April 2009 Archive

...nur in Philippinenhof nicht.
Mittlerweile ist es der 3. Tag, besser Nacht, mit nur halber Straßenbeleuchtung. Da man sich auch über die Brücke über die B1 tasten muss, wenn man mal nach Müncheberg will und die Dunkelheit bereits herein gebrochen ist, könnte man den Verdacht haben, die Stadtoberen von Müncheberg wollen den kleinen Philippinenhof mit Macht zumindest nachts abspalten.
Oder wurde der heimliche Plan der Regierung angefangen umgesetzt zu werden, der aus weiten Teilen Brandenburgs ein Freilandzoo machen soll, da der Unterhalt der Infrastrukturen schlicht zu kostspielig geworden ist?
Oder aber die Bürgermeisterin vergisst, dass etliche Wählerstimmen auch aus Philippinenhof gekommen sind, die man vielleicht doch nicht verärgern sollte.
Vielleicht ist die Lösung auch ganz trivial: Die E-Techniker sind schuld. Die kriegen es einfach nicht gebacken.
Na, bald ist Vollmond, da sieht man auch ohne zusätzliche Beleuchtung!

Am Sonntag wird in Berlin abgestimmt.
Die Initiative ProReli möchte bewirken, dass das Pflichtfach Ethik/Lebenskunde/Religion als Pflichtfach abgeschafft wird und die Schüler sich zwischen zwei Fächern (Wahlpflichtfach) entscheiden müssen:
-> Religionsunterricht
oder
-> Lebenskunde/Ethik/Religion
Warum ist dieser Gesetzesvorschlag abzulehnen?
Die überwiegende Mehrheit der Kinder möchte am Fach LER teilnehmen. Kommt der Gesetzentwurf durch, müssen die Kinder sich für ein Fach entscheiden. Denn beide Fächer zu wählen ist definitiv ausgeschlossen.
Mit dem Gestz wird also die Möglichkeit, sich umfassend eine Meinung bilden zu können, aufs Gröbste eingeschränkt. Der Pluralismus wird zugunsten einer Mono-Kultur zusammengeschrumpft.
Deshalb NEIN zum Gesetzentwurf und damit JA zu Toleranz und Freiheit, der Freiheit sich gegen ein "entweder oder" sondern auch für ein "und" sich entscheiden zu dürfen!
Wie wird der Volksentscheid gültig?
Die Befürworter des Gesetzentwurfes müssen zwei Hürden überwinden:
1. Es müssen mehr Ja als Nein Stimmen abgegeben werden
UND
2. Es muß eine Mindestzahl von Ja-Stimmen zusammenkommen, konkret: ein Viertel aller Wahlberechtigten müssen mit Ja stimmen
Für die Befürworter einer Wahlfreiheit, also GEGEN den Gesetzentwurf (NEIN-Stimmen), die jetzt meinen, wenn man zu Hause bleibt, hat man defakto mit Nein gestimmt muss gesagt werden, dass dies nur zutrifft, solange weniger als ein Viertel der Wahlberechtigten mit JA stimmt. Um sicher zu gehen, dass die eigene Meinung gezählt wird, wenn mehr als 25% mit JA stimmen, sollte man auf jedenfall zur Wahl gehen und dort konkret NEIN ankreuzen.

Also:

