April 2010 Archive

Seit kurzem sind in Philippinenhof die Wege als Wanderwege ausgeschildert.
Dies ist insofern erwähnenswert, weil in unmittelbarer Nähe auch der sogenannte Jakobsweg vorbei führt.
Der Jakobsweg ist der Weg, der zum Grab des Apostels Jakobus führt.
Pilger aus der gesamten Welt machen sich sich regelmäßig auf, dem Grab einen Besuch abzustatten. Dieses Ziel entwickelte sich zum dritten Hauptziel einer christlichen Pilgerfahrt.
Streng genommen handelt es sich bei den meisten sogenannten Jakobswegen nur um "Wege der Jakobspilger". Denn nur die nordspanische Hauptverkehrsachse darf sich "Camino de Santiago" (Jakobsweg) nennen.
In Deutschland begann die Ausweisung von Wegen als Pilgerweg erst 1992. In den neuen Bundesländern entstand als erste Route der Ökumenische Pilgerweg, der der historischen Via Regia von  Görlitz nach Vacha folgt.
In unserer Region führt ein Pilgerweg von Tempelberg über Eggersdorf nach Müncheberg und weiter nach Hoppegarten.
Am Rande solcher Wege können müde Pilger oft in sogenannten Pilgerherbergen gegen einen geringen Unkostenbeitrag kostengünstig nächtigen.
Eine solche Pilgerherberge findet sich auch in Philippinenhof, das Landhaus Luckas. Hier finden aber nicht nur Pilger eine Unterkunft. Mittlerweile laden auch komfortable Gästezimmer Urlauber ein, die Mark näher kennen zu lernen.




nordschild.jpg jakobswegschild.jpg jakobswegschilddetail.jpg suedschild.jpg
Ein in Zürich lebender Germanist hat Herausgefunden, dass einiges dafür spricht, dass Johanna Spyri sich bei ihrem Kinderbuch "Heidi" von einem deutschen Kinderbuch des deutschen Autors Hermann Adam von Kamp, "Adelaide, das Mädchen vom Alpengebirge", inspirieren liess.
Das Buch von Kamp erschien 50 Jahre vor Spyris Heidi.
Die Schweizer sind natürlich fuchsteufelswild, dass ihnen ausgerechnet ein deutscher ihre Lieblingsweise wegnehmen will. Denn in der Schweiz ist das Heidi-Dorf Maienfeld eine Tourismusattraktion.
(Vgl.: Germanist entdeckt "Ur-Heidi" bei n-tv.de)
Bischof Mixa steht unter dem dringenden Verdacht, in seiner Zeit als Stadtpfarrer von Augsburg, Kinder eines Heimes körperlich schwer misshandelt zu haben (Philippinenhof.net berichtete).
Nun gestand Mixa, dass er nicht ausschließen möchte, in seiner Zeit als Lehrer auch mal Ohrfeigen verteilt zu haben. Da dies damals üblich war und auch  nicht strafbar, ist dies kein Schuldeingeständnis, da es keine Schuld gibt.
Der Ermittler Knott, der die Finanzen der Katholischen Waisenhausstiftung überprüft, äußerte jedoch den Verdacht, dass Mixa sich möglicherweise der Unterschlagung von Stiftungseigentums schuldig machte.
Es wird eng für den Flegel-Bischof, der selbst gerne austeilt, oft auch auf diffamierender Art und Weise. Offensichtlich scheint ihm seine eigene Medizin weniger gut zu schmecken, anders ist sein Gejammer über die böse Presse in diesem Fall nicht zu verstehen. 
Über die teilweisen an Zensur grenzenden Repressalien des amerikanischen Computerkonzerns Apple wurde hier schon berichtet.
Nun hat der der Hersteller cooler Lifestyle Produkte aus Cuppertino nachgelegt.
Die Pulitzer Preis gekrönten Arbeiten von Mark Fiore, veröffentlicht in der Website des San Francisco Chronicle gibt es auch als iPhone App. Doch Apple wies das kleine Programm zurück, es verstiesse gegen Punkt 3.3.14 der Lizenzvereinbarung. Dieser Punkt wird von Apple meist bei obszönen, pornographischen oder diffamierenden Inhalten verwendet.
Laut Apple würde die App öffentliche Personen verspotten.
Diese Handlungsweise reiht sich ein in eine ganze Linie von Apples Duckmäuserpolitik gegenüber den Mächtigen aus Politik, Wirtschaft und Religion.
Diese Zensurpolitik von Apple läßt den Konzern immer unsympathischer werden. Weshalb Philippinenhof.net bei der Empfehlung bleibt: Wer freien Zugang zu Informationen und Programmen möchte, verweigert sich den Produkten mit dem angeknabberten Apfel.

