Jetzt wird es noch leichter, in der Vergangenheit eines Facebook-Nutzers zu stöbern.

Facebook stellt die Ansicht der in Facebook vom User geposteten EInträge, egal ob eigene Statusberichte, Kommentare auf andere Einträge etc., um.

Nach der Umstellung erhält man eine chronologische Sicht aujf alles, was je innerhalb Facebooks von sich gegeben hat.

Das ist Datenschutzrechtlich bedenklich. An vieles kann man sich gar nicht mehr erinnern. Manches glaubte man auch im Daten-Nirwana verschwunden.

Und nun taucht es wieder auf. Einsehbar bis ins letzte Detail, denn die durchaus möglichen Zugriffsbeschränkungen handhaben nur wenige sehr restriktiv.

Aber einen Vorteil hat die Chronik: Auch der User kann nun eigene Einträge sehr leicht "löschen" und damit sein Profil bereinigen. Löschen in Anführungszeichen deshalb, weil natürlich nichts gelöscht wird, es wird nun für keinen normalen Facebook-Nutzer mehr sichtbar sein. 

Wenn man wissen möchte, wie die eigene Chronik für andere aussieht, kann man sich eine Vorschau anzeigen lassen. Von dieser Funktion sollte man auch ausgiebig gebrauch machen und damit die Zugriffsmöglichkeiten anderer auf eigenen Postings kontrollieren.

Und wenn man abschliessend noch sich selbst kontrolliert und auf eigene Sinnloseinträge wie "Ich trink grad nen Tee" oder "Ich geh ins Bett" oder "Ich sitz in der Bahn und langweile mich" verzichtet und nicht jeden Blödsinn in Facebook kommentieren muss, bleibt die Chronik auch sauber und vielleicht damit in einigen Jahren sogar wirklich lesenswert.

Tiger and Dragon? Da war doch mal was. Richtig. Tiger and Dragon gewann vier Oscars (bester fremdsprachiger Film, beste Filmmusik, beste Kamera, beste Ausstattung), zwei Golden Globes, drei Independent Spirit Awards und einen Hong Kong Film Award.

Cool. Also eine Neuauflage eines Preisgekrönten Martial Art Films.

Ein erster Blick auf den Inhalt ist ernüchternd. Ein lokaler Chef eines Fitnesscenters möchte das Teehaus des Kampfsportmeisters Law an sich reißen. Law liegt seit Jahrzehnten im Koma. Zwei Schüler von ihm pflegen ihn aufoperungsvoll. Aus der Kampfsportschule machten sie das besagte Teehaus.

Das Fitnessstudio organisiert ein Kampfsportturnier. Jetzt soll sich das Schicksaal des Teehauses entscheiden.

Doch der Meister erwacht...

Ein Blick in den Film lässt alle Hoffnungen in sich zusammenfallen, doch so etwas wie das originale Tiger and Dragon zu sehen zu  bekommen.

Ein kleines manchmal mehr oder weniger unfreiwillig komische Actionfilmchen mit Kampfsporteinlagen erwartet einen.

Allerdings ist der Film nur deshalb erst einmal enttäuschend, weil man wegen des Titels etwas völlig anderes erwartet.

Geht man unbelastet an diesen Film heran, bekommt man einen durchaus unterhaltsamen Film geboten, mit einigen wirklich guten Action-Einlagen, vielen Gelegenheiten zum Schmunzeln und einigen durchaus sympathischen Protagonisten.

Und auch der Titel erschließt sich einem dann und ist durchaus logisch. An den philosophischen Diskurs des Originals kommt die neu geladene Fassung zwar nicht heran, aber einige nachdenkliche Passagen findet man durchaus.

Die DVD selbst ist recht unspektakulär. Deutscher Ton (5.1 DD und dts) und kantonesischer Ton (5.1. DD) mit zuschaltbaren deutschen Untertiteln.

Fazit: Netter Unterhaltungsfilm, dem der Etikettenschwindel eher schadet.

