Roberto Micheletti, Putschist in Honduras, wurde von der Liberalen Internationalen zum Vizepräsidenten ernannt.
Die FDP ist Mitglied dieses Zusammenschlusses liberaler Parteien. Für dessen Präsidenten, den Niederländer Hans van Baalen, sei es eine Ehre gewesen, den Putschisten persönlich in Honduras' Hauptstadt von der Ernennung zu unterrichten.
Die LI möchte mit der Ernnenung die Putschkräfte gegen Anti-Neoliberale Tendenzen in Mittel- und Südamerika unterstützen.
Dabei sollen vor allem die von der Putschregierung nach Meinung vieler Menschenrechtsorganisationen fingierten Wahlen unterstützt und anerkannt werden. "Die LI", so van Balen, "zeige sich überzeugt, dass die EU und andere Staaten weltweit die freien und gerechten Wahlen anerkennen".
Wie frei die Wahlen sein werden, kann man an der rasanten Erhöhung der Folteropferzahlen in Honduras ablesen. Von Juli bis Oktober wurden 475 überlebende Folteropfer von der Menschrechtsorganisation CPTRT betreut, das seien 118 pro Monat, im Vergleich zu 2,5 im Vorjahresmonatsschnitt.
Die LI betätige sich darüber hinaus als Destabilisierend für die gesamte Region. Denn van Baalen rief in Nikaragua alle liberalen Kräfte dazu auf, Widerstand gegen den linksgerichteten sandinistischen Präsidenten Ortega zu leisten. Dieser interpretiert die Äußerungen van Balens nun als offenen Putschaufruf.
Die FDP steht offensichtlich voll hinter den Beschlüssen der LI, denn die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung ist federführend bei der Stellung willfähriger Wahlbeobachter in Honduras.
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