Mai 2009 Archive

Nach der Wahl ist vor der Wahl.
Der neue Präsident ist der alte Präsident. Herzlichen Glückwunsch Horst Köhler.
Die SPD wollte nicht gewinnen, was auch besser ist, denn never change a winnig team. Wozu jemanden ersetzen, der allgemeine Wertschätzung genießt? Leider darf Volkes Stimme nicht mitentscheiden, sonst hätte die SPD sofort gemerkt, dass sie mit ihrer Kandidatin meilenweit neben Volkes Meinung liegen. 
Aber offensichtlich ist die SPD nicht an Volkes Stimme interessiert, also sollte das Volk auch nicht an der SPD interessiert sein.
Und die nächsten Wahlen stehen bereits an. Wenn es auch nur die in den Augen der meisten uninteressanten Europawahlen sind.
Doch sind diese wirklich so uninteressant?
Nein. Demokratie heisst zwar, alle Macht geht vom Volke aus (naja, eigentlich Volksherrschaft, aber egal), aber im Falle Europas geht mittlerweile (fast) alle Macht von Europa aus. Über 90% aller Gesetze werden durch Europa mittelbar und unmittelbar beeinflußt.
Der Europawahl fernbleiben heißt also, den wenigen Einfluß den man hat, ungenutzt lassen.
Doch wer nicht wählen geht, hat auch kein Recht, die politischen Entscheidungen zu kritisieren.
Deshalb kann es nur heissen: Teilnahme an der Europa-Wahl und das Kreuzchen an der richtigen Stelle zu setzen.
Die richtige Stelle kann dabei nur eine Partei sein, die den Europa-Gedanken verinnerlicht hat, denn Europa aufzuhalten ist genauso unmöglich wie einen fahrenden Zug aufzuhalten. Eine Europa skeptische Partei zu wählen ist dabei sinnlos. Denn es kommt nicht auf das Blockieren an, sondern auf das aktive Gestalten.

Darum: Wählt nicht die Rechten Rattenfänger! Mit denen kann es niemals besser werden. Mit denen wird es niemals besser werden.
Fast fühlt man sich in vergangene DDR-Zeiten zurückversetzt, als man für einen Poliklinikbesuch einen ganzen Tag einplanen musste, als sich heute Patienten bei einer Müncheberger Arztpraxis vorstellen wollten.
Auf bis zu 15 Patienten wuchs die Warteschlange und das nur, weil wegen eines Computerabsturzes, die Patienten nicht eingecheckt werden konnten.
Eigentlich gilt auch in unserer hochtechnisierten Zeit, dass man elementare Dinge mit Papier und Bleistift tun können sollte.
Zusätzlich wussten viele Patienten nicht, dass seit 1.3.09 die Mittagssprechzeiten wegfielen, da dies nicht im Müncheberger Anzeiger bekannt gemacht wurde. Mund-zu-Mund-Propaganda braucht halt ihre Zeit.



Ein lauer Wochenendabend, was liegt da näher, als das abendliche Gassigehen mit Hund mit einem Besuch an der nächsten Eisdiele zu verbinden? Die nächstgelegene Eisdiele ist das Café Pfeiffer, auch bekannt als Mangodorado, da es hier das beste Mangoeis im Umkreis gibt.
Letzten Sommer mußte ein solcher Spaziergang bis 18 Uhr am Pfeiffer angekommen sein, da es sonst kein Eis mehr gab, weil schlicht geschlossen war (Müncheberg klappt den Bürgersteig hoch).
Doch Pfeiffer hatte wohl ein Einsehen und verlängerte die Öffnungszeiten auf 19 Uhr.
Na immerhin!
Und ein weiterer Kritikpunkt wurde beseitigt: Der Ruhetag.
Einen solchen gibt es nicht mehr. Toll!
Apropos Kritikpunkt. Einen Grund für Kritik gibt es aber doch. Die Preispolitik!
Im Jahr 2006 kostete eine Kugel noch deutlich weniger, 50 oder 60 cent. Irgendwann wurde der Preis erhöht. Begründung war, dass man leider die gestiegenen Milchpreise nunmehr weiterberechnen müsse. Und wenn wir uns zurück erinnern, es gab tatsächlich eine  Zeit, in der die Milchpreise rasant angestiegen sind.
Aber nun liegt der Milchpreis nur noch halb so hoch wie damals, die pfeifferschen Preise ficht das überhaupt nicht an. Schade. War die damalige Begründung vielleicht doch nur schlicht eine Ausrede für eine allgemeine Preiserhöhung? 

Entweder war es Zufall oder das dritte Gesicht, heute beim Abendspaziergang die in den letzten Tagen obligatorische Laterne vergessen, blieb nur festzustellen, alle Straßenlaternen funktionieren wieder.
Haben die E-Techniker also die Störstelle gefunden.
Und damit hat diese Mini-Serie hoffentlich ein Ende gefunden.

PS: Ich fand es im Dunklen irgendwie spannender...

PPS: Man kann es den Menschen wohl nie recht machen...
Mittlerweile kann man die halb beleuchteten Nächte nicht mehr zählen.
Justament flatterte ein Brief von der Bürgermeisterin herein, in dem auf den Umstand der defekten Straßenbeleuchtung eingegangen wird.
Zur Ortung des Defektes ist ein spezieller Messwagen notwendig, der extra angemietet werden muss. Leider steht diese Technik nicht pausenlos zur Verfügung. Immerhin soll es ja auch noch an anderen Stellen Defekte in den elektrischen Leitungen geben, die ebenfalls aufgespürt werden wollen.
Philippinenhof.net erklärt sich daher solidarisch mit den anderen Einwohnern, die ebenfalls nachts im Dunkeln tappen müssen.
Insgesamt gibt das Schreiben von Dr. Barkusky einen positiven Ausblick, es solle wieder Licht werden, doch wie weiland Gott, findet wohl auch sie den Schalter nicht.

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