Titel: Tiger and Dragon reloaded (Hong Kong 2009)
Laufzeit: 94 min
Genre: Martial Art
Regie: Clement Sze-Kit Cheng, Derek Kwok
Darsteller: Siu-Lung Leung, Kuan Tai Chen, Teddy Robin Kwan
Sprache: Deutsch dts DD 5.1, Japanisch in DD 5.1
Untertitel: deutsch
Publisher: Sunfilm
Veröffentlichung: 5.1.2011
FSK: 16
Preis: 9,99 Euro (DVD), 12,99 Euro (BD)
Nun haben wir es amtlich. Die Linke ist die neue Nazipartei in Deutschland. So zumindest wenn es nach Äußerungen des CSU-Mannes Friedrich geht. Wundern sollte so etwas eigentlich kaum noch, auf geistigen Dünnschiss haben nicht nur braune Parteien ein Patent angemeldet, auch die Lederhosen-Partei greift oft und gerne ins Klo, im Sommer holte der CSU-General Dobrindt schon einmal die Kommunismuskeule heraus und wollte die Linken verbieten lassen.

Aber dieses Mal ist es kein Generalsekretär einer kleinen Regionalpartei, der sich mit provokanten Äußerungen zu Wort meldet, diesmal ist es der Bundesinnenminister, der meinte, wenn man die Abgeordneten der Links-Partei nicht mehr beobachten dürfe, man auch die Überwachung der NPD-Spitzenfunktionäre einstellen müsse.

Eine solch eindeutige Korrelation zwischen Linken und NPD ist neu. Weiß der IM Friedrich mehr als wir? Hat der Verfassungsschutz den Termin des Einheitsparteitags zwischen NPD uns Linken in Erfahrung bringen können? Kommt demnächst die Nationalsozialistische Einheitspartei Deutschlands?

Viel wahrscheinlicher ist wohl, das der IM Friedrich vom Versagen seinem Ministerium unterstellten Behörden ablenken will. Aber das ist nun wirklich nichts Neues. Das ist gelebte Politik.

Die Linke ist jedenfalls empört und fordert den Rücktritt Friedrichs.

Erstaunlicherweise bläst Friedrich hier nicht nur der Wind aus der Richtung der Linken ins Gesicht. Parteiübergreifend  regt sich Widerstand. Die Bundesjustizministerin Leutheuser-Schnarrenberger hält die Beobachtung für unerträglich und auch CDU-Mann Bosbach fordert eine Differenzierung.Grünen Fraktionschef Trittin regt sich über die Dreistigkeit auf, dass der Verfassungsschutz ein Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums beobachten lässt. Eigentlich soll das PKG den Verfassungsschutz kontrollieren und nicht umgekehrt.

27 der 76 Abgeordneten der Linken sollen auf der Beobachtungsliste stehen. Darunter solch illustre Namen wie Gysi (Fraktionschef) und Petra Pau (Parlamentsvizepräsidentin).

Friedrich selbst will an der Praxis der Beobachtung nichts ändern.

Im Unterschied zur Überwachung bedeutet beobachten nur, dass der Verfassungsschutz öffentlich zugängliches Material auswertet und in einer Akte ablegt. Beim Überwachen dürfen auch geheimdienstliche Methoden angewendet werden: Abhören, Verwanzen, Beschatten.  Gregor Gysi, der unlängst seine Verfassungsschutzakte einsehen durfte, bezweifelt jedoch, dass der Verfasungsschutz nur beobachtet. Wieso sollten sonst etliche Passagen seiner Akte geschwärzt sein, wenn alle Informationen aus öffentlichen Quellen stammen?

Der Ruf nach Auflösung des Verfasungsschutzes wird immer lauter. Niemand braucht einen Staat im Staate. dazu gibt es leider zu schlechte Erfahrungen in der jüngeren Geschichte: Auch die Stasi gebärdete sich wie ein eigener Staat und schreckte nicht vor der Bespitzelung selbst von Politbüromitgliedern zurück...
Schlecker kündigt kurzfristig Insolvenz an. Am Montag möchte das Unternehmen eine sogenannte Planinsolvenz stellen. Das bedeutet, man kann aktuell seine Lieferanten  nicht bezahlen. Auch die Mietverträge der Filialen können nicht mehr bedient werden.

Geht ein Unternehmen in eine Planinsolvenz, können alte Verträge früher beendet werden und gegebenenfalls gegen neue mit besseren Konditionen ausgetauscht werden.

