Wer regelmäßig die B1 zwischen Herzfelde und Lichtenow benutzt, dem sollte das große Informationsschild aufgefallen sein, welches stolz verkündet, dass bis Juni 2010 hier die Ortsumgehung Herzfelde gebaut werden soll. Bis Mitte Winter wurde auch fleissig gebaut. Als es dann richtig kalt wurde, mit Unmengen an Schnee, mußten die Bauarbeiten eingestellt werden. Mit Beginn des Frühlings wurden die Baumaschinen jedoch, statt die Arbeit wieder aufzunehmen, abgezogen. Bis zum Frühsommer verwaiste die Baustelle endgültig. Ein kleiner Streifen Acker von vielleicht 50m trennte die neue Strasse von der B1.
Der Juni verstrich, der Sommer auch.
Sehnsüchtig blickte das Ende einer fast fertigen Strasse zur B1, wo sich weiterhin LKW auf LKW von und in Richtung Herzfelde quälten.
Mittlerweile ist auch das Schild verschwunden, welches die Eröffnung für den Juni versprach.
Die arme verlassene Strasse endete mitten im Niemandsland.
Was war passiert?
Es gab und gibt Probleme. Im Tagebauloch wird der Seespiegel höher sein, als vorher angenommen. Damit muss die Trassenführung angehoben werden. Und damit ist es vorbei mit einer ampelfreien Umfahrung. Denn statt dass die B1 die L23 mittels Brücke kreuzt, werden sich beide Strassen an einer Ampel treffen.
Durch diese Planänderungen, die einen ganzen Rattenschwanz an weiteren Änderungen nach sich ziehen (Lärm sei hier als Stichpunkt genannt), muß die gesamte Planung noch einmal öffentlich erörtert werden. Denn es regt sich Unmut. DIe Ampelregelung ist Lärmintensiver als die Idee mit der Überführung, da ohne Ampel der ganze Verkehrsfluss viel ruhiger ist.
Dazu kommen ungeklärte Fragen zum Bauland. Privatgrundstücke sind betroffen. Die Eigner wollen nicht verkaufen. Ein Planfeststellungsverfahren muss her. Die Grundstücke sollen enteignet werden (natürlich gegen Entschädigung, wir leben schliesslich in einem Rechtsstaat, auch wenn kürzlich (Winter 2010) der Bundesgerichtshof Brandenburg sittenwidriges Verhalten bei der Einverleibung von Bodenreformland attestierte).Zwei Jahre sind für dieses Verfahren eingeplant. Zwei Jahre in denen unser Teilstück sehnsüchtig auf Anschluss warten muß.
Und ob es wirklich so "schnell" gehen wird, steht dabei in den Sternen. Möglicherweise wird die gesamnte Planung noch geändert, statt Ampel vielleicht ein Kreisel...
Unsere kleine Strasse jedoch hat die Hoffnung aufgegeben, in absehbarer Zeit, die ersten Autofahrer begrüßen zu dürfen. SIe fürchtet vielmehr, dass die Natur sich das bebaute Land zurückerobert und sie aus dem Gedächtnis der Menschen unter hohem Gras verschwindet.
Als Strasse hat man es nicht leicht, erst recht nicht, wenn man im Nirgendwo endet und nirgends beginnt.
Der Juni verstrich, der Sommer auch.
Sehnsüchtig blickte das Ende einer fast fertigen Strasse zur B1, wo sich weiterhin LKW auf LKW von und in Richtung Herzfelde quälten.
Mittlerweile ist auch das Schild verschwunden, welches die Eröffnung für den Juni versprach.
Die arme verlassene Strasse endete mitten im Niemandsland.
Was war passiert?
Es gab und gibt Probleme. Im Tagebauloch wird der Seespiegel höher sein, als vorher angenommen. Damit muss die Trassenführung angehoben werden. Und damit ist es vorbei mit einer ampelfreien Umfahrung. Denn statt dass die B1 die L23 mittels Brücke kreuzt, werden sich beide Strassen an einer Ampel treffen.
Durch diese Planänderungen, die einen ganzen Rattenschwanz an weiteren Änderungen nach sich ziehen (Lärm sei hier als Stichpunkt genannt), muß die gesamte Planung noch einmal öffentlich erörtert werden. Denn es regt sich Unmut. DIe Ampelregelung ist Lärmintensiver als die Idee mit der Überführung, da ohne Ampel der ganze Verkehrsfluss viel ruhiger ist.
Dazu kommen ungeklärte Fragen zum Bauland. Privatgrundstücke sind betroffen. Die Eigner wollen nicht verkaufen. Ein Planfeststellungsverfahren muss her. Die Grundstücke sollen enteignet werden (natürlich gegen Entschädigung, wir leben schliesslich in einem Rechtsstaat, auch wenn kürzlich (Winter 2010) der Bundesgerichtshof Brandenburg sittenwidriges Verhalten bei der Einverleibung von Bodenreformland attestierte).Zwei Jahre sind für dieses Verfahren eingeplant. Zwei Jahre in denen unser Teilstück sehnsüchtig auf Anschluss warten muß.
Und ob es wirklich so "schnell" gehen wird, steht dabei in den Sternen. Möglicherweise wird die gesamnte Planung noch geändert, statt Ampel vielleicht ein Kreisel...
Unsere kleine Strasse jedoch hat die Hoffnung aufgegeben, in absehbarer Zeit, die ersten Autofahrer begrüßen zu dürfen. SIe fürchtet vielmehr, dass die Natur sich das bebaute Land zurückerobert und sie aus dem Gedächtnis der Menschen unter hohem Gras verschwindet.
Als Strasse hat man es nicht leicht, erst recht nicht, wenn man im Nirgendwo endet und nirgends beginnt.





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