Eine Stuttgarterin bewarb sich bei einem stuttgarter Fensterbauer auf eine ausgeschriebene Stelle als Buchhalterin.

Nach einiger Zeit erhielt die Bewerberin die Unterlagen verbunden mit einer Ablehnung zurück. Am Lebenslauf fanden sich jedoch Anmerkungen. Am Rande fand sich "(-) Ossi" und an einigen Stellen des beruflichen Werdegangs der Vermerk "DDR".

Offensichtlich wurde der Bewerberin ihre Herkunft, die DDR, mit zum Verhängnis.

Die Bewerberin, die 1988 die DDR verließ, fühlte sich durch diesen Vermerk diskriminiert und klagte auf Entschädigung (drei Monatsgehälter). Der Fensterbauer lehnte dies ab.

Ring frei zur ersten Runde.

Nach der ersten Runde führt der Arbeitgeber nach Punkten. Denn das Arbeitsgericht entschied, Ossis sind kein eigener Volksstamm und die Bezeichnung Ossi ist damit nicht diskriminierend nach dem AGG (Allgemeines Gleichstellungsgesetz).

Das Gericht stellt zwar fest, dass die aufgeführte Bezeichnung Ossi durchaus diskriminierend sei, aber eben nicht nach AGG.

Die Bewerberin gibt sich damit jedoch nicht zufrieden, Sie wird wohl in die nächste Runde gehen.

In diesem Zusammenhang sind Äußerungen des Fensterbauers mehr als merkwürdig. Er ließ nämlich verlautbaren, der Vermerk Ossi sei positiv gemeint. Nun ja bei den Schwaben tickt ja einiges anders, als im Rest von Deutschland, aber auch in Stuttgart steht üblicherweise ein Minuszeichen für negative Eigenschaften. Vielleicht sollte der Fensterbauer einmal seine eigenen Fenster austauschen oder wenigstens putzen, damit er wieder eine ordentlich klare Sicht hat. Dann kann er sich auch das Gejammer sparen, dass die Firma nun von allen Seiten gemobbt wird und er mit großen Auftragseinbrüchen zu kämpfen hat.

Nun darf er selbst entscheiden, ob eine Entschädigung, verbunden mit einem Stillhalteabkommen, nicht die wirtschaftlich bessere Entscheidung gewesen wäre.    

Der Bundestrainer Joachim Löw sitzt in der Klemme.

Bleibt er bei seinem Wort, Kuranyi nie wieder im Nationaldress auflaufen zu lassen oder revidiert er seine Meinung und verzeiht.

Eigentlich ist die Zwickmühle gar keine. Denn als Bundestrainer ist Löw verpflichtet, die beste nur mögliche Mannschaft aufzustellen.

Zählt der Schalker Stürmer zu den Besten Deutschlands und nominiert Löw ihn nicht, kann der Bundestrainer zur WM nicht über die bestmögliche Mannschaft verfügen.

Eine Rehabilitierung Kuranyis ist also keine große Geste Löws, sondern einfach nur seine Pflicht!

Also, Hr. Löw, nominieren Sie Kuranyi, wenn Sie keine besseren Sportler als Alternative aufbieten können!

Die meisten Menschen stehen morgens auf, Frühstücken, gehen zur Arbeit, kommen nach Hause, Essen Abendbrot, fallen erschöpft in den Fernsehsessel und gehen ins Bett.

Zum Glück bekommen die meisten für ihre Arbeit eine mehr oder weniger ordentlich Entlohnung.

