Oktober 2009 Archive

... und das heisst: Lichtan-Lichtaus.

Blöd ist, wenn einer der Mitspieler am längeren Schalter sitzt. In diesem Falle ist es E-On, besser gesagt E-Off. Denn ohne Ankündigung wird der Strom abgestellt, dann wieder angestellt, wieder abgestellt. Dumm nur, dass die Zeitabstände zwischen geht nicht und geht immer länger werden.

Natürlich wird wieder irgendwo ein Defekt vorliegen und natürlich ist E-On pausenlos im Einsatz, um die Fehlerquelle zu finden. Aber man kennt das ja, der Messwagen ist leider sehr teuer und nicht permanent verfügbar.

Also ich plädiere dafür, die Idee mit dem Wildpark Brandenburg noch einmal hervorzuholen. Das spart E-Off bestimmt einige Millionen, die sonst in ein modernes Stromnetz zu investieren wären und das für popelige nicht mal 100 Einwohner...

Und nein, die Bewohner sind nicht sauer! Wie kommt man denn darauf? 


[UPDATE]

Der mehrere Stunden anhaltende Stromausfall war nicht nur auf den Philippinenhof begrenzt, auch der Tempelberger Weg und die Füstenwalder Str. waren ohne Strom.

Möglicherweise wurde bei den Bauarbeiten am Beginn der Fürstenwalder Str. ein Erdkabel beschädigt, welches für den Stromausfall verantwortlich war...

Die Vereinigung der Opfer des Stalinismus haben die Karl-Marx-Allee in Berlins Mitte als Umbenennungskandidaten ausgemacht. Dem Begründer des Wissenschaftlichen Kommunismus soll es an den kragen gehen, die Straße in "Straße der friedlichen Revolution" umbenannt werden.

Die Frage darf man sicher stellen: Was hat der arme Marx den verfolgten Opfern des *Stalin*ismus getan?

Berlin hätte da wesentlich akutere Namensprobleme. Wie wäre es mit dem Hindenburgdamm? Benannt nach dem zweiten Reichspräsidenten der Weimarer Republik, der 1933 Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannte? Oder wie wäre es mit dem Theodor-Heuss-Platz? Immerhin stimmte Heuss damals für die Ermächtigungsgesetze, die Hitler dann freie Bahn für sein Terrorregime schufen! Warum kann dieser Platz nicht "Platz der friedlichen Revolution" heißen? Die Dr.-Wilhelm-Külz-Strasse in Mitte (zur Erinnerung, Dr. Wilhelm Külz, 1926 Reichsinnenminister und 1947 gemeinsam mit Heuss zu Vorsitzenden der Deutschen Demokratischen Partei, dem Vorläufer der FDP, gewählt) wurde ja auch in Markgrafenstraße (zurück) benannt! Was die FDP Sachsen bis heute nicht davon abhält, ihre parteinahe Stiftung Wilhelm-Külz-Stiftung zu nennen. Immerhin war Külz 1933 als Oberbürgermeister von Dresden so mutig, das Hissen der Hakenkreuzflagge über dem Rathaus zu verweigern, worauf er vom Reichskommissar Manfred von Killinger seines Amtes enthoben wurde.

Zum Glück reagierte die BVV Friedrichshain ganz nüchtern sachlich: Es gibt wichtigere Probleme, z.B. bessere Aufklärung über das Regime der DDR an den Schulen. Außerdem kostet eine Umbenennung viel Geld, welches in erster Linie die Anwohner und Gewerbetreibenden zahlen müssten.

