatt: 6,80</li>
	<li>
		Honorar f&uuml;r den Autor: 5,51</li>
	<li>
		Druckkosten: 4,51</li>
	<li>
		Lektorat: 3,31</li>
	<li>
		Druckvorbereitung: 2,80</li>
	<li>
		Belegexemplare: 2,50</li>
	<li>
		Vertriebskosten: 2,00</li>
	<li>
		Werbung: 1,00</li>
</ul>
<p>
	Beim Verlag verbleibt also vielleicht 1 Euro.</p>
<p>
	Damit muss auch ein Puffer f&uuml;r nicht ganz so erfolgreiche B&uuml;cher angelegt, B&uuml;cher vorfinanziert und alles andere bezahlt werden...</p>
<p>
	F&uuml;r viele Verlage, insbesondere kleinere, ist ein Vertrieb direkt &uuml;ber AMazon ein Verlustgesch&auml;ft. Dummerweise gilt defakto: Bist Du nicht bei Amazon gelistet, gibt es Dich nicht.</p>
<p>
	Also wird schweren Herzens der Umsatz &uuml;ber Amazon als Werbung verbucht...</p>
<p>
	Wenn der Werbepartner jedoch seine Strahlkraft durch Skandale verliert, ist kaum noch argumentierbar, warum man diesem noch die Treue halten sollte.</p>
<p>
	Um Treue geht es auch im 2. Szenario. Hier betrifft es die Kunden.</p>
<p>
	Wer immer nur gedruckte B&uuml;cher, Haushaltsprodukte, Videos oder CDs bestellt hat, kann Amazon ohne direkte Folgen getrost den R&uuml;cken kehren.</p>
<p>
	Kritischer ist es, und das ist der eigentliche Skandal, wenn man fleissig E-Books f&uuml;r den Amazon-Reader Kindle gekauft hat und Amazon den R&uuml;cken kehren m&ouml;chte.</p>
<p>
	&quot;KAUFEN&quot; ist an dieser Stelle vielleicht auch der falsche Begriff, obwohl man bei Amazon nie einen anderen zu sehen bekam. Aber &quot;BEGRENZTE NUTZUNGSERLAUBNIS ERWERBEN&quot; w&auml;re die treffendere Bezeichnung.</p>
<p>
	&quot;Gekaufte&quot; Amazon-E-Books werden mit dem Amazon-Kunden-Account verkn&uuml;pft.</p>
<p>
	Und richtig: Verschwindet der Kundenaccount, verschwinden auch die B&uuml;cher. Ohne Chance auf Wiederkehr!</p>
<p>
	Denn ist der Account einmal gel&ouml;scht, stehen die Chancen &auml;u&szlig;erst schlecht, hier noch etwas l&ouml;ten zu wollen. Oder haben Sie&nbsp;es schon einmal geschafft, eine Kundenanfrage an Amazon zu schicken, die nicht mit einem v&ouml;llig falschen Textbaustein beantwortet wurde?</p>
<p>
	Damit d&uuml;rfte feststehen, sowohl aus Kundensicht als auch aus Verlagsicht&nbsp;k&ouml;nnte Amazon gef&auml;hrlicher sein, als man bisher vermuten konnte.</p>
<p>
	Und&nbsp;das letzte Fazit d&uuml;rfte lauten: Finger weg von DRM-geknebelten E-Books.&nbsp;</p>
<p>
	Philippinenhof.net steht eh auf dem Standpunkt, wer ein gedrucktes Buch gekauft hat, hat das Buch mit dem Inhalt gekauft. Wie er es dann liest, sollte der Entscheidung des Kunden vorbehalten bleiben.&nbsp;</p>
<p>
	Die Verlage k&ouml;nnen es dem Kunden einfach machen und die digitalen Daten ohne Mehrkosten bereitstellen (Stichwort Kundenbindung) oder sie machen es dem Kunden etwas schwerer und dieser bedient sich dann in den Weiten des Internets selbst und stellt fest, dass KOSTENLOS durchaus eine Alternative sein kann...&nbsp;</p>
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