Von dieser Entlohnung erhält der Staat einen gewissen Anteil, um das Gemeinwesen zu verwalten und zu finanzieren.

Doch immer öfter wird man sich die Frage stellen, ob das, was der Staat mit den Steuern macht, auch wirklich im Interesse des Einzelnen ist:

  • Der Staat führt Krieg in einem Land weit weit weg
  • Der Staat unterstützt marode Banken, die eigentlich schon längst den Weg allen Irdischens gegangen sind
  • Der Staat rettet betrügerische Staaten (Griechenland und bevor hier jemand einen Herzkasper bekommt, die Bevölkerung eines Staates ist nicht der Staat selbst)
  • Freiheitsrechte werden abgebaut
  • Soziale Rechte werden zurückgefahren
  • Krankenversicherung wird gekürzt und verteuert
  • Rentenversicherung wird Leistungsgekürzt und verteuert

Was kann der Einzelne nun machen?

Standardantwort: Wir leben in einer Demokratie, bei Wahlen können wir alle mitentscheiden.

Können wir das wirklich? Alle 4 bis 5 Jahre gehen wir zur Wahl und geben unsere Stimme ab. Wenn wir unsere Stimme abgegeben haben, ist sie weg. Wirklich weg und kommt niemals wieder. Was unsere Stimme anrichtet, entzieht sich fast komplett unserer Steuerung.

Na dann gehen wir halt nicht zur Wahl und behalten unsere Stimme.

Ändert sich dann etwas?

Nein. Es sei denn, wir werden unsere Stimme laut werden lassen!

Protest fängt im Kleinen, im Privaten an.

"Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht" (Bertold Brecht)

Nach Artikel 20, Absatz 4 des Grundgesetzes hat jeder Deutsche ein Recht auf Widerstand gegen Jedermann, der die im Grundgesetz verankerten Rechte verletzt.

Formen des Widerstandes sind ziviler Ungehorsam (wenn ein Staatsdiener einem sagt, man möge endlich aufhören mit reden, wird erst recht so richtig losgelegt, wenn der Saat statistische Erhebungen machen möchte, kann man sich an nichts erinnern (Achtung: Verweigerung wird zur Strafbaren Handlung, genauso die Unwahrheit sagen)), Gewaltloser Widerstand, Spassguerillia. Wer jedoch gewaltsamen Widerstand leistet, setzt sich in der Regel damit sofort selbst ins Unrecht.

Jeder sollte für sich seine Form des Protestes finden, auch das Füllen der Mailbox von Politikern kann dazu verwendet werden.

Vielleicht wird unser Staat dann auch irgendwann wieder UNSER Staat sein! 

Wer falsch parkt und ein Knöllchen erhalten hat, sollte genauer hinschauen, bevor die Ordnungswidrigkeit bezahlt wird. Seit 1992 gelten neue Verkehrszeichen. Sie sind modener, stylischer, sonst unverändert. Bis zum 1. September 2009 galten Neu und Alt gleichzeitig. Die äußerst lange Übergangszeit ist jedoch seit September letzten Jahres vorbei. Seit dem sind die alten Zeichen ungültig. Wer also unter einem ungültigen Halteverbotsschild parkt, kann nicht belangt werden.
Viele Kommunen haben sich einfach zu viel Zeit gelassen und sind nun überrascht, dass bis zu 2/3 aller (geänderten) Verkehrszeichen ungültig sind.
In Berlin werden nun zügig die alten ungültigen Verkehrszeichen abgebaut und durch ihre nur marginal veränderten neuen Pendants ersetzt. Wenn man bedenkt, das ein Schild komplett ca. 120 bis 150 Euro kostet, eine hübsche Stange Geld, die hier sinnlos verpulvert wird.

UPDATE: Der Bundesverkehrsminister hat nunmehr festgestellt, dass auch die alten Schilder wieder (!!) gelten. Die Korrektur sei notwendig geworden, um den Kommunen unnötige Schilderwechsel zu ersparen. Diese wollen die gesparten Euro in die Strassensanierung stecken.
Bernau ist eine prosperierende Stadt. Im Speckgürtel Berlins liegend, wuchs Bernau rasant. Also beschloss die Bernauer Stadtverwaltung, sich ebenfalls zu vergrößern.