Fränk Wolter Steinmeier gab sich die Ehre eines ersten Interviews nach der mit Pauken und Trompeten verlorenen Bundestagswahl. Neben harten Tönen gegen die eigene Partei (keine Rücknahme der Agenda 2010, im Gegensatz zum designierten Vorsitzenden Gabriel, der diese durchaus zur Disposition stellte), keifte er gar lustig gegen den politischen Gegner, dass die SPD klar die Stimme erheben werde, wenn "die künftige Regierung gegen das Gebot der sozialen Gerechtigkeit verstoßen werde".
"Wir werden Euch einheizen", sprach einer der Väter eines Gesetzes, von dessen Leistung mittlerweile 10 Mio. Bundesbürger  abhängen, um gleich darauf auch kräftig gegen die Linkspartei auszuteilen: Die müsse erst einmal einige Positionen komplett neu ausrichten, ehe man in Erwägung ziehen könne, auf Bundesebene zu koalieren.
Spätestens jetzt sollte man einfach nur noch lachen!
Ob dem Steinmeierchen wirklich noch nicht in den Sinn gekommen ist, dass die Linke genau wegen der aktuellen Positionen gewählt werden?
Und mal ehrlich, warum sollte sich die Linke den Positionen der SPD annähern? Damit die Linken in 5 Jahren genauso abstürzen wie die SPD?
Hr. Steinmeier, Sie sind wirklich witzig, denn wenn das alles ernst gemeint wäre, wäre es nur traurig, was man von Ihrem Geisteszustand halten müsste.

Heute wäre die DDR 60 Jahre alt geworden, wenn, wenn da nicht das Wörtchen wenn gewesen...

Zumindest kann man sich einmal erinnern, wie es war, als die für illegal erklärte Opposition auf die Strassen ging, als die verblendete Staatsmacht noch glaubte, alles im Griff zu haben, als die SED es schaffte, hunderttausende Freier Deutscher Jodler am Vorabend zu einem Fackelumzug zu bewegen, die den berühmten Fackellauf vom 30. Januar 1933 anlässlich der Ernennung eines gewissen Österreichers zum Reichskanzler alt aussehen ließ, als der Generalsektetär der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands und Vorsitzende des Nationalen Verteidigungsrates und des Staatsrates der Deutschen Demokratischen Republik, Genosse Erich Honecker, seine historischen Worte sprach: "...die Mauer wird noch 50 oder Hundertjahren stehen, sofern der Grund für ihre Errichtung bestehen bleibt..." 

Doch was wäre geschehen, wenn es nicht zur Maueröffnung gekommen wäre?

Wäre dann die DDR eine zweite Koreanische Demokratische Volksrepublik geworden?

Was, wenn jeder Grenzer eine Kopfprämie für jeden Mauertoten erhalten hätte? Eine Kopfprämie, ausgezahlt in 1 kg Brot, 2 Äpfel und eine Banane?

Was, wenn das Millitär am 7.10.1989 die Gewalt übernommen hätten?

Wer einmal abseits des Fackelumzuges sich in Nebenstraßen verirrte und dort die endlosen Kolonnen von Armee-Mannschaftswagen gesehen hatte, alle vollbesetzt natürlich, weiß, wie haarscharf damals alles wirklich auf Messers Schneide stand. 

Heute, zwanzig Jahre später, verwischen langsam die Erinnerungen, schliesslich ist es immer besser, im Hier und Jetzt zu leben, als Vergangenem nachzusinnieren. Doch sollten wir nicht vergessen, nicht alles was uns heute selbstverständlich erscheint, ist es auch! Die persönliche Freiheit des Einzelnen muß auch heute wieder gegen kleine ewiggestrige verteidigt werden.

Wollte damals ein Erich Honecker an der Spitze einer senilen und korrupten Regierung nicht kapieren was das Volk denkt, ist auch heute die Regierung meilenweit von den Interessen des *gesamten* Volkes entfernt.

Waren die alten Politrenter um Mielke, Honecker, Stoph einfach aufgrund von Alterssenilität nicht mehr zurechnungsfähig, müssen wir uns heute fragen, ob einem von einem Attentat seelisch labil gewordenem Wolfgang Schäuble wirklich die Sicherheit eines Landes anvertraut werden sollte oder ob wir Politikern, die heute Wasser predigen und morgen Wein saufen (Schröder bei Gazprom und Clement bei RWE, um nur zwei Beispiele zu nennen), die Geschicke unseres Sozialstaates in die Hände legen wollen. Leider erfährt man immer erst hinterher, wer für welche Firma während seiner politischen Amtszeit Lobbyarbeit betrieben hat.

