Alle Welt ist bei Facebook, sogar Philippinenhof.net.
Doch wieso ist dieser Dienst so attraktiv, wieso zieht er die Massen so magisch an? Und das trotz Datenskandalen ohne Ende?
Es wird Zeit für einen Selbsttest. Denn bisher konnte mir niemand wirklich erklären, wieso Facebook so toll sein soll. Das meist gehörte Argument, da könne man mit seinen Freunden in Kontakt bleiben, ist nicht wirklich zugkräftig. Denn um sich mittels textlichen Äußerungen auszutauschen, gab es Jahrzehnte vorher bereits eine Erfindung namens E-Mail.
Aber möglicherweise kann die Generation Facebook ein E-Mail-Programm gar nicht mehr bedienen. Zumindest könnte man dies glauben, wenn man weiß, wie viele Menschen sich bei Facebook anmelden.
Sie tippen doch tatsächlich "facebook" bei Google ein und klicken dann auf den ersten Link der ihnen präsentiert wird.
Hallooooo? Niemand zu Hause? Wieviel schwerer ist es, statt im Google-Suchfenster gleich in der Adresszeile hinter facebook einfach noch ein ".de" zu tippen?
Kam bei älteren Semestern auf die Frage, welches Betriebsystem sie verwenden noch wie aus der Pistole geschossen die Antwort "Winword", scheint heute das Internet auf Google als Einstieg und dann Facebook reduziert zu sein.
Internet=Facebook.
Genau wie man früher unbedingt ins Internet wollte und Internet=WWW war, muss man heute, um nicht den Anschluss zu verlieren, unbedingt bei Facebook angemeldet sein. 450 Mio Menschen, davon 20 Mio Deutsche, können einfach nicht falsch liegen.
Also flugs in Google "facebook" eingetippt und den erst besten Link angeklickt.
Der Registrierungsdialog scheint einfach zu sein.
Vorname und Nachname eingetippt, zweimal möglichst die gleiche E-Mail-Adresse (offensichtlich kommt auch Facebook ohne diesen Internet-Ur-Dienst nicht aus), Geschlecht auswählen, es gibt nur die Möglichkeit männlich oder weiblich auszuwählen und zum Schluss noch das Geburtsdatum Das älteste mögliche Geburtsdatum ist übrigens der 1. Januar 1905. Damit scheiden aktuell ca. 7 Menschen als potentielle Mitglieder aus. .
Ein Klick auf den Button Registrieren und man sollte "drin" sein.
Pustekuchen.
"Unser automatisches System lässt diesen Namen nicht zu. Falls du meinst, dass dies ein Fehler ist, kontaktiere uns bitte."
Mal abgesehen von der Tatsache, das man ungefragt vom Betreiber geduzt wird, bringt ein Klick auf oben genannten Link nur ein paar Fragen mit zugehörigen Antworten auf den Schirm.
Die Antworten sind ziemlich sinnlos, bedenkt man die Generation Nickname (0Spitzname), vielleicht doch naheliegend:
Man bekommt dann eine E-Mail mit einem Link, der etliche unverständliche Codefolgen enthält.
Doch wenn man glaubt, das war es dann und man ist endlich im gelobten Land, der irrt, geöffnet wird nur ein Fenster mit unserem bereits sattsam bekannten Anmeldedialog.
Das Ausfüllen endet natürlich mit der gleichen Fehlermeldung.
Ausgesperrt.
Facebook will mich nicht.
Doch nun ist der Ehrgeiz geweckt. Am Vornamen liegt es nicht, der Nachname ist der Böse. Lässt man dort das w weg, funktioniert die Anmeldung.
Aber ich muss natürlich auf meinem w bestehen, ich bin schließlich kein Kaffeesurrogatextrakt, auch als korngesunder Landkaffee bekannt!
Ich fühle mich ausgegrenzt.
Oder bin ich einfach nur frei?
Doch wieso ist dieser Dienst so attraktiv, wieso zieht er die Massen so magisch an? Und das trotz Datenskandalen ohne Ende?
Es wird Zeit für einen Selbsttest. Denn bisher konnte mir niemand wirklich erklären, wieso Facebook so toll sein soll. Das meist gehörte Argument, da könne man mit seinen Freunden in Kontakt bleiben, ist nicht wirklich zugkräftig. Denn um sich mittels textlichen Äußerungen auszutauschen, gab es Jahrzehnte vorher bereits eine Erfindung namens E-Mail.