Die Wahl fiel auf ein attraktives leer stehendes Gebäude. Schnell wurden 600.000 Euro im Stadthaushalt bereitgestellt und der Kaufvertrag unterschrieben.

Und hier folgt der erste Streich: Statt eine fixe Kaufsumme im Kaufvertrag zu verankern, sollte der Kaufpreis durch einen Gutachter bestimmt werden, an dessen Aussage sich beide Seiten zu halten haben.

Doch dies war erst der erste Streich, der zweite folgt zugleich. Statt zu warten, bis das gesamte Geschäft in trockenen Tüchern ist, konnte es die Stadtverwaltung nicht erwarten und zog schon vorsorglich in die neuen Räumlichkeiten ein.

Dann wurde der Gutachter tätig.

Der stellte fest, dass der Kaufgegenstand ein Gebäude ist, ein vermietetes Gebäude, ein vermietetes Gebäude mit einem potenten Mieter, die Stadtverwaltung von Bernau. Dieser Mieter kann nicht Pleite gehen. Dieser Mieter steigert den Wert des Gebäudes deutlich.

Der Gutachter legte nach allen Regeln der Kunst den Preis fest: 1,4 Millionen Euro, ein Schnäppchenpreis für ein an einen solchen potenten Mieter vermietetes Gebäude.

Bernauer! Über Eure Dummheit lacht ganz Brandenburg. Aber tröstet Euch, wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. 

(Übrigens, statt 49.000 Euro Grunderwerbsteuer werden nach dem Willen der Landesregierung 70.000 Euro fällig)

Wer ab heute innerhalb des Landes Brandenburg umzieht, kann sein altes Autokennzeichen mitnehmen und spart so Geld für neue Schilder.

Allerdings muss trotzdem der neue Wohnort in den Fahrzeugschein (der mittlerweile Teil 1 der Zulassungsbescheinigung heisst) eingetragen sein. In kreisfreien Städten nehmen dies mittlerweile die Bürgerämter vor, man kann das bei der Anschriftsänderung also gleich miterledigen lassen.

In Potsdam zoffen sich Anrainer des Griebnitzsees und des Groß Glienicker Sees mit Anwohnern, Gästen und der Stadt.

Grund sind Wege, die über privates Eigentum führen. Normalerweise völlig unspektakulär handelt es sich hier jedoch um malerische Uferwege. Die Anrainer wollen keine Fremden auf ihrem Grund und Boden dulden, während die Stadt den freien Zugang zu den Seen erzwingen will.

Die Emotionen sowohl in der Presse als auch vor Ort kochen hoch. Alle gegen die Anrainer, das ist die Quintessenz der Berichterstattung.

Mit markigen Worten, von Enteignung und gewaltsamer Räumung ist die Rede, tritt die Stadt auf. Die Anrainer kontern mit Wachschutz mit Hunden.

Doch wie sieht die Rechtslage aus? Wann muss man als Eigentümer Zugang erlauben und wann nicht?

Den Zugang zum See muss der Eigentümer Behörden und entsprechenden mit der Gewässerpflege beauftragten Firmen und Institutionen (meist die Gewässerverbände) bedingungslos erlauben. Sonstige Personen, also z.B. die Öffentlichkeit hat erst einmal keinen Zutritt, bzw. dieser kann der Zutritt verwehrt werden. Im Grundbuch können nun weitergehende Rechte der öffentlichen Hand stehen. Zum Beispiel kann ein Wegerecht eingetragen sein. Ein Wegerecht kennen viele Eigentümer, ein Wegerecht ist notwendig, wenn ein hinten liegendes Grundstück sonst keinen Zugang zu öffentlichen Wegen hätte. Im Grundbuch steht dann ein Vermerk, dass der Eigentümer es dulden muss, dass über sein Grundstück der Zugang zu einem anderen Grundstück erlaubt sein muss. Da es niemand gerne mag, dass fremde Leute über das eigene Land latschen, entstanden immer mehr sogenannte Hammergrundstücke. Hier wird ein schmaler Korridor, nicht breiter als übliche Einfahrten von dem einen Grundstück abgezwackt und damit dem anderen Grundstück der direkte Zugang zum öffentlichen Wegenetz ermöglicht. Im Gegenzug erlischt das Wegerecht im Grundbuch.