Insofern hat sich eigentlich nicht wirklich viel verändert.

Ob sich das Land nun DDR oder BRD nennt, das Volk gibt seine Stimme ab. Die einen bei Wahlen, die anderen durch die Drohung mit Internierung, Folter und anderen Repressalien.

Die Probleme heute sind anders als damals, aber auch das war schon immer so, dass "die Jugend unter noch nie dagewesenen Umständen leben muss"...

Wird sich also nie etwas ändern? Global und vereinfachend betrachtet: Nein. Doch im Kleinen durchaus. Und die Summe allen Kleinen bewirken erst das Bild des großen Ganzen. Und damit hat es wieder jeder selbst in der Hand, etwas zu verändern, wie damals, vor 20 Jahren!

Neben dem Café Pfeiffer ist auch das Café La Rosa unerreichbar, wenn man mit seinem vierbeinigen Freund einen Spaziergang zu einem der beiden Cafés  machen möchte.
Hunde müssen leider draußen bleiben. In der heutigen Zeit läßt man Hunde jedoch nur ungerne unbeaufsichtigt, denn der Hundeklau geht um.
Im Café La Rosa wird zumindest von Fall zu Fall entschieden, ob ein Hündchen wenigstens im Raucherzimmer mit Frauchen oder Herrchen zusammen sein darf.
Insgesamt unverständlich, da sowohl das Il Siziliano als auch das Schützenhaus kein Problem mit Hunden haben.

In Müncheberg wurden in einem Akt von Vandalismus Fenster und Fassaden beschmiert.
Es traf die Fenster der DVU.
Natürlich konterte die DVU taktisch geschickt:

Als Fazit bleibt stehen: Wer auch immer die Schmierereien angerichtet hat, hat der DVU völlig unnötig eine Plattform geschaffen und ist damit als Handlanger nicht besser, als die als rechts extremistisch geltende Partei. Und als Demokrat hat man es sowieso nicht nötig, sich mit Dreck abzugeben.
Bereits am 17.9.09 erfolgte der erste Spatenstich für die 4,4 km lange und 7,6 Mio Euro teure Ortsumgehung von Herzfelde.
Doch nunmehr ist bereits von der B1 aus die Baustelle zu sehen.
Die Mittel für die Umgehung stammen aus dem Konjunkturpaket II.
Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, Ulrich Kasparick, stellte beim ersten Spatenstich erfreut fest: "Eine moderne und gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur ist die entscheidende Voraussetzung für Wachstum und Beschäftigung. Deswegen wird die Bundesregierung auch weiterhin in die Verbesserung und den Erhalt der Verkehrswege investieren und so die Voraussetzungen zur Stärkung der Wirtschaftskraft in den Städten und Regionen schaffen. Auch das, was hier begonnen wird, ist ein Stück praktischer Aufbau Ost."
Na dann kann der Aufschwung ja kommen.
Die Anwohner wird es freuen, Herzfelde wird ganz sicher deutlich ruhiger. Die Gewerbetreibenden werden das oft anders sehen. Denn wenn der Autostrom eine andere Richtung nimmt, bleiben die Gelegenheitskäufer aus, dies dürfte ganz besonders die Tankstelle und den Supermarkt treffen.
Auch Müncheberg kann ein Lied davon singen, wie die Innenstadt unter einer Ortsumgehung leiden kann.
Wie bei allem, Gut und Böse liegen dicht beieinander. Aber wenn man bedenkt, dass täglich über 10.000 Autos sich durch das kleine Örtchen quälen, dabei 2 schlecht geschaltete Ampeln passieren müssen, viele Fahrzeuge tonnenschwere LKWs sind, seid der Öffnung der Grenzen nach Polen der Verkehr noch einmal sprunghaft anstieg und die Durchfahrt manchmal über eine halbe Stunde dauern kann, wird einem schnell klar, dass hier sogar die Wirtschaft für die Umgehungsstraße ist. Insofern ist es bestimmt gut, wenn Herzfelde entlastet wird.
Der Beschluss, die Ortsumgehung zu bauen, reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Sehr lange war der verantwortliche Landesminister (SPD) gegen eine Forcierung der Umgehung. Doch selbst bei den eigenen Genossen stieß der Minister mit seiner Verzögerungstaktik auf den geballten  Unmut der Genossen. Die waren sich mit den anderen Parteien und den Anwohnern einig: Schluss mit dem Krach!
2011 soll es dann endlich soweit sein. Stille. Hoffentlich keine Friedhofsstille mit pleitegehenden Läden und Geschäften!

