Am 20.8.2011 schaut wieder einmal alles nach Potsdam, zur Potsdamer Schlössernacht. Farbenprächtig angestrahlt kann man diverse Prunkbauten in einem völlig neuen Licht erleben.
Doch manchmal lohnt es sich auch, einfach mal Nebenan vorbeizuschauen und dabei Neues zu entdecken.
So gesehen in Philippinenhof. Das dortige Gutshaus wird schon seit einer halben Ewigkeit in mühevoller Kleinarbeit saniert.
Und heute, eigentlich schon gestern, sehr effektvoll beleuchtet.
Märkisch Oderland ist für den Schlösser-, Herren- und Gutshaus-Touristen eine wahre Fundgrube. Auf engstem Raum tummeln sich eine Menge imposante und hübsche Gebäude. Müncheberg allein beherbergt zwei Schlösser: Trebnitz und Jahnsfelde. dazu kommen eine ganze handvoll kleiner Gutshäuser wie in Philippinenhof oder Landhof.
Schlösser, Herrenhäuser, Gutshäuser... wo ist der Unterschied?
Der Unterschied hat eine lange Tradition. Vereinfacht gesagt: Schlösser repräsentieren einen Fürsten und Herrenhäuser sind der Wohnsitz eines meist adligen Gutsbesitzers. Dieser Gutsbesitzer läßt sein Gut in der Regel von mehreren, meist bürgerlichen Pächtern bewirtschaften. Diese Pächter selbst wohnten meist in den Gutshäusern.
Diese Gutshäuser bilden das Zentrum des jeweiligen Gutes oder Hofes. Um das Gutshaus herum gibt es eine Vielzahl zweckmäßiger Wirtschafts- und Gesindehäuser. Scheunen, Ställe, Wohhäuser. Um sich von der Umgebung abzuheben und dem eigenen Hof eine gewisse Pompösität zu geben, sind diese Gutshäuser oft kleinen Herrenhäusern nachempfunden. Türmchen, Risalite, Fassadenstuck und andere, landläufig als Kitsch bezeichnete Elemente sollen dem Hof Noblesse verleihen und darüber hinwegtäuschen, dass die Bewohner selbst nur Bürgerliche (oder völlig verarmte Landadlige) waren.
Zu DDR-Zeiten erwiesen sich diese Bauten als meist eher unpraktisch. Die Höfe und Güter wurden im Zuge der Bodenreform zerschlagen. Damit fehlte die Wirtschaftsbasis, um die Gebäude zu unterhalten. Größere Gebäude wurden zu Kulturhäusern, Schulen, Kindergärten oder Mehrfamilienwohnungen umfunktioniert. Irgendwann reichten die Gebäude nicht mehr, die Mieter zogen aus, die Häuser verwahrlosten.
Erst nach der Wende wurden die Gutshäuser wieder entdeckt. Privatleute sanierten etliche der still vor sich hin gammelnden Gebäude. Das Gutshaus in Philippinenhof hatte Glück, es wurde entdeckt und Schritt für Schritt saniert. Über die Schwierigkeiten und den bürokratischen Kleinkrieg, der dabei ausgefochten werden mußte kann vermutlich jeder eine Strophe mitsingen, der sich schon einmal mit Behörden, insbesondere Bau- und Denkmalschutzbehörden, zu tun hatte.
Dieser Ärger ist vielleicht auch Mitschuld, dass das Gutshaus in Landhof weiterhin oder schon wieder leer steht und der Zahn der zeit gar heftig an der Bausubstanz zu nagen beginnt...
Doch manchmal lohnt es sich auch, einfach mal Nebenan vorbeizuschauen und dabei Neues zu entdecken.
So gesehen in Philippinenhof. Das dortige Gutshaus wird schon seit einer halben Ewigkeit in mühevoller Kleinarbeit saniert.
Und heute, eigentlich schon gestern, sehr effektvoll beleuchtet.
Märkisch Oderland ist für den Schlösser-, Herren- und Gutshaus-Touristen eine wahre Fundgrube. Auf engstem Raum tummeln sich eine Menge imposante und hübsche Gebäude. Müncheberg allein beherbergt zwei Schlösser: Trebnitz und Jahnsfelde. dazu kommen eine ganze handvoll kleiner Gutshäuser wie in Philippinenhof oder Landhof.
Schlösser, Herrenhäuser, Gutshäuser... wo ist der Unterschied?
Der Unterschied hat eine lange Tradition. Vereinfacht gesagt: Schlösser repräsentieren einen Fürsten und Herrenhäuser sind der Wohnsitz eines meist adligen Gutsbesitzers. Dieser Gutsbesitzer läßt sein Gut in der Regel von mehreren, meist bürgerlichen Pächtern bewirtschaften. Diese Pächter selbst wohnten meist in den Gutshäusern.
Diese Gutshäuser bilden das Zentrum des jeweiligen Gutes oder Hofes. Um das Gutshaus herum gibt es eine Vielzahl zweckmäßiger Wirtschafts- und Gesindehäuser. Scheunen, Ställe, Wohhäuser. Um sich von der Umgebung abzuheben und dem eigenen Hof eine gewisse Pompösität zu geben, sind diese Gutshäuser oft kleinen Herrenhäusern nachempfunden. Türmchen, Risalite, Fassadenstuck und andere, landläufig als Kitsch bezeichnete Elemente sollen dem Hof Noblesse verleihen und darüber hinwegtäuschen, dass die Bewohner selbst nur Bürgerliche (oder völlig verarmte Landadlige) waren.
Zu DDR-Zeiten erwiesen sich diese Bauten als meist eher unpraktisch. Die Höfe und Güter wurden im Zuge der Bodenreform zerschlagen. Damit fehlte die Wirtschaftsbasis, um die Gebäude zu unterhalten. Größere Gebäude wurden zu Kulturhäusern, Schulen, Kindergärten oder Mehrfamilienwohnungen umfunktioniert. Irgendwann reichten die Gebäude nicht mehr, die Mieter zogen aus, die Häuser verwahrlosten.
Erst nach der Wende wurden die Gutshäuser wieder entdeckt. Privatleute sanierten etliche der still vor sich hin gammelnden Gebäude. Das Gutshaus in Philippinenhof hatte Glück, es wurde entdeckt und Schritt für Schritt saniert. Über die Schwierigkeiten und den bürokratischen Kleinkrieg, der dabei ausgefochten werden mußte kann vermutlich jeder eine Strophe mitsingen, der sich schon einmal mit Behörden, insbesondere Bau- und Denkmalschutzbehörden, zu tun hatte.
Dieser Ärger ist vielleicht auch Mitschuld, dass das Gutshaus in Landhof weiterhin oder schon wieder leer steht und der Zahn der zeit gar heftig an der Bausubstanz zu nagen beginnt...





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