NEIN gegen den Gesetzentwurf.
2-3 Wochen später als gewohnt hat die Rasenmähsaison begonnen.
Beim Rasenmähen ist ganz wichtig, dass der Rasenschnitt von den Flächen entfernt wird, da dieser beim Verrotten ein ideales Biotop für Nacktschnecken bildet. Das sogenannte Mulchen ist zwar bequemer, als den Rasenschnitt im Grasfangkorb aufzufangen oder am Ende zusammenzuharken, aber neben der Nahrungsgrundlage für Schnecken bewirkt das Mulchen (also das Verteilen des kleingehäckselten Rasenschnitts) durch die Düngewirkung auch ein schnelleres Wachsen des Grases und damit ein häufigeres Mähes. Ausserdem sieht ein gemulchter Rasen immer ein paar Tage lang nach dem Mähen irgendwie ungepflegt aus.
Nach drei Tagen hektischer Betriebsamkeit der E-Werker funktioniert im Philippinenhof die Straßenbeleuchtung wieder.
Offensichtlich scheint sie Beleuchtung an zwei unabhängigen Stromkreisen zu hängen, denn bereits nach einer vollständig dunklen Nacht konnte wenigstens ein Teil der Beleuchtung wieder wieder eingeschaltet werden. Der Teil, der der Müncheberg-City zugewandt ist, einschließlich der Fußgängerbrücke, mußte jedoch noch zwei weitere Nächte im Dunklen tappen.
Gefährlich waren nur die Arbeiten an der Elektrik. Jedoch nicht für die Handwerker, sondern für die Kinder aus der Umgebung, denn die E-Kästen waren zum Teil stundenlang offen stehend und ohne Aufsicht. Eine völlig verantwortungslose Handlungsweise der E-Techniker!
Das von Zeit zu Zeit in einem Teil von Philippinenhof die Straßenbeleuchtung ausfällt, daran hat man sich als Philippinenhofer Hundebesitzer, der spätabends mit seinem Liebling noch einen Spaziergang machen muss, gewöhnt, dazu steht im Eingangsbereich immer eine kleine Hand-Laterne bereit.
Aber offensichtlich scheint die Stadt Müncheberg neuerdings das Stromsparen für sich entdeckt zu haben. Denn nunmehr leuchten in Philippinenhof gar keine Straßenlaternen mehr, auch die Beleuchtung der Fußgängerbrücke nach Müncheberg-City wurde abgeschaltet. Natürlich wurden die Einwohner von Philippinenhof vorab nicht darüber informiert, wozu auch, der ganze Spareffekt wäre zum Teufel, wenn man jeden der ca. 25 Haushalte noch extra angeschrieben hätte.
Und einen zweiten nützlichen Effekt hätte die Aktion auch noch: Man sieht den miesen Zustand der Strassen nicht mehr, wo sich ein Schlagloch an das nächste reiht, die lokalen Werkstätten wird es freuen, könnte sich doch die Zahl der Kunden erhöhen, deren Autos repariert werden müssen, da sich z.B. die Ölwanne verschoben hat, durch die ganzen Aufsetzer...
Wie lange die Sparmaßnahme dauern wird, ist nicht bekannt.
Die mittlerweile in Gang kommende Diskussion, ob Mehdorn Anspruch auf Vertragserfüllung (aus monetärer Sicht) hat oder nicht, war vorhersehbar und damit vermeidbar.
Durch die Reihen nahezu aller Parteien wurde der Ruf laut, Mehdorn könne doch nicht, er soll doch, er darf nicht etc. Anspruch auf sein vertraglich ihm zustehendes Honorar anmelden.
Warum eigentlich nicht?
Wenn Angestellten ihr Arbeitsvertrag gekündigt wird, bekommen diese meistens eine Entschädigung. Dies ist gängige und übliche Praxis.
Wird das plötzlich anders, nur weil der Betrag u.U. in die Millionen geht? Vor Unterzeichnung wurde ein Vertrag aufgesetzt, wenn eine Seite vergessen hat, angemessene Ausstiegsklauseln festzuschreiben, dann muß das die andere Vertragsseite absolut nicht interessieren.
Wenn in Mehdorns Vertrag nichts zum Thema vorzeitiger Vertragsauflösung enthalten ist, muß die Deutsche bahn zahlen, im ungünstigen Fall die gesamte Summe bis zum regulären Vertragsende.
Ist bei Leasing-Verträgen übrigens nicht anders. Der Leasinggeber hat hier Anspruch darauf, die gesamte Summe vom Leasingnehmer zu erhalten, selbst wenn der seinen Vertrag schon nach nur einem Bruchteil der Laufzeit beenden will. Allenfalls einen Zinsvorteil muss der Leasinggeber berücksichtigen.
Mehdorn verlangt nur das, was ihm nach seinem Vertrag zusteht. Da können die Bundesneidhammel jammern wie sie wollen!
Dabei sollte die Chance genutzt werden, um zu schauen, was im Vertrag des neuen Bahnchefs enthalten sein wird! Offensichtlich wird man auch hier erst reagieren, wenn das Kind wieder in den Brunnen gefallen is, wenn der Vertrag mit potentieller Millionenabfindung unterzeichnet ist. Die Bahn scheint es ja zu haben!
Philippinenhof, ein Ortsteil mit zwei Gesichtern.
Zum einen der Stadteil irgendwo im Westen bei Kassel, zum anderen der Ortsteil von Müncheberg, Müncheberg auf halben Weg zwischen Berlin und Polen.
Doch was ist nun das wahre, das einzig richtige Philippinenhof?
Diese Frage ist nicht endgültig zu beantworten, vielleicht nur soweit: Philippinenhof b. Mbg liegt im Osten und im Osten geht die Sonne auf!
Philippinenhof ist bekanntermaßen ein Ortsteil von Müncheberg. Durch Philippinenhof führt in einer großen Schleife eine Straße, die praktischerweise auch Philippinenhof heisst.
Die Hausnummern folgen einem sehr logischen System, welches allerdings nicht einmal die Einheimischen durchschauen, von Externen, die sich regelmäßig verfahren, gar nicht zu reden.
Die Stadt Müncheberg hatte nun ein Einsehen, nach dem ein Rettungswagen "stundenlang" durch Philippinenhof gegurkt ist, an zwei Orientierungspunkten Straßenschilder aufzustellen, die mit den Hausnummern versehen sind.
Deutschland hat Wales mit 2:0 besiegt.
Zum Spiel selbst gibt es nicht viel mehr zu sagen, 3 Punkte geholt, alles klar.
Interessanter war der in einer Spielunterbrechung übertragene Boxkampf, von Muhamed"Podolski"Ali gegen George"Ballack"Forman. Nachdem Ali einen starken Kopftreffer mit der flachen Hand bei Forman landete, gingen die Ringrichter dazwischen und plädierten auf Kampfabbruch. Ali, dessen Taktik von Forman zuvor mit äußerst rüden Worten kritisiert wurde, kann sich als moralischer Sieger fühlen.
Auf der anschliessenden Pressekonferenz antwortete ein gut gelaunter Manager Bierhoff, beide Boxer hätten sich wieder vertragen und würden natürlich wieder gemeinsam Tore schiessen, nach dem man sich tief in die Augen geschaut habe.

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  • Marco: Ja, ja das guten alte Rathaus in Müncheberg, wo die weiterlesen
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