September 2010 Archive

Klare Antwort: Die Zeiten von Billigstrom sind genauso vorbei wie die Zeiten, wo der Benzinpreis unter einer Mark lag. Aber man kann durch einen Stromanbieterwechsel vielleicht aufs Jahr gerechnet doch den einen oder anderen Euro sparen.

Für unsere Region (15374) und einem Stromverbrauch von 4 MWh pro Jahr (was dem großzügigen Verbrauch eines 2-Personen-Haushaltes oder dem sparsamen Verbrauch von vier Personen entsprechen sollte) kann man vielleicht einmal die folgenden Anbieter und Tarife in weitere Überlegungen einbeziehen:     

Hitstrom mit dem Tarif Naturhit 12

  • 21,56 Cent/kWh
  • 172,80 Euro Grundgebühr pro Jahr
  • 580 kWh sind frei
  • 135 Euro Neukundenbonus
  • 12 Monate Preisbindung
  • 775,15 Euro im ersten Jahr

TelDaFax mit dem Tarif TelDaFax 1714

  • 20,06 Cent/kWh
  • 89,70 Euro Grundgebühr pro Jahr
  • 100 Euro Neukundenbonus
  • 792,10 Euro im ersten Jahr

Bright Energy mit dem Tarif bright easy

  • 21,19 cent/kWh
  • 110,22 Euro Grundgebühr pro Jahr 
  • 140 Euro Neukundenbonus
  • 6 Monate Preisbindung
  • 817,82 Euro im ersten Jahr

Interessante Anbieter sind außerdem noch Discounter-Strom, eprimo, envacom, Stromio und lekker Energie.

Nähere Infos verrät eine Suchmaschine des Vertrauens.

(Alle Angaben ohne Gewähr)

       

Die Bundesregierung ist den Gorleben-Streit satt.. Das Kabinett hat entschieden. Die Firma Cubix Atommüll Verklappungs AG liefert 1 Kubikmeterwürfel, in denen der Atommüll eingelagert wird.

Die Würfel wiederrum werden in den Kellern der Privatvillen der Kernkraftbefürworter aufgebaut. Die Aufträge für die Regierungsmitglieder und die Vorstände der Kernkraftwerksbetreiber werden bereits abgearbeitet.

Die Bundesregierung erhofft sich damit einen Popularitätsgewinn bei der Bevölkerung von mindestens 5% in den Umfragen. Denn endlich predigt die Regierung nicht nur Wasser, sondern löffelt die eingebrockte Atommüllsuppe auch selbst aus.

Und die neuesten Umfrageergebnisse geben der Regierung recht. Endlich lacht unsere Regierung nicht nur wieder, sie strahlt bis über beide Ohren.

Es ist gerade  einmal eine Woche her, da wurde Müncheberg International eröffnet.
Wer kennt noch nicht Müncheberg International?
Na dann aber hopp hopp in den Müncheberger Stadteil Dahmsdorf, wo der Fernverkehrsbahnhof mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket großzügig sanniert und aufgehübscht wurde. Philippinenhof.net berichtete.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Großzügiger Vorplatz, Park and Ride, Informationstafeln zu Müncheberg.
Sehr ordentlich, sehr schick. Ordentlich? Nö. Direkt auf dem Vorplatz hat eine Müllsau seinen Unrat entsorgt.
Die Ausbauarbeiten haben ziemlich polarisiert. Es wurde eine Menge Aufwand betrieben, dafür, dass nur zwei Züge pro Stunde den Bahnhof passieren.
Doch bereits jetzt merkt man, dass das Parkplatzangebot in den Hauptzeiten immer noch zu klein ist. In der Fahrradsaison dürfte der Publikumsverkehr rasant ansteigen, insbesondere unter dem Aspekt des Ausbaus der grossen Radwege.
Und  genau deshalb ist der möglicherweise als Protest abgeladene Müll nicht akzeptabel. Denn die Beseitigung zahlt nicht etwa die Stadt sonder die Einwohner über ihre Steuern und Abgaben. Und wie es um die kommunalen Finanzverhältnisse bestellt ist, ist schon längst kein Geheimnis mehr. Wenn Geld ausgegeben werden soll, muss es an anderer Stelle eingespart werden, vielleicht bei der Kinderförderung?
Du Dreckschwein, ist es das, was Du wolltest?
Wer regelmäßig die B1 zwischen Herzfelde und Lichtenow benutzt, dem sollte das große Informationsschild aufgefallen sein, welches stolz verkündet, dass bis Juni 2010 hier die Ortsumgehung Herzfelde gebaut werden soll. Bis Mitte Winter wurde auch fleissig gebaut. Als es dann richtig kalt wurde, mit Unmengen an Schnee, mußten die Bauarbeiten eingestellt werden. Mit Beginn des Frühlings wurden die Baumaschinen jedoch, statt die Arbeit wieder aufzunehmen, abgezogen. Bis zum Frühsommer verwaiste die Baustelle endgültig. Ein kleiner Streifen Acker von vielleicht 50m trennte die neue Strasse von der B1.

