Für die Menschen wurde das Sicherheitsgerede der Behörden immer sinnleerer.
Klarer Fall, es musste was passieren, sonst wäre ein weiterer Grundrechteabbau kaum politisch durchsetzbar. Insbesondere die Einführung der Peepscanner, umgangssprachlich auch Nacktscanner genannt, war akut gefährdet, die Bestechungsgelder der Wirtschaft für die politischen Entscheider am Versiegen.
Zum Glück erinnerte man sich an eine geniale Erfindung namens Al-Kaida, kurz nach der Jahrtausendwende von den USA erfunden, um kostengünstig eine architektonische New-Yorker-Fehlplanung zu korrigieren und nebenbei auch die Überwachung der Bevölkerung zu forcieren. Schließlich ist man mit der Einführung 1984er Verhältnisse einige Jahrzehnte im Verzug.
Das amerikanische Beispiel aufgreifend, fingierten die Behörden auch in London und in Madrid, in Bali und auch in Ägypten entsprechende Ereignisse. Nur die Deutschen waren zu dämlich, hier pfuschten die Behörden, die Sprengsätze gingen nicht hoch. Allerdings spricht es für das Improvisationsvermögen, am Ende doch alles im Sinne der Bedrohungskulisse zu regeln.
Die Einführung der perfekten Überwachungstechnik stand kurz bevor, das Europaparlament kaufte kurzerhand einige Exemplare. Dumm nur, dass die Drohkulisse für die Bevölkerung nicht drohend genug war.
Also wurde kurzerhand ein farbiger Ausländer verpflichtet, um es über den Wolken BUMM machen zu lassen. Mit der Zivilcourage, insbesondere eines Niederländers, haben die Behörden jedoch nicht gerechnet. Trotzdem reichte der Beinahevorgang aus, den Börsenwert des Peepshow-Gerätes rasant in die Höhe schnellen zu lassen.
Es ist nun an den Menschen, den Behörden zu signalisieren, dass man die Bedrohungsszenarien nicht höher schätzt, als die persönliche Freiheit.
Zeigen wir die Rote Karte dem Staat und seiner Al-Kaida.
Anmerkung: Satirealarm!





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