In Groß Glienicke hat die öffentlich Hand einen großen Fehler gemacht. Der Uferweg wurde nicht in die Grundbücher eingetragen. Pech für die Öffentlichkeit. Die muss nun leider draußen bleiben. Eine ergänzende Eintragung kann nur erfolgen, wenn der Eigentümer damit einverstanden ist. Dies ist hier offensichtlich nicht der Fall.

Die Stadt hat nun die zwei Möglichkeiten: Sie kann dem Eigentümer das Land abkaufen, wegen des mittlerweile hohen öffentlichen Interesses dürfte der preis mittlerweile deutlich angestiegen sein oder aber sie enteignet die Anrainer.

Enteignung, ein böses Wort. Das Land Brandenburg hat zwar schon Erfahrung mit Enteignungen, erinnert sei an das Bodenreformland, wo sich erst einmal kein Besitzer fand und wo das Land meinte sich in Raubrittermanier das Land einfach einverleiben zu dürfen. Erst durch höchstrichterlichen Beschluss wurde diesem Gebaren Einhalt geboten.

Negative Erfahrungen haben die öffentliche Hand aber noch nie davon abgehalten, es auch noch einmal zu versuchen. Entsprechend hält sich hier Potsdam eine Enteignung offen.

Enteignung heißt nach deutscher Rechtssprechung, dass die Eigentümer zum Verkehrswert entschädigt werden. Doch bis es soweit ist, können gut und gerne 10 bis 15 Jahre vergehen. Denn die Hürden sind ausgesprochen hoch. Es muss ein massives öffentliches Interesse bestehen, dass wesentlich stärker als das Interesse eines Einzelnen sein muss. Ob ein Uferweg wirklich von solch hohem Interesse ist, dass der Schutz des Privateigentums, immerhin Verfassungsgrundsatz, darunter leiden muss, darf erst einmal bezweifelt werden.

Insofern kann zum Uferweg in Groß Glienicke nur gesagt werden: Der Fehler liegt wohl bei der Stadt. Hier sind die Schuldigen zu suchen, nicht bei den Anrainern. Und da kann die Volksseele lustig vor sich hin kochen. Und Politiker markige Sprüche klopfen. Der Weg bleibt erst einmal zu. Und das appellieren an moralischen Werten ist in unserer Gesellschaft, die Moral täglich mit Füssen tritt, einfach nur lächerlich. Entweder gibt es das recht auf Privateigentum an Grund und Boden oder es gibt es nicht. Es von Zeit zu Zeit zu erlauben, wie es die öffentliche Hand gerne möchte, ist keine Basis für eine florierende Privatwirtschaft, die verlässliche Partner braucht.

Am Gribnitzweg stellt sich das Problem etwas anders. Hier ist ein Bebauungsplan wegen Formfehler kassiert worden. Schon allein dadurch hat die Stadt keine guten Karten. Zwar arbeitet die Stadt an einem neuen, aber ohne Einverständnis der Anrainer wird auch hier nichts zu machen sein mit einem öffentlichen Uferweg.

Eigentum verpflichtet. Aber ziemlich sicher nicht, Hinz und Kunz über anderer Leute Grundstücke flanieren zu lassen.

Stellen Sie sich vor, Sie kaufen ein Auto und der Hersteller schreibt Ihnen vor, dass Sie mit dem Auto nur auf Asphalt fahen dürfen, Kopfsteinpflaster, Sand- und Betonstrassen sind tabu. Ausserdem darf das Auto ausschliesslich Personen transportieren, Gepäck ist nicht zulässig.

Undenkbar?

Ja, aber in der IT-Branche darf man das schon, zumindest wenn man Apple heisst.

Apple schreibt nicht nur genau vor, welche Inhalte Software die über den Applestore gehandelt werden, aufweisen dürfen, sie nehmen auch eigenhändig Zensierungen vor.

