Codename Fox: Die letzte Schlacht im Pazifik

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Saipan, Juni 1944. Die Amerikaner führen einen Großangriff auf die nördlich von Guam gelegene größte Insel der Nördlichen Marianen.

Seit 1914 von den Japanern besetzt, bauten diese die Insel zu einem stark befestigten Stützpunkt aus, der mit bis zu 30.000 Soldaten besetzt war.

Nach drei Wochen war die ganze Insel erobert. Die ganze Insel? Nein, eine kleine Einheit unter Hauptmann Oba leistete den Amerikanern Widerstand und versuchte eine Gruppe von fast 200 Zivilisten vor den vermuteten Greultaten der Amerikaner zu schützen.

Mit Klugheit, List und Geschick schaffte es Oba, von den Amerikanern Fox genannt, die Stellungen 16 Monate zu halten.

Der Film beginnt mit der Landung der Amerikaner und schildert in eindrucksvollen Bildern den tapferen aber auch völlig sinnlosen Widerstand der Japaner.

Auch auf amerikanischer Seite ist man von Hauptmann Oba beeindruckt und versucht einen Weg zu finden, den Kampf zu beenden, ohne dass eine Seite das Gesicht verliert. Hilfreich ist dabei auch, dass auf der amerikanischen Seite ein Captain ist, der zwei Jahre in Japan lebte und die kulturellen und politischen Wurzeln der Japaner berücksichtigt.

Doch die Diplomatie muss viel Hass und viele Vorurteile überwinden, bevor die Waffen schweigen.

Der Film ist alles, aber auf keinen Fall leichte Kost. Schonungslos schildert er die Schrecken und die Sinnlosigkeit von Kriegen. Dabei schafft der Film den Spagat zwischen erhobenem moralischen Zeigefinger und sentimentalem Kitsch.

Der Zuschauer wird dabei bewusst zwischen den Fronten gelassen, denn auf beiden Seiten stehen sympathische Protagonisten und auf beiden Seiten passiert kriegerischer Irrsinn. Dadurch vermeidet der Film auch irgendwelche Verglorifizierungen. Man kann die Beweggründe der Japaner nachvollziehen, versteht deren Handeln und wünscht doch, die Kämpfe würden aufhören.

Regisseur HIRAYAMA Hideyuki liefert einen spannenden Kriegsfilm ab, der authentisch von historischen Ereignissen berichtet. Bis 1952 wurden auf Saipan japanische Soldaten entdeckt, die noch nichts vom Ende des Krieges gehört hatten. Und auch die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki werden thematisiert. Denn von Saipan starteten die B52 Bomber Enola Gay und Bockscar mit ihrer tödlichen Fracht für die beiden japanischen Städte an Bord.

Die Blu-ray unterstützt mit ihrer Leistungsfähigkeit den Regisseur durch detaillierte Zeichnungen des Dschungels und des Bombenhagels.

Der Ton liegt in Deutsch in dts und DD 5.1 vor. Da es auch zuschaltbare deutsche Untertitel gibt, empfiehlt es sich dringend, auf den Japanisch/Englischen Originalton, der in DD 5.1 vorliegt, umzuschalten. Dadurch dass beide Kriegsseiten ihre eigene Sprache sprechen, kommt wesentlich mehr Authentizität auf. Die Untertitel sind dabei gut lesbar und man gewöhnt sich schnell an die in Deutschland doch eher unbekannte Art, Filme anzuschauen.

Fazit: Ein harter, zum Teil verstörender Kriegsfilm, der die Sinnlosigkeit des Krieges in bewegenden Bildern schildert. Sicherlich kein Film, den man sich mehrfach ansehen wird, obwohl er es verdient hätte. Auf jeden Fall ein Stückchen Zeitgeschichte über einen Krieg, der nie in Vergessenheit geraten darf.
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Titel: CODENAME: FOX - Die letzte Schlacht im Pazifik (Japan 2011)
Laufzeit: 124 min
Genre: Kriegsfilm
Regie: HIRAYAMA Hideyuki
Darsteller: TAKENOUCHI Yutaka, Daniel Baldwin, Treat Williams, KARASAWA Toshiaki, Sean McGowan, Lloyd Buckley, Matthew R. Anderson
Sprache: Deutsch dts DD 5.1, Japanisch/Englisch in DD 5.1
Untertitel: deutsch
Publisher: Sunfilm
Veröffentlichung: 1.12.2011
FSK: 16
Preis: 10,99 Euro (DVD), 12,99 Euro (BD)
    

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