Im letzten Jahr schloss Schlecker Hunderte von Filialen. Da die Mietverträge jedoch teilweise sehr lange noch liefen, hielten sich die Spareffekte in Grenzen.

Und Sparen muss Schlecker. Denn die Kunden haben mit den Füßen abgestimmt und blieben den Läden fern, da der Drogerist in den letzten Jahren durch schlechte Arbeitsbedingungen auffiel. Außerdem waren die Läden eng, dunkel und das Personal oft schlecht gelaunt. Bei den Arbeitsbedingungen von Schlecker auch kein Wunder.

Seit ca. drei Jahren schrieb Schlecker rote Zahlen. Ein kurzfristiger Übergangskredit konnte nicht erschlossen werden. Pleite.

Doch es bestehen Chancen, das Unternehmen mit ca. 30.000 Mitarbeitern in Deutschland und ca. 17.000 Mitarbeitern außerhalb Deutschlands, weiter bestehen zu lassen. Natürlich wird das nicht durch scharfe Einschnitte passieren. Es werden wohl weitere Filialen geschlossen werden. Ob beide Schlecker-Läden in Müncheberg erhalten bleiben, ist dabei ungewiss.
 
Die US-Justiz hat einen großen Schlag gegen das unlizenzierte Verbreiten von Musik, Filmen, Programmen und andere urheberrechtlich geschützte Dateien geführt. Die Raubkopiererplattform Megaupload wurde geschlossen. In Neuseeland wanderten vier Verantwortliche in den Knast. Drei weitere Raubkopierer sind auf der Flucht. Unter den Verhafteten ist auch der deutsche Dot.com Pleitier Kim Schmitz. In den späten 90er Jahren war er eine schillernde Figur der sogenannten New Economy, die viel versprach aber außer heißer Luft meist nicht viel zustande brachten.

Die locker organisierte Anonymous-Bewegung startete postwendend Computerangriffe gegen das FBI und die Musik- und Filmindustrie, die maßgeblich hinter der Megaupload-Schliessung standen. Der Musikinsustrieverband RIAA  und die Universal Music Group waren zeitweise im Internet daraufhin nicht mehr erreichbar.

Das Justizministerium zeigte sich davon unbeeindruckt und kündigte die größte Urheberrechtsklage in der Geschichte der USA an. Schmitz und seinen Mitgangstern drohen nun bis zu 20 Jahre Haft wegen Verschwörung zur organisierten Kriminalität. Zusätzlich wird den Verhafteten auch noch Geldwäsche   und natürlich Urheberrechtsverletzung vorgeworfen.

Was war Megaupload?

User konnten bei Megaupload kostenlos Dateien hoch und herunterladen. Dabei sollen die Betreiber die Plattform ausdrücklich als Tauschbörse für Filme und Musik eingerichtet und auch selbst Dateien verbreitet haben. Bis zu 50 Mio Zugriffe täglich berichtete Megaupload stolz. 150 Mio User sollten in das illegale Treiben involviert gewesen sein.

Anonymous verlautbarte über Twitter, dass man aus Rache für das Vorgehen gegen die Megauploadbetreiber die Internetpräsenzen diverser Beteiligter (u.a. auch das US-Justizministerium) angegriffen habe.

Doch wer offensichtlich illegale Aktivitäten gutheißt und unterstützt, begibt sich auf ein Niveau mit diesen Verbrechern.

Anonymous hat damit sein wahres Gesicht gezeigt und entpuppt sich eigentlich nur noch als üble Terrorvereinigung. Heute ist es das Justizministerium und die Musik- und Filmindustrie, morgen die Landwirtschaft, übermorgen Das Straßenwesen und ein anderes mal sind es Schulen oder Krankenhäuser, die irgend etwas getan haben, was den selbsternannten Hütern von Recht und Moral gegen den Strich ging. Und dabei handeln sie selbst gegen Recht und Moral.

Wer Anonymous unterstützt, unterstützt Verbrecher. Einst mögen die Ziele gut und erstrebenswert gewesen sein, aber dies war gestern. Das was Anonymous heute macht, ist ein Missbrauch von Macht. Und gerade damit gehen sie alles andere als zimperlich um. 

