Die katholische Kirche will Rehabilitierung von als Hexen verurteilten Menschen verhindern

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Womit sich die Politik beschäftigen muss...

Es war einmal vor langer langer Zeit.
Da lebten in Deutschland noch Hexen und Zauberer. Sie verfluchten die Menschen, zerstörten die Ernten, quälten die Menschen mit Krankheiten, trieben Unzucht mit den teuflischen Scharen.

Die Menschen waren verdorben und nur eine Institution hatte diesem Unwesen den Kampf angesagt.

Die Kirche.

Die Kirche ging streng und unerbittlich gegen Alle vor, die auch nur im Verdacht standen, die dunklen Künste zu betreiben.

Auf dem Höhepunkt der Hexenverfolgungen starben allein in deutschen Ländern Millionen Menschen durch Denunziation.

Denunziation war ein einträgliches Geschäft, erhielt der Denunziant doch einen Teil des eingezogenen Besitzes der Hexe.

Um Geständnisse zu erhalten, wurde gefoltert bis... äh.... der Notarzt kam... In dem Fall wohl eher der Henker.

Was hat das nun mit aktueller Politik zu tun?

Das Düsseldorfer Rathaus war bis vor wenigen Tagen noch ein unerschütterlicher Wall gegen das bis heute offensichtlich existierende Hexenunwesen.

Denn der Kulturdezernent Lohe, CDU, lehnte einen Antrag ab, der zwei 1738 hingerichteten Hexen rehabilitiert hätte.

Die Düsseldorfer CDU hielt es für unstrittig, dass die beiden verurteilten Frauen, eine davon noch minderjährig,  in abergläubische Praktiken verwickelt waren. Auf den Scheiterhaufen. Laßt lodern die Flammen!

Doch glücklicherweise schien man sich in der CDU kurz darauf eines Besseren besonnen zu haben und will sich einer Rehabilitierung nun doch nicht verweigern.

Dieser Stimmungsumschwung rief nun jedoch die katholische Kirche auf den Plan, in Form des Diplom-Theologen Bernhard Meisen.

Meisen ist der Meinung, dass das damalige Urteil nach damaligen Rechtsnormen völlig in Ordnung gewesen sei. Eine Rehabilitierung würde nun seinen katholischen Glauben in elementaren Teilen in Frage stellen und einen Angriff auf die Religionsfreiheit bedeuten. Er hält es weiter für unstrittig,  dass die beiden Frauen Hexen gewesen seien. Was ja auch die unter Folter erpressten Geständnisse eindeutig belegen... Gerade in der heutigen Zeit eine bemerkenswerte Sichtweise. Erschwerend kommt laut Meisen noch hinzu, dass sich die beiden Frauen auch eine sexuelle Ungeordnetheit vorwerfen lassen mußten.

Meisen drohte Klage an. Denn die Rehabilitierung würde das neue Testament und den Apostel Paulus kritisieren, die die Basis für das damalige Handeln bildeten.

Zur Ehrenrettung für Herrn Diplom Theologen Meisen sei aber noch erwähnt, dass auch er die Verbrennung als übertriebene Rechtsfolge ablehnt. Es dürfte sich aber als schwierig herausstellen, die beiden Hexen nachträglich zu gemeinnützigen Arbeiten heranzuziehen, um ihre Verbrechen zu sühnen.

Zum Glück hat die Politik nichts wichtigeres zu tun, wie vielleicht den Euro zu retten oder einen Atomkrieg im mittleren Osten zu verhindern...   

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