Der Juni verstrich, der Sommer auch.

Sehnsüchtig blickte das Ende einer fast fertigen Strasse zur B1, wo sich weiterhin LKW auf LKW von und in Richtung Herzfelde quälten.

Mittlerweile ist auch das Schild verschwunden, welches die Eröffnung für den Juni versprach.

Die arme verlassene Strasse endete mitten im Niemandsland.

Was war passiert?

Es gab und gibt Probleme. Im Tagebauloch wird der Seespiegel höher sein, als vorher angenommen. Damit muss die Trassenführung angehoben werden. Und damit ist es vorbei mit einer ampelfreien Umfahrung. Denn statt dass die B1 die L23 mittels Brücke kreuzt, werden sich beide Strassen an einer Ampel treffen.

Durch diese Planänderungen, die einen ganzen Rattenschwanz an weiteren Änderungen nach sich ziehen (Lärm sei hier als Stichpunkt genannt), muß die gesamte Planung noch einmal öffentlich erörtert werden. Denn es regt sich Unmut. DIe Ampelregelung ist Lärmintensiver als die Idee mit der Überführung, da ohne Ampel der ganze Verkehrsfluss viel ruhiger ist.

Dazu kommen ungeklärte Fragen zum Bauland. Privatgrundstücke sind betroffen. Die Eigner wollen nicht verkaufen. Ein Planfeststellungsverfahren muss her. Die Grundstücke sollen enteignet werden (natürlich gegen Entschädigung, wir leben schliesslich in einem Rechtsstaat, auch wenn kürzlich (Winter 2010) der Bundesgerichtshof Brandenburg sittenwidriges Verhalten bei der Einverleibung von Bodenreformland attestierte).Zwei Jahre sind für dieses Verfahren eingeplant. Zwei Jahre in denen unser Teilstück sehnsüchtig auf Anschluss warten muß.

Und ob es wirklich so "schnell" gehen wird, steht dabei in den Sternen. Möglicherweise wird die gesamnte Planung noch geändert, statt Ampel vielleicht ein Kreisel...

Unsere kleine Strasse jedoch hat die Hoffnung aufgegeben, in absehbarer Zeit, die ersten Autofahrer begrüßen zu dürfen. SIe fürchtet vielmehr, dass die Natur sich das bebaute Land zurückerobert und sie aus dem Gedächtnis der Menschen unter hohem Gras verschwindet.

Als Strasse hat man es nicht leicht, erst recht nicht, wenn man im Nirgendwo endet und nirgends beginnt.

Januar 2012

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Aktuelle Kommentare

  • strolch: Giorgos Papandreou sagte, sein Land stehe zu seinen Zusagen. Er weiterlesen
  • Marco: Ja, ja das guten alte Rathaus in Müncheberg, wo die weiterlesen
  • The secret network: Vielleicht könntet Ihr in einem weiteren Artikel mal darauf eingehen weiterlesen
  • NACKT IM INTERNET: Für mich gibt es ein sehr grundsätzliches Problem beim Beginn weiterlesen
  • Lizzy Doll: Das mit einem gemeinsamen Wirtschaftsraum hat mit dem RGW schon weiterlesen
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  • Patti: Die Meinung finde ich okay, jeder soll das sehen wie weiterlesen
  • jani: Ja der Strompreis wird wohl genau wie das Benzin noch weiterlesen

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