Aber möglicherweise kann die Generation Facebook ein E-Mail-Programm gar nicht mehr bedienen. Zumindest könnte man dies glauben, wenn man weiß, wie viele Menschen sich bei Facebook anmelden.
Sie tippen doch tatsächlich "facebook" bei Google ein und klicken dann auf den ersten Link der ihnen präsentiert wird.
Hallooooo? Niemand zu Hause? Wieviel schwerer ist es, statt im Google-Suchfenster gleich in der Adresszeile hinter facebook einfach noch ein ".de" zu tippen?
Kam bei älteren Semestern auf die Frage, welches Betriebsystem sie verwenden noch wie aus der Pistole geschossen die Antwort "Winword", scheint heute das Internet auf Google als Einstieg und dann Facebook reduziert zu sein.
Internet=Facebook.
Genau wie man früher unbedingt ins Internet wollte und Internet=WWW war, muss man heute, um nicht den Anschluss zu verlieren, unbedingt bei Facebook angemeldet sein. 450 Mio Menschen, davon 20 Mio Deutsche, können einfach nicht falsch liegen.
Also flugs in Google "facebook" eingetippt und den erst besten Link angeklickt.
Der Registrierungsdialog scheint einfach zu sein.
Vorname und Nachname eingetippt, zweimal möglichst die gleiche E-Mail-Adresse (offensichtlich kommt auch Facebook ohne diesen Internet-Ur-Dienst nicht aus), Geschlecht auswählen, es gibt nur die Möglichkeit männlich oder weiblich auszuwählen und zum Schluss noch das Geburtsdatum Das älteste mögliche Geburtsdatum ist übrigens der 1. Januar 1905. Damit scheiden aktuell ca. 7 Menschen als potentielle Mitglieder aus. .
Ein Klick auf den Button Registrieren und man sollte "drin" sein.
Pustekuchen.
"Unser automatisches System lässt diesen Namen nicht zu. Falls du meinst, dass dies ein Fehler ist, kontaktiere uns bitte."
Mal abgesehen von der Tatsache, das man ungefragt vom Betreiber geduzt wird, bringt ein Klick auf oben genannten Link nur ein paar Fragen mit zugehörigen Antworten auf den Schirm.
Die Antworten sind ziemlich sinnlos, bedenkt man die Generation Nickname (0Spitzname), vielleicht doch naheliegend:
- Du musst deinen vollständigen Vor- und Nachnamen angeben. Initialien dürfen nicht anstelle Deines vollständigen Namens verwendet werden. Spitznamen können angegeben werden, wenn diese eine Variation deines Vor- oder Nachnamens sind, jedoch nur im Format „Vorname 'Spitzname' Nachname".
- Dein Name darf nur Zeichen einer einzigen Sprache enthalten.
- Dein Name darf keine Titel, Symbole, Nummern, ungewöhnliche Großschreibung oder Satzzeichensetzung enthalten.
Man bekommt dann eine E-Mail mit einem Link, der etliche unverständliche Codefolgen enthält.
Doch wenn man glaubt, das war es dann und man ist endlich im gelobten Land, der irrt, geöffnet wird nur ein Fenster mit unserem bereits sattsam bekannten Anmeldedialog.
Das Ausfüllen endet natürlich mit der gleichen Fehlermeldung.
Ausgesperrt.
Facebook will mich nicht.
Doch nun ist der Ehrgeiz geweckt. Am Vornamen liegt es nicht, der Nachname ist der Böse. Lässt man dort das w weg, funktioniert die Anmeldung.
Aber ich muss natürlich auf meinem w bestehen, ich bin schließlich kein Kaffeesurrogatextrakt, auch als korngesunder Landkaffee bekannt!
Ich fühle mich ausgegrenzt.
Oder bin ich einfach nur frei?





Vielleicht könntet Ihr in einem weiteren Artikel mal darauf eingehen wie es sich mit Firmen-Anmeldungen bei Facebook verhält. Die unterschiedlichsten Namen bei einer Firmierung sind denkbar (und ich meine ECHTE Firmennamen). Welche Daten sind gefordert, wie wird die eigentliche Identität überprüft (Postident?) und welche Fragen müssen z. B. im Anmeldeprozess beantwortet werden.
Diese oder ähnliche Probleme sind bestimmt auch interessant für Mittelständler, die versuchen ihren Webauftritt selbst zu meistern und bei Facebook beginnen. Was ist bedenklich dabei und wie verhält der Unternehmer sich richtig?