Im November gelang den Ermittlern des FBI (das FBI ist als Bundesbehörde ein/der Inlandsgeheimdienst der USA), ein großer Schlag. Sie konnten die Betreiber eines sogenannten Bot-Netzes verhaften. Dieses Bot-Netz bestand aus 4 Millionen Privatrechnern, auf denen im geheimen eine Software lief, die die sogenannte Namensauflösung des Internets manipulierte.

Wenn man im Web surft, tippt man für gewöhnlich die Adresse im Klartext ein, z.B. www.philippinenhof.net. Das gleiche könnte man auch erreichen, in dem man im Browser eine Zahlenkolonne wie 188.93.11.54 tippt. Da sich aber eine solche Zahlenkolonne kaum ein Mensch merken wird, gibt es im Internet Server, die aus den Klartextnamen die passenden Zahlenkolonnen heraussuchen.

Jede Anfrage im Web geht also erst einmal an diese Server und von dort geht es dann erst zur eigentlichen Adresse.

Wenn nun auf den oben angesprochenen Rechner eine Schadsoftware die Adresse des Servers so verändert, dass z.B. statt www.philippinenhof.net die Webseite www.friss-meine-shorts.de erreicht wird, ist das für Philippinenhof.net ärgerlich, ein Leser weniger, aber auch für den potentiellen  Leser kann das gefährlich sein. Denn die Zieladresse kann möglicherweise mit illegalen Aktivitäten aufwarten. Z.B. kann der infizierte Rechner damit weitere Software nachladen, die dann bei illegalen Aktivitäten hilft.

Dem FBI ist es also gelungen, den manipulierten Namensserver gegen einen korrekt arbeitenden auszutauschen. Diese Ersatzserver sollen nun zum 8. März abgeschaltet werden. Damit gehen auf 4 Millionen Rechnern sie Internetanfragen ins leere, das Internet ist für diese Rechner nicht mehr erreichbar.

Das BSI, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt daher allen Benutzern, ihre Rechner zu überprüfen, ob bei ihnen die Schadsoftware mit dem innovativen Namen "DNS-Changer" läuft.

Dazu solle man eine bestimmte Seite aufrufen, die vom BSI, der Deutschen Telekom und dem BKA aufgesetzt wurde. Dort wird ermittelt, ob der Rechner infiziert ist.

Mittlerweile sollen 1 Mio Rechner den Test absolviert haben und bei immerhin 8000 soll eine Infektion festgestellt worden sein.

In diesem Zusammenhang drängen sich Philippinenhof.net jedoch ein paar Fragen auf:

  • Wieso wird eine solche Panik an den Tag gelegt?
  • Der Vorgang sollte seit November letzten Jahres bekannt sein, wieso ist er so plötzlich in den Medien?
  • Wieso muss man eine staatliche Seite besuchen und kann nicht einen beliebigen Viren-Scanner verwenden?
  • Wie arbeitet die Seite genau?
  • Welche Daten werden dabei gesammelt?
  • Kann man sicher sein, sich dabei nicht vielleicht irgendeine andere staatliche Schnüffelsoftware einzufangen?

Diese Fragen haben zur Folge, dass Philippinenhof.net eindeutig von der Verwendung der staatlichen Prüfwebseite abrät.

Die Schadsoftware sollte man auch auf andere Weise loswerden können. Z.B. könnte man seinen Rechner von einer Sicherheits-CD/DVD booten, einen dort vorhandenen Virenscanner starten und bei einem Fund am besten die persönlichen Daten (Briefe, E-Mails, Bilder etc.) sichern und den Rechner einfach neu installieren.

Lieber Bundesinnenminister, diese Aktion, die Bürger mit dem Bundestrojaner zu infizieren, war plump. Und wenn doch alles korrekt abläuft, solltest Du Dir mal die Frage stellen, was Ihr Politiker falsch macht, dass man Euch so dermaßen misstraut! 

Humphrey und Kate sind zwei junge Wölfe, der eine nur Unsinn im Kopf, die andere dazu ausersehen, später das Wolfsrudel anzuführen.

Doch erst einmal muss die Rivalität mit einem anderen Rudel beseitigt werden, denn die Nahrungsquellen im Nationalpark werden knapp und die Rudel können nur gemeinsam überleben. Dazu soll Kate mit dem Sohn des anderen Rudelführers "verheiratet" werden.

Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Kate und Humphrey werden von Menschen gefangen und in ein anderes Wildreservat gebracht, um dort eine neue Wolfspopulation zu begründen.

Während Humphrey diesem Anliegen nicht abgeneigt ist, steht für Kate das Pflichtgefühl für ihr Rudel an erster Stelle und sie macht sich auf den langen Weg zurück. Natürlich begleitet sie Humphrey, denn auf dem Weg lauern viele Gefahren.
 
Der Film hinterlässt ein zwiespältiges Gefühl. Auf der einen Seite ist es eine niedliche Romantik-Comedy mit Tieren, auf der anderen Seite eine Vermenschlichung der Tiere fast bis zum Geht-nicht-mehr.

Disney-Zeichentrickfilme waren bisher dafür bekannt, Tiere sehr zu vermenschlichen und trotzdem tiertypisches beizubehalten. Doch hier wurde dem Rudel gleich noch ein menschliches Gesellschaftssystem über gestülpt.

Ist damit die Geschichte sentimentaler Gesellschaftskitsch?

Nicht unbedingt.

Wenn man sich von seinen Erwartungen und Vorstellungen trennt, vergisst, dass es eigentlich um Wölfe geht und einfach nur die Interaktion der Protagonisten nimmt, bekommt einen netten romantischen Abenteuerfilm, beste Unterhaltung für die Familie. Den Kindern kann man ja auch später beibringen, wie die Hierarchie in einem Wolfsrudel wirklich aufgebaut ist...

Die Blu-ray selbst ist ordentlich. Am Anfang wirkt sie etwas krisselig und niedrig aufgelöst. Das gibt sich jedoch nach ein paar Minuten und der Film kann mit hoher Auflösung protzen: Jedes Sandkorn ist in der Staubwolke zu erkennen. Das Fell der Wölfe ist sehr detailliert gezeichnet. Und den Hintergründen sieht man an, das die Vorlagen aus dem Computer kommen, so detailliert sind sie, dies ist dieses Mal nicht negativ gemeint.

Wer einen klassischen Zeichentrickfilm erwartet hat, wird natürlich enttäuscht. Auch Alpha und Omega ist komplett im Computer auf 3D gerendert worden. Dadurch kommen die Akteure natürlich sehr plastisch herüber.

Dabei ist dann natürlich auch naheliegend, dass es eine 3D-Version, also eine stereoskopische Fassung des Filmes, gibt. Allerdings lag uns diese zum Testen in Ermangelung geeigneter Abspielhardware nicht vor.

Doch auch mit der normalen BD kann man ein erstaunliches Raumgefühl erfahren.

Die Synchronisation ist in Ordnung. Die deutschen Sprecher kommen sympathisch herüber. Neben dem deutschen DTS-HD Master Audio 5.1 Ton kann man auch auf eine technisch gleichwertige englische Spur umschalten. Und man kann deutsche Untertitel dazu schalten.

An Extras finden sich auf der BD ein deutscher Trailer, ein Originaltrailer, ein Making of, ein Special "Wölfe in der Wildnis" und ein paar Statements vom Filmteam über den Film. Last not least findet man eine Szene, die es nicht in den fertigen Film schaffte, warum eigentlich nicht?

Besonders das Special sollte der geneigte Zuschauer sich ansehen. Es ist erstaunlich, wie genau der Film die Wölfe zeichnet. Viele Details gingen leider in der im Vordergrund stehenden Vermenschlichung unter. Aber bei einem zweiten Anschauen kann man doch viele Details erkennen, die einem nahe bringen, dass die Filmcrew sich mit der Materie eingehend beschäftigt hat.

Fazit: Der Film ist nette Familienunterhaltung, den man wegen der vielen Details ruhig auch mehrmals schauen kann! .

cover_alphaomega_bluray_klein.jpg 
Titel: Alpha und Omega (USA 2011)
Laufzeit: ca. 88 min
Genre: Animationsfilm
Regie: Anthony Bell, Ben Gluck
Studio: Lionsgate
Sprache: Deutsch und Englisch dts HD MA 5.1
Untertitel: deutsch
Publisher: Ascot Elite
Veröffentlichung: 17.1.2012
FSK: 6
Preis: 11,99 Euro (DVD), 14,99 Euro (BD), 17,99 (3D-BD)



Können Sie es auch schon nicht mehr hören?