Die Krönung ist nun der neueste Streich: Apple will Programmierern vorschreiben, welche Programmiersprache diese nur verwenden dürfen. Der Konverter für Flash der Firma Adobe bleibt dabei genauso ausen vor, wie Mono Touch oder Unity.

Insider sehen das als Ausdruck des Willens, Adobe vom Markt zu vertreiben. Adobe selbst nimmt dies noch gelassen.

Die Entwickler werden das jedoch anders sehen. Denn Software, die nicht über die Apple-Plattform zu beziehen ist, hat nahezu keine Chance, in nennenswerter Stückzahl abgesetzt zu werden. 

Was bedeutet das für Besitzer von iPhone, IPod und iPad? Zuerst einmal nicht viel. Das Angebot an Programmen ist nahezu endlos.  Doch perspektivisch ist es absolut inakzeptabel, das der Anbieter der Infrastruktur unkontrollierten Einfluss darauf nehmen will, wer und wie diese Infrastruktur genutzt wird.

Heute sind es nur missliebige Programme, die mit den falschen Werkzeugen hergestellt wurden, morgen sind es politische Nachrichten, die zensiert werden und übermorgen nimmt sich Apple vielleicht sogar heraus, direkt in die Benutzerrechte der iXXX-Produkte einzugreifen.

Solange sich Apple nicht besinnt, bleibt nur zu raten: Finger weg von Apple-Produkten, so cool sie auch sein mögen.

Die brandenburger Regierung möchte die Grunderwerbsteuer von 3,5% auf 5% erhöhen. Damit kommt dies einer Steuererhöhung um über 40% gleich!

Da wirkt die Aussage vom finanzpolitischen Sprecher der Linken, Christian Görke wie glatter Hohn, der von einer "maßvollen" Erhöhung spricht.

Hr. Görke, auch der gemeine Pöbel, sprich das Volk, kann rechnen und weiss, dass eine Änderung von 3,5 auf 5% eben keine Erhöhung um 1,5% sind!

Rechenbeispiel: Ein Grundstück wechselt für 100.000 Euro den Besitzer. Bisher waren dafür 3500 Euro Grunderwerbsteuer fällig. Nach der Erhöhung auf 5% werden nun 5000 Euro fällig. Hr. Görke suggeriert, dass nur (in unserem Beispiel) 52,50 Euro mehr zu zahlen sind. 1500 Euro zu 52 Euro. Ist doch nicht der Rede wert, ist ja fast gleich und kann sich doch jeder leisten. Görke vergisst dabei, dass das Durchschnittseinkommen in Brandenburg bei nicht einmal 1500 Euro liegt, Brutto, versteht sich!  

Wieso verarscht ihr Politiker uns eigentlich immer so?

Die Erhöhung selbst ist eigentlich kein Skandal. Es sollte jedem klar sein, dass Brandenburg Geld dringend braucht! Ein Skandal ist jedoch, WIE die Erhöhung der Bevölkerung verkauft werden soll!

Gestern noch sprach der deutsche Verteidigungsminister von umgangsprachlichem Krieg, schon morgen könnte daraus ein völkerrechtlicher werden...

Was war passiert?

Drei afghanische Parlamentarier zitieren einen Ausspruch des afghanischen Präsidenten mit den Worten: "Wenn Ihr und die internationale Gemeinschaft mich noch mehr unter Druck setzt, dann, das schwöre ich Euch, werde ich mich den Taliban anschließen." 

Krieg kann man nur zwischen Staaten führen. Bisher waren die umgangssprachlichen Kriegsgegner die Taliban. Wenn sich dieser extremistischen Bande nun jedoch das Staatsoberhaupt anschließt, führt Deutschland Krieg gegen gegen den Repräsentanten eines ganzes Landes. Und dann ist der umgangsprachliche Krieg zu einem völkerrechtlichen geworden.

Wie kam es zu dieser Entwicklung?

Karsai ist ein Präsident ohne Macht und Einfluss. Er sitzt förmlich zwischen allen Stühlen. Er sieht, dass die internationale Staatengemeinschaft sich uneins ist, wie in Afghanistan vorzugehen ist. Die ersten Abzugspläne sind am Reifen.

