Wer es noch nicht getan hat, JETZT ist höchste Zeit, den Kaminholzvorrat zu ergänzen!
Die Entscheidung, jetzt einen Kamin einzubauen oder einbauen zu lassen, ist vielleicht schon etwas spät, mit etwas Glück aber noch vor Beginn der Heizperiode möglich.
Im Folgenden ein paar Tipps, wie man sein Geld am sinnvollsten verbrennt.
Am Anfang stehen ein paar Begriffe: Raummeter, Schüttmeter, Festmeter, Restfeuchte
Ein Festmeter ist ein massiver Würfel mit einer Kantenlänge von 1m x 1m x 1m. Ein Raummeter ist ein sauber geordneter Stapel Holz, ebenfalls mit einer Kantenlänge von 1 m x 1m x 1m. Da dieser Stapel nicht aus massiven Holz ist, zwischen den Stämmen befindet sich jede Menge Luft, entspricht 1 Raummeter (also ein Würfel gestapelten Holzes) ungefähr einem 30% kleineren massiven Holzwürfel. Oder anders ausgedrückt, 30% des Raummeters sind Luft. Ein Schüttmeter ist ein loser Haufen von Holz, ebenfalls mit einer Kantenlänge von 1m x 1m x 1m. Hier befindet sich jedoch wesentlich mehr Luft zwischen den Holzscheiten. soviel, dass ca. 50% nur Luft sind.
Damit ergibt sich diese kleine Umrechnungstabelle:
1,0 Festmeter (fm) = 1,4 Raummeter/Ster (rm) = 2,0 bis 2,4 Schüttraummeter (srm)
0,7 Festmeter (fm) = 1,0 Raummeter/Ster (rm) = 1,4 bis 1,65 Schüttraummeter (srm)
0,5 Festmeter (fm) = 0,7 Raummeter/Ster (rm) = 1,0 bis 1,2 Schüttraummeter (srm)
Aktuelle Preise liegen bei um die 80 Euro pro Raummeter (Eiche, Buche). Es handelt sich hierbei um Holz, welches vor 2 Jahren geschlagen wurde und seit dem trocknet.
Das Trocknen ist sehr wichtig. Nach 2 Jahren sollte das Holz nur noch eine Restfeuchte von 20% enthalten. Also 100 kg Holz enthalten noch 20 kg Wasser. Je mehr Wasser das Holz enthält, umso geringer ist der Heizwert. Denn ein Teil der erzeugten Wärme muss aufgewendet werden, das Wasser aus dem Holz zu drängen und steht damit nicht mehr dem zu beheizenden Raum zur Verfügung.
Wenn man das Holz nur ein Jahr trocknen lässt, reduziert sich der Heizwert um ca. 10%.
Das Gewicht eines Raummeters Holz beträgt ungefähr 450 kg (2 Jahre Trocknung) und ist natürlich vom Trocknungsgrad abhängig.
Welches Holz sollte man am besten verfeuern? Grundsätzlich gilt:
- Trocknes Holz (Restfeuchte <20%)
- unbehandeltes Holz, also ohne Lacke und ohne Kunststoffe
- kein Pressholz, also Holz welches aus Holzspänen oder Holzmehl hergestellt wurde
Den höchsten Heizwert besitzt Buchen-, Eichen- und Robinienholz. Den schlechtesten Heizwert besitzen Kiefern- und Fichtenholz.
Allgemein gilt: Laubholz hat einen besseren Heizwert als Nadelholz.
Wieviel Holz sollte man verfeuern?
Preisfrage: Was brennt länger: Ein Scheit Holz mit 50 cm Länge und 30 cm Dicke oder drei Scheit Holz mit 50 cm Länge und 30 cm Dicke?
Klare Antwort: Drei Scheit Holz verbrennen genauso schnell wie ein Scheit Holz. Vielleicht sogar schneller, da das Feuer stärker brennt und heißer ist. Man hat also mehr davon, die drei Scheit nacheinander zu verbrennen, als gleichzeitig.
Außerdem sollten die Holzscheite so groß wie möglich sein. Ist der Kamin für 50 cm Scheite geeignet, verschenkt man Geld, wenn nur 30 cm Scheite verbrannt werden.
Die Intensität des Feuers wird nicht über die Menge Holz gesteuert, sondern über die Menge an Luftzufuhr. Wird der Kamin mit passenden großen Scheiten gefüttert, kann die Heizleistung besser gesteuert werden, als wenn im Ofen ein großer Haufen kleiner Holzstücken liegt.
Und damit sollte auch klar sein, dass das Verbrennen von (unbehandeltem) Palettenholz eher schlecht ist. Zum einen handelt es sich meist um Nadelholz und zum anderen sind die Scheite meist viel zu klein und damit kann die Wärmeabgabe kaum noch vernünftig gesteuert werden.
Denn eines ist ganz wichtig: Wird das Feuer im Kamin zu heiß, kann der Kamin kaputt gehen: Das Gusseisen, aus dem die meisten Kamine bestehen, kann sich verziehen, damit schließt die Tür nicht mehr richtig, Rauch kann ins Zimmer dringen, vielleicht sogar Glut. Doch auch die in Öfen verbauten Schamott- u.a. Steine können bei zu großer Hitze springen.
Palettenholz, in kleine Stücke zerlegt, kann jedoch gut zum Anheizen verwendet werden.
Zusammenfassung:
Kaminholz sollte Laubholz sein, maximal groß, trocken und der Kamin sollte nicht zu voll gestapelt werden.
Apropos Stapeln. Scheitholz sollte immer parallel zur Kaminscheibe in den Kamin gelegt sein. Man vermeide das Aufschichten zu kleinen Pyramiden. Denn dann ist das Holz meist zu klein und man legt zuviel Holz auf einmal in den Ofen. 3 bis maximal 5 Scheite parallel geschichtet, sind mehr als ausreichend.
Dann sollte einem gemütlichen Kaminabend nichts mehr im Weg stehen.





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