Februar 2010 Archive

Print24, der Druckdiscounter, vielen aus langweiligen Werbespots im Fernsehen bekannt, macht auf eine eher unsympathische Art von sich reden.

Auf der einen Seite werden Kunden wegen strittiger 12 Euro verklagt (das gesamte Procedere mit Inkassodienst, Rechtsanwaltsmahnung, Mahnbescheid bis hin zur Gerichtsentscheidung), auf der anderen Seite werden genau diese Kunden auch noch mit Werbung vollgespammt. Selbstverständlich  fährt Print24 das gesamte Arsenal auf: E-Mail-Werbung, Werbung mittels Flyer über die normale Post, Telefonwerbung und neuerdings werden die Mobiltelefone mit Werbe-SMS vollgemüllt. Das perfide daran ist, dass diese SMS keine korrekte Absenderkennung haben, man also nicht einmal schnell eine SMS zurückschicken kann, die den Spuk unterbindet! Eine Einwilligung für den Spam liegt oftmals gar nicht vor, da Kontaktdaten teilweise verwendet werden, die ausschliesslich zur Bearbeitung von Aufträgen zur Verfügung gestellt werden.

Alles in allem scheint die Firma es ja wirklich zu brauchen. Da darf dann natürlich die Frage erlaubt sein, ob Print24 das Wasser bis zum Halse steht?

Wenn das der Fall ist, kann die Empfehlung nur lauten, einen möglichst großen Bogen um diese Firma zu machen  

Vielleicht sollten sich auch einmal Wettbewerber mit dem unlauteren Geschäftsgebaren dieser Firma beschäftigen...

Tja, das können sie gut, Wasser predigen und Wein saufen. Im Falle der evangelischen Bischöfin Käßmann vermutlich hochprozentigeres.

Und im Falle der Katholiken, Zölibat predigen und dafür heimlich Kinder missbrauchen. Ganz toll! Der olle Jesus wird sich im Grabe drehen und wegen den ganzen Verfehlungen wird Gott bestimmt eine neue Sintflut schicken...

Zum Glück gibt es (aller Vorraussicht nach) keinen Gott, sonst wäre die Menschheit schon längst ersoffen. Denn was sind das für Vorbilder, die sich sternhagelvoll hinters Steuer klemmen, und Fahren wie ein Henker, rote Ampeln dabei ignorieren, was für ein Vorbild ist eine Institution, die nahezu nichts gegen den Missbrauch der Schwächsten der Gesellschaft, unseren Kindern, unternimmt?

An den aktuellen Misbrauchsfällen der Kirche, die leider teilweise schon verjährt sind, sieht man wie interessiert die Kirche an der Aufklärung ist. Denn was machen die Pfaffen? Statt aktiv aufzuklären stellen sie der Bundesjustizministerin die eben jene aktive Aufklärung auch von Seiten der Kirche forderte, ein Ultimatum, dass diese ihre Äußerungen widerrufen solle. Was passiert eigentlich, nach Ablauf des Ultimatums, wird dann Sabine auf dem Bebelplatz auf dem Scheiterhaufen als Hexe verbrannt? (Nunja, der Bebelplatz wurde ja früher schon für solch einschlägige Aktionen genutzt...)

Was denkt sich eigentlich die Oberpfeife, pardon, der Oberpfaffe, pardon, der Erzbischof Zollitsch eigentlich? Zu mehr als die Kindergrapscher von einer Stelle zur nächsten zu schieben, bis neu gegrappscht (und schlimmeres) wird, war die Kirche offensichtlich bisher nicht in der Lage.

Und reicht ein reuiges, ja, ich habe gesündigt aus und alles wird wieder gut? Stehen der Kirche bei Verfehlungen Sonderrechte zu? Nur zur Erinnerung, auf mehr als 1.3 Promille (Restblut hätte ich jetzt fast gesagt) kann bis zu 1 Jahr Gefängnis stehen. Und der Missbrauch von Kindern ist nun wirklich alles andere als ein Kavaliersdelikt.

BTW:  Im Zöllibat lebende Männer sind irgendwie unheimlich...

UPDATE: Die Bischöfin hat Konsequenzen aus ihrer Vollrauschfahrt gezogen und ist von ihrem Amt als Präsidentin der EKD zurückgetreten. Damit beweist sie Verantwortungsbewusstsein, für dass ihr Hochachtung gebührt. Nur wenige Prominente weisen diese charakterliche Stärke auf!

Eltern aufgepasst: Das Spielen der neuesten populären Computerspiele wie z.B. Siedler 7 kann sehr teuer werden.

Denn mit dem blossen Kaufen des Spiels ist es nicht getan. Zusätzlich fallen ggf. permanente Telefongebühren an.

Doch der Reihe nach: Früher war es so, dass man sich ein Spiel gekauft hat, brav auf seinem Rechner installierte und dann nach herzenslust die wildesten Abenteuer erleben konnte.

Dann kamen die bösen Raubkopierer und das Internet. Noch vor Veröffentlichung landeten die Spiele auf irgendwelchen Servern im Internet, konnten von dort heruntergeladen werden und nach herzenslust die wildesten Abteuer erlebt werden. 