Sollten die internationalen Truppen abziehen, steht Karsai ohne Unterstützer da, seinen Leben wäre keinen Pfifferling mehr wert. Karsai weiß das und beginnt nun seinerseits nach neuen Unterstützern zu suchen.

Und er glaubt, diese in den lokalen Stammesführern, die selbst nicht unbedingt Taliban-Anhänger sein müssen, gefunden zu haben.

Denn eines haben Taliban und lokale Stammesführer gemein: Ihren Hass auf die USA und die mit ihnen verbündeten Truppen.

Karsai glaubt nun, wenn er sich mit den Stammesführern verbündet, läuft das nach dem Motto, der Feind meines Feindes ist mein Freund.

Ein gewagtes Spiel.

Dess er vergisst, dass die USA nicht untätig zu sehen werden, wie wieder ein Verbündeter die Seiten wechselt. Immerhin hat die USA die Taliban erst groß gemacht, als sie einen Partner gegen die gerade erst einmarschierten sowjetischen Truppen suchte. Noch einmal werden sie sich nicht so vorführen lassen. Die USA wird reagieren müssen und damit das mit den USA verbündete Deutschland.

Die USA werden Karsai fallen lassen und das bedeutet formal erst einmal Krieg, Krieg gegen Afghanistan.

Deutschland, wann beginnt deine Generalmobilmachung? Wann marschiert die deutsche Infantrie wieder? Wann rollen wieder deutsche Panzer durch Dörfer, um sie dem Erdboden gleichzumachen?

KRIEG! 

In der Koalition gibt es neuen Zwist zwischend er FDP und der CSU.

Es geht um die Frage, was besser Kinderpronographie eindämmt, das Löschen von solchen Seiten oder das Sperren. Beim Löschen der Seiten verschwindet die Seite vom Server und kann von diesem Server nicht mehr abgerufen werden. Beim Sperren wird nur der Zugang zu diesen Seiten mittels technischer Massnahmen unterbunden. Die Seiten sind aber nach wie vor auf dem Server vorhanden. Menschen mit technischem Sachverstand oder Nutzer von Zugangsprovidern, die den Zugriff nicht unterbinden (z.B. mit Sitz ausserhalb Europas) können weiterhin das scheussliche Material konsumieren.

Hr. Uhl, innenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, steht nun auf dem Standpunkt, das ein Löschen absolut nichts bewirke. Denn vor dem Löschen würden die Seiten einfach kopiert und auf andere Server wieder online gestellt.  Bravo Hr. Uhl, bravo! Was für eine Medienkompetenz! Sie glauben ernsthaft, dies könnte man beim Sperren der Seiten nicht auch machen?

Insider wissen jedoch ganz genau, worauf Hr. Uhl wirklich abzielt. Zum einen glaubt er Oberwasser zu haben, seit auf EU-Ebene das Sperren bevorzugt wird, zum anderen ist das Thema Kinderpornographie der perfekte Einstieg zur Internetzensur in ganz anderen Bereichen, die Redefreiheit scheint einigen Herren und Damen der Politik ein gewaltiger Dorn im Auge zu sein.

Hr. Uhl, bewerben Sie sich doch bei der chinesischen oder iranischen Regierung, dort werden Sie als Befürworter bestimmt mit offenen Armen empfangen, obwohl, bei dem von Ihnen gezeigten technischen Sachverstand werden Sie dort wohl keinen Blumentopf gewinnen.