Wulff hat dieses, Wulff hat jenes...

Und die Scheisshauszeitung mischt kräftig mit. Lanciert von hinten, aus der Deckung heraus, tut die BILD das, was sie am besten kann: mit Dreck werfen.

Wulff hat also einen Kredit zu besonders günstigen Bedingungen bekommen? Wulff hat reiche Gönner, die ihm Urlaubsreisen spendieren?

Wulff muss sich öffentlich erklären, muss Zeugnis ablegen, muss sich öffentlich richten lassen wie ein Schwerverbrecher.

Politische Schwarzgeld-Verbrecher, Pistenraudis mit Todesfolge, Plagiateure... Sie alle mussten sich weniger mit Schmutz bewerfen lassen, als unser Bundespräsident.

Und an der Spitze der moralisch Anständigen steht ein Blatt, dass als Sinnbild des primitivsten Boulevard-Journalismus gilt. BILD hat schon mehr als einen Menschen ins öffentliche Aus geschubbst. BILD nimmt es selbst mit der Wahrheit nicht unbedingt so genau, wie die Recherchen des Bildblog belegen.

Und das ist in Deutschland die neue Hüterin für Recht und Moral?

Ich glaub, ich muss gleich kotzen!

Interessiert eigentlich, was in der sogenannten Kreditaffäre wirklich gelaufen ist? Nein. Uninteressant. Hauptsache es wird mit Dreck geworfen und es kann ein Mensch ruiniert werden. Und die Öffentlichkeit schaut gierig zu. Voyeurismus, purer blanker Voyeurismus. Die Menge will Blut sehen.

Wulff soll bluten. Solange bis nichts mehr geht.

Wulff ist doch schon längst nicht mehr wichtig. Ein kleiner Emporkömmling, der plötzlich mit den Großen spielen durfte und nicht bemerkt hat, dass er zum Clown degradiert wurde. Ein Clown, dem von der Bundeskanzlerin persönlich die Clownsnase aufgesetzt wurde.

Denn eines ist doch klar: Wulf wurde auf den unwichtigen Posten eines Bundespräsidenten abgeschoben. Denn wer einmal Bundespräsident war, ist politisch verbrannt, für immer. Das mussten auch die Liberalen merken, als Heuss Präsident wurde und er danach nie wieder für die FDP tätig werden konnte.  Oder Weizsäcker, der für die CDU verloren war.

Eine Frage gilt es nach der aktuellen Schlammschlacht noch zu klären: Wozu brauchen wir also einen Redenschwinger? Denn nichts anderes ist der Bundespräsident. Er soll moralische Instanz sein. Soll mahnend das Wort ergreifen. Doch was verleiht dem Bundespräsidenten wirklich Macht? Das Amt? Oder doch eher die Person?

Dass es nicht das Amt sein kann, sehen wir an Wulff. Brauchen wir also das Amt des Bundespräsidenten?

Nein.

Sparen wir uns die knapp 200.000 Euro + Dienstwohnung + Dienstwagen, die jeder Bundespräsident jährlich bis an sein Lebensende bekommt.

Moralische Kompetenz braucht kein Amt. Moralische Kompetenz braucht Integrität.

Und lassen wir die BILD dort, wo sie am besten aufgehoben ist: im Fäkaliendreck, den sie selbst tagtäglich produziert.

Warum soll die Bundesrepublik nicht den gleichen Weg beschreiten, den die andere deutsche Republik schon einmal beschritt: Die Abschaffung des Präsidenten.

Der Präsident ist tot! Er ruhe in Frieden.  
...das Warum und Wieso kann zwar niemand schlüssig erklären, und nein, das der Maya Kalender endet, ist kein Argument, denn das trifft auf 99% aller verkaufter Kalender zu, sie enden am 31.12.,aber sei es drum.

Allen Lesern ein gesundes Neues Jahr.

2012 ist neben dem Weltuntergang ein Jahr in dem sich viel ändert.

Aufgelistet wird das hier aber nicht, weil das meiste in ein paar Tagen eh vergessen ist.

Eines haben die Deutschen aber nicht vergessen, dass es einmal die D-Mark gab. Vor genau 10 Jahren war es damit zu Ende und trotzdem rechnen die Deutschen immer noch alles vom Euro in die alte Währung um. Es ist ja auch ungeheuer beruhigend, sich über die überall gestiegenen Preise mokieren zu können.