Klären wir zuerst ein paar Begriffe:

1. Internetprovider

Internetprovider sind Firmen, die die Infrastruktur zur Verfügung stellen, damit man selbst E-Mails schreiben oder im WWW von Seite zu Seite springen kann. Außerdem stellen Sie Platz zur Verfügung, auf dem die ganzen tollen Daten (Zeitungen, Fahrinfos, Meinungen, Bilder, Videos und Musik, um mal einige mögliche Daten zu nennen) gespeichert sind.

Ein Internetprovider ist vergleichbar mit der deutschen Post. Wir werfen unsere Briefe in den Briefkasten, der Internetprovider stellt uns Computer mit Speicherplatz zur Verfügung.

Die Post transportiert den Brief an seinen Empfänger. Der Internetprovider sorgt dafür, dass die Daten vom Server zum Ziel (hier z.B. ein interessierter Web-Seiten-Besucher) transportiert werden soll.

2. Europarat

Der Europarat mit Sitz in Straßburg (Frankreich) hat heute 47 Mitgliedsstaaten und umfasst damit fast alle Staaten Europas. Er wurde am 5. Mai 1949 gegründet, um in ganz Europa gemeinsame und demokratische Prinzipien zu entwickeln. Grundlage hierfür sind die Europäische Konvention für Menschenrechte sowie andere Referenztexte zum Schutz des Einzelnen.  Der Europarat hat nicht mit dem Europäischen Rat, der regelmäßigen Versammlung der Regierungschefs der Europäischen Union zu tun! Die Parlamentarische Versammlung ist ein Gremium des Europarates und besteht aus 318 Abgeordneten mit genausovielen Stellvertretern. DIe Parlamentarische Versammlung .hat nichts mit dem Europaparlament zu tun. Denn während letzteres durch die Einwohner der EU demokratisch legitimiert sind, werden die Abgeordneten einfach von den jeweiligen Landesparlamenten bestimmt.

Nun zur Meldung: Die Parlamentarische Versammlung verlangt von ihren Mitgliedsstaaten, dafür zu sorgen, das das Internet kinderfreundlicher werde. Dazu sollen die Internetprovider stärker in die Verantwortung gezogen werden, wenn auf deren Servern illegale Inhalte gelagert  oder illegale Inhalte transport werden. Dabei ist es unerheblich, ob diese von den Nutzern oder von Dritten zur verfügung gestellt werden.

Diese Forderung ist vergleichbar,als würde man die deutsche Post dafür haftbar machen, was in Briefen oder Paketen transportiert wird. Damit die Post nun nicht haftbar gemacht werden kann, müßte diese alle Briefe öffnen, alle Pakete durchwühlen und ggf. den Inhalt den Behörden melden.

Wollen wir das?

Also ich möchte nicht, dass irgend jemand meine private Post liest, egal was dort drin steht. Aber es dient doch dazu Kinderpornographie zu bekämpfen!

Tut es das wirklich?

Nein. Mit der Keule Kinderpornographie hat die Politik nur ein praktisches Instrument gefunden, missliebige Meinungen ins Abseits zu stellen. Denn wer gegen eine Überwachung auf Kinderpornographie ist, ist vermutlich selbst ein Kinderschänder!

So leicht werden Post- und Fernmeldegheimnisse geopfert.

Der nächste Schritt ist die Pflicht, in Wohnräumen Überwachungskameras zu installieren.

1984 - Wir kommen!

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