Das Schützenhaus liegt etwas versteckt im Wald an der ersten Einfahrt nach Müncheberg (von Berlin kommend).
Im urigen Ambiente, besonders schön in der kalten Jahreszeit der große offene Kamin, wird man sofort vom sehr freundlichen Personal begrüßt.
Die Getränkebestellung wird, sofern man nicht erst einen Blick in die Karte werfen möchte, sofort aufgenommen. Die Karte hat man schnell studiert. Während die Getränkekarte 9 Seiten umfasst, muss sich die Speiseauswahl mit 4 Seiten begnügen. Das sind 11 Hauptgerichte (davon 2 vegetarisch), 3 Vorspeisen, 2 Suppen, 3 Kindergerichte und 4 Desserts (Eis).
Das wirkt auf den ersten Blick wenig. Allerdings sind alle Fleischsorten vertreten und die Beilagen, Gemüse etc. kann man in der Regel fast frei kombinieren. Ähnlich sieht es bei Vorspeisen oder Suppen aus. Hier kann man einfach Fragen, ob es noch Alternativen gibt.
Die Küche selbst liefert gute, gediegene Hausmannskost. Ordentlich zubereitet, nett angerichtet, kurz, es schmeckt.
Das Personal schaut regelmäßig, ob man noch weitere Wünsche hat und ob alles zur Zufriedenheit verläuft. Auch unter Druck bei voll besetzten Tischen lässt die Freundlichkeit nicht nach.
Das Preisniveau ist akzeptabel, Hauptgerichte kosten im Schnitt 12 Euro, Vorspeisen 5,50, Suppen 3,50 und Desserts ca. 4 Euro.
Die sanitären Einrichtungen sind sauber, so wie es sich gehört.
Fazit: Das Schützenhaus ist immer eine gute Gelegenheit, wenn man ordentlich Essen gehen möchte. Solide Hausmannskost gepaart mit sehr freundlichem Personal. Gerne wieder!

Name:
Schützenhaus
Adresse: Karl-Marx-Str. 51, 15374 Müncheberg
Letzter Besuch: 04.04.2010
Speisentyp: deutsch
Kartenzahlung: ja

Bewertung:
Sauberkeit: *
Personal: *
Umfang des Speiseangebotes: (vgl. Text)
Preis: *
Gesamt: * * *

Anmerkung: *-->ok; - --> nicht ok; Gesamt: maximal vier Sterne möglich, Minuszeichen reduzieren die Sterne.
 

Das Stadtparlament von Müncheberg beschloss auf seiner letzten Sitzung, die Stadtmauer von Müncheberg einer Generalsanierung zu unterziehen. Dabei werden auch die Stadttore wieder restauriert.

Neu ist, dass Nachts ab 22. Uhr die Stadttore geschlossen werden und morgens erst ab 7 Uhr wieder geöffnet werden.

Bürgermeisterin Barkusky meinte dazu, dass dies ein aktiver Beitrag auch zum Schutz der Altstadt vor nächtlichem Vandalismus sei.

In erster Linie dient diese Massnahme jedoch dazu, das versprochene Verkehrsberuhigungskonzept für die Innenstadt auf eine neue Qualität zu stellen.

Eine neue Allensbach-Umfrage gibt der Bürgermeisterin recht, die Vermeidung von Lärmbelästigung hat für viele Bewohner oberste Priorität.

 

Update: Gastbeitrag der Autorin April-April

Niemand hat die Absicht eine Mauer... naja, Sie wissen schon...

Januar 2012

So Mo Di Mi Do Fr Sa
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31        

Aktuelle Kommentare

  • strolch: Giorgos Papandreou sagte, sein Land stehe zu seinen Zusagen. Er weiterlesen
  • Marco: Ja, ja das guten alte Rathaus in Müncheberg, wo die weiterlesen
  • The secret network: Vielleicht könntet Ihr in einem weiteren Artikel mal darauf eingehen weiterlesen
  • NACKT IM INTERNET: Für mich gibt es ein sehr grundsätzliches Problem beim Beginn weiterlesen
  • Lizzy Doll: Das mit einem gemeinsamen Wirtschaftsraum hat mit dem RGW schon weiterlesen
  • Jendi009: Schwieriger zu erkennen sind Geld-Erschleich-Attacken in Briefform. Neulich erst wieder weiterlesen
  • Werner: An die Flasche Pommes kann ich mich noch zu gut weiterlesen
  • Ron: Wer unbedingt für Medikamente ohne Wirkstoff, Meditonsin ist hier ein weiterlesen
  • Patti: Die Meinung finde ich okay, jeder soll das sehen wie weiterlesen
  • jani: Ja der Strompreis wird wohl genau wie das Benzin noch weiterlesen

Das Wetter im Oderland