Doch es ist ein Grundpfeiler in unserem Wirtschaftssystem, dass alles teurer wird bzw. die Währung sukzessive an Wert verliert (man schätzt, alle 20 Jahre halbiert sich der Wert der Währung). Durch die Verteuerung soll verhindert werden, dass Geldreserven angelegt werden. Denn Geld soll nicht gespeichert sondern ausgegeben werden. Wird Geld in großem Umfang gehortet, wird dieses dem Wirtschaftskreislauf entzogen, mit dem Resultat, das produzierte Waren nicht verkauft werden, die Arbeiter dann weniger oder keinen Lohn mehr bekommen, weniger kaufen können, damit noch weniger verkauft wird und die Arbeiter...

Sparen ist böse. Also raus mit dem Geld. Kaufen, konsumieren. 3D-Fernseher sind gerade günstig zu haben.

Je schneller das Geld ausgegeben wird, um so länger hat man was davon, denn am 23.12. ist Schluss.

RUMMS. KRACH. ZISCH: KAWUMM. Die Welt wird untergehen, auf die eine oder andere Weise.

Wer übrigens der Meinung ist, dass das Ende schon zwei Tage früher kommen soll, der hat die diversen Kalenderreformen nicht mit einkalkuliert.

Aber die zwei Tage machen den Kohl nun auch nicht fett. Und wie bei allen Prophezeiungen, sie sind doch eher ein schwammiger Bereich. Interpretationsbedürftig. Auslegungsfähig. Humbug.

Darauf noch ein Glas Sekt, ok, Orangensaft. Alkohol zerstört ja bekanntermaßen die Gesundheit. Was man aber auch ohne Alkohol schafft. Also ist auch das eigentlich egal. Wie so vieles, was sich 2012 ändert.

Aber das interessiert immer noch niemanden.
Es ist Heilig Abend und niemand bemerkt es?

In den Kaufhäusern und Geschäften drängen sich die Menschen als würde es kein Morgen geben.

Warum tut Ihr Euch diesen Stress an? Was muss man heute (!) kaufen, was man nicht bereits in Ruhe und ohne Stress vor Wochen kaufen konnte?

Weihnachten ist, wenn man das ganze christliche Gedöhns wegläßt,  ein Fest der Familie. Als solches sollten auch alle beteiligt sein: Der eine bereitet das Essen vor, ein anderer schmückt den Baum und der nächste schafft einfach ein wenig Ordnung.

Aufgabenteilung vermeidet Stress. Und was jetzt vergessen wurde, bleibt vergessen und niemand wird es vermissen.

Perfektion ist nirgends erforderlich.

Überraschender Besuch und kein Geschenk? Kein Problem. Der Gast bekommt den besten Platz, etwas zu trinken und zu essen. Niemand wird nach Geschenken fragen.

Außerdem bedeuten Geschenke massiven Stress im Vorfeld: Wie viel muss man Ausgaben? Was, wenn das Geschenk nicht gefällt? Die Schenkerei ist bei so manchem Familienfest Ausgangspunkt echter Verstimmung. Wieso hab ich schon wieder Socken bekommen? Warum gefällt ihr bloß nicht die geschmackvollen Grün-rosa Platzdeckchen mit Häkelmuster?

Fast überall geht die Schenkeritis am Grundgedanken des Schenken vorbei. Wird aus einer freiwilligen Sache ein kollektiver Akt. Ein Zwang. Und die Verpflichtung beim nächsten Mal den anderen übertrumpfen zu müssen.

Lasst die Schenkerei sein. Schenkt den Kindern was. Da weiß man auch meist, was diese unbedingt haben wollen. Und wenn man zu einer Weihnachtsfeier geht, bringt man eine gute Flasche Wein mit oder noch besser, spricht sich mit dem Gastgeber ab. Fast immer wird der sich freuen, wenn z.B. die Getränkefrage ausgelagert wird.  

Und wenn man doch schenken will, weil man den beschenkten einfach gern hat, dann fragt man einfach nach einem kleinen Weihnachtswunsch und gut ist.

Es ist Weihnachten. Gebt dem Stress keine Chance!

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