Völlig klar, kaum noch jemand wollte etwas kaufen, was es im Internet kostenlos gab. Also liessen sich die Firmen etwas einfallen, die einen in dem sie den Spielen besondere Gimmicks wie z.B. schön angefertigte Landkarten, Handbücher oder andere Spielutensilien beilegen und damit dem Käufer einen echten Mehrwert im Vergleich zur Raubkopie aus dem Internet anboten, andere Firmen sahen nur, dass solche Gimmicks ja den Profit schmälern. Diese Firmen, z.B. die Firma UBI-Soft kam auf den gloreichen Gedanken, dass zum Spielen eine permanente Internet-Verbindung notwendig ist. Bricht diese Verbindung ab, kann das Spiel erst wieder fortgesetzt werden, wenn diese Verbindung wieder hergestellt wurde. Oft heisst das, dass z.B. ein ganzer schwieriger Level wiederholt werden muss, da der letzte Speicherpunkt vielleicht schon einige Zeit her war.

In Zeiten von Internetflaterates sollte doch aber eine permanente Verbindung kein Problem mehr darstellen, oder?

Diese Frage kann man einfach beantworten, in dem man sich anschaut, wo und wann gespielt wird.

Eine gute Spielzeit ist z.B. im Urlaub, auf dem Weg in den Urlaub in Bus, Bahn oder Auto. Genialerweise ist im Notebook ein UMTS-Stick schon eingebaut. Yay! Der Internetprovider freut sich, stundenlanger Spielspass mit einer Mobil-Verbindung, am besten noch im Ausland! Da rollt der Rubel!

Und ganz nebenbei kann der Spielehersteller jede Menge Statistik machen, wer wann wie lange spielt. Außerdem ist durch diese enge Verknüpfung mit einem Online-Account ein Weiterverkauf des Spiels ausgeschlossen.

Da lacht des Produzenten Herz. Der Gebrauchtmarkt ist Schnee von Gestern! Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Kein Schulhoftausch mehr und auch kein Gebrauchtspiel zum Taschengeldpreis.

Wunderbar.

Wunderbar wie dieser Schuss nach hinten losgehen wird.

Hat die Spiele-Industrie aus dem Fiasko der Musikindustrie nichts gelernt? Musikportals florierten erst, als die Rechtebeschneidung des Kunden aufgehoben wurde.

Auch UBI-Soft wird lernen, ein Produkt, über das der Kunde keine Kontrolle hat, wird sich nicht verkaufen.

Die Musik-Industrie hat aus den Milliardeneinbrüchen auf dem CD Markt gelernt und verzichtet weitestgehend auf am CD-Standard vorbeigehenden Zwangsmassnahmen gegen den Kunden.

Auch UBI-Soft wird lernen, dass man ohne Kunden kein Geld verdienen kann!

Für Eltern bleibt nur der Rat: Finger weg von Zwangsonline-Software. Es gibt tolle Alternativen! Ohne Zwang, ohne Überwachung und ohne versteckte Zusatzkosten.

Offensichtlich hat die Bundesregierung bei der Festlegung zum Arbeitslosengeld 2 Fehler gemacht und muss nachbessern.

Das ist mittlerweile nichts Neues. Es ist normal, dass die Regierung ein Gesetz verabschiedet und es dann entweder freiwillig nachgebessert wird, Druck der öffentlichen Meinung, oder unsere Verfassungshüter zwingen die Regierenden dazu.

Alles in allem ist es ein Armutszeugnis für die inkompetente Arbeit. Im normalen Leben erwartet doch jeder, dass Handwerker sofort fertige Arbeit abliefern, ok, oft genug muss man auch hier Nachbesserungen anmahnen, allerdings wird man schlechte Handwerker sicherlich nicht neu beauftragen. Eine Regierung kann man leider nicht einfach mal eben in die Wüste schicken, nur weil die Pfusch abgeliefert haben, Wahlen zählen nicht, da hier viele abstimmen, denen das persönliche Erleben vermutlich egal sein wird.

Lange Rede kurzer Sinn: Hartz4 muss weg, der dazu nötige Wasserkopf muss weg.

Daher kurz und knapp die Forderung:

1500 Euro Bürgergeld für jeden Bundesbürger ohne Wenn und Aber!

Im Gegenzug:

  • Mehrwertsteuer rauf auf 50%.
  • Alle anderen Steuern werden abgeschafft.
  • Abschaffung von Renten- und Arbeitslosenversicherung.
  • Verkleinerung der Finanzämter.
  • Abschaffung des Sozialamtes.

Durch den Wegfall von R- und A-Versicherung wird Arbeit plötzlich enorm preiswert in Deutschland, so preiswert, dass niemand mehr in Billiglohnländern investieren will, mit dem Ergebnis, die heimische Industrie wird gestärkt. Außerdem wird mit einem Schlag die Arbeitslosigkeit auf Null reduziert. Wer nicht arbeiten will, arbeitet nicht, wer sich ehrenamtlich engagieren will, kann das ohne Existenzängste tun. Wer einen guten Job hat, behält seinen guten Job und wird am Ende mehr Netto haben.

Ausserdem: Sämtliche Hartz4-Gerichtsstreitigkeiten wären sofort erledigt. Willkürentscheidungen gibt es nicht mehr. Die Job-Center konzentrieren sich auf ihre Kernaufgabe, Jobs zu vermitteln. 

Wer jetzt glaubt, diese Idee sei neu, der irrt. Bereits am 30.11.2005 sprach DM-Chef Götz Werner in einem Spiegel-Interview umfangreich über diese Idee.

Doch ist dieses Bürgergeld politisch offensichtlich nicht gewollt, da man dann die beiden Klassen, die man aktuell so vortrefflich gegeneinander ausspielen kann, verliert: Die Klasse der Arbeitslosen und die Klasse der Arbeitenden. Und wenn dieses Feindbild fehlt, könnten diese vielleicht schnell ein neues Feindbild finden, das herrschende politische und gesellschaftliche System. Und das bedeutet Revolution!

Ein Gespenst geht um in Europa, das Gespenst